Neugersdorf in alten Ansichten

Neugersdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Egbert Wünsche
Gemeente
:   Neugersdorf
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5298-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neugersdorf in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Neugersdorf in der Oberlausitz, zum Land Sachsen gehörig, ist eine Kleinstadt direkt an der Grenze zur CSFR. Die am Nordhang des Neugersdorfer Hutungsberges liegende Stadt hat eine Höhenlage zwischen 380 und 470 m NN. Am Städtischen Volksbad entspringt eine der drei Spreequellen, welche im Jahre 1888 eingefaßt wurde. Über den Neugersdorfer Hutungsberg und den Beerberg verläuft auch die Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebiet von Nord- und Ostsee.

Auf dem Gebiet der heutigen Stadt stand bereits im Mittelalter ein Dorf. Dieses Dorf wird in einer Urkunde der Markgrafen von Brandenburg im Jahre 1306 als Gherardesdorpp erstmalig erwähnt. Weitere Nachrichten und Überlieferungen sind sehr spärlich. Eine Kirche und ein Adelshof werden Ende des 14. Jahrhunderts mehrfach in Bezug auf dieses Gherardesdorpp erwähnt. Durch die Hussiten wurde das Dorf 1429 arg zerstört, so daß es von den Bewohnern vollständig aufgegeben wurde. Lange Zeit blieb die ehemalige Dorfstatt unbebaut und es wuchs Wald, der 'Wald von bösen Gersdorpp' genannt. Durch böhmische Exulanten (evangelische Glaubensflüchtlinge ) erfolgte 1657 eine erneute Ansiedlung auf dem Grundbesitz der Herrschaft Rumburg, die auf dem Territorium des Kurfürstentums Sachsen lag. Diese Siedlung wurde Neu-Gersdorf genannt. Im Jahre 1662 wurde ebenfalls eine Exulantensiedlung, Alt-Gersdorf, auf dem zur Stadt Zittau gehörenden Gebiete gegründet. Der Haupterwerbszweig war in beiden Dörfern die Handweberei. Der Fürst Anton Florian von Liechtenstein erwarb 1681 die Herrschaft Rumburg. Bis zur Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes im Jahre 1856 blieben die Fürsten von Liechtenstein Grund- und Gerichtsherrn von Neu-Gersdorf. Die Entwicklung wurde durch das Haus Liechtenstein gefördert. Besonders die Verleihung des Marktrechtes im Jahre 1728 an die hiesige Schützengesellschaft, die sich mit Recht fortan Privilegierte Schützengesellschaft nannte, sei hier erwähnt. Die 1778 erbàute Brauerei erhielt wesentlich günstigere Steuer und Abgabebedingungen gegenüber den umliegenden Ratsdörfern der Städte Löbau und Zittau. Somit erlangte Neu-Gersdorf eine wirtschaftlich bessere Position gegenüber Alt-Gersdorfs. Nach langen Hin und Her vereinigten sich beide Gemeinden im Jahre 1899 und der Name Neugersdorf wurde für: den Ort gewählt. Der Anschluß an das Eisenbahnnetz erfolgte mit den Streckenabschnitt von Ebersbach bis nach Seifhennersdorf im Jahre 1874. Das Bahnhofsgebäude erhielt 1913 nach mehreren An- und Um-

bauten sein heutiges Aussehen. Die entstehende Textilindustrie nahm nach 1870 eine gigantischen Entwicklung und führte zu Betrieben von Weltruf. Neugersdorf wurde 1924 zur Stadt erhoben und in der Folgezeit entstanden viele wichtige kommunale Einrichtungen. Der Wasserturm, das Wahrzeichen Neugersdorfs, wurde mit dem Bau des zentralen Trinkwassernetzes 1928 errichtet.

Der Kranich mit einem Hufeisen in der rechten Kralle wurde der Stadt 1931 als Stadtwappen verliehen und die Stadtfarben sind schwarz gelb.

Egbert Wünsche

1. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung zur 250-Jahr-Feier Neugersdorfs im Jahre 1907 entstand der Gedanke, ein Denkmal an der Gründungsstätte des Ortes zu errichten. Auf Drängen eines Bürgerausschusses gab der Gemeinderat schließlich seine Zustimmung. Es lagen mehrere Entwürfe für das Denkmal vor, von denen schließlich der Entwurf des Baumeisters Gustav Pohlisch zur Ausführung kam.

Die Kosten für den Bau wurden aus einem eigens dafür 'angelegten Denkmalsfond bestritten. Er bestand aus Einzahlungen des Gemeinderates, Spenden von Vereinen und Beiträgen vieler NeugersdorferBürger.

Am 1. September 1907 wurde das Denkmal mit der Inschrift: '1657. Gründungsstätte Neugersdorfs. Ehre und Dank den Vorfahren. Die Gemeinde Neugersdorf. 1907' der Gemeinde übergeben. Es hat seinen Platz an der Stelle des Büttnerborns, um den die ersten Häuser des Ortes gestanden haben.

1657

~230

1907

2. An der Stelle dieses Hauses befand sich eines der ältesten Gasthäuser - die 'Rosenschenke' . Johann Gottfried Bahr erwarb 1831 die 'Rosenschenke', riß sie ab und erbaute das Gasthaus 'Zur Rose', wie es hier auf einem Bild aus dem Jahre 1905 zu sehen ist.

Beachtenswertes Detail des Bildes ist die damals bereits vorhandene Straßenbeleuchtung. Die Leuchten waren damals mit einer 25-kerzigen Glühlampe versehen.

Die Installation einer elektrischen Straßenbeleuchtung erfolgte in den Gemeinden Alt- und NeuGersdorf bereits im Jahre 1898. 1913 beschloß das Gemeindeparlament jedoch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Gaslicht.

3. Unser Bild zeigt die 'Rote Mühle' mit Mühlteich an der Mühlgasse im Jahre 1870. Die 'Rote Mühle' wurde 1804 auf der ehemaligen Ebersbacher Seite erbaut und erhielt ihren Namen nach dem weithin sichtbaren Ziegeldach.

Im Jahre 1890 wurde der Mahlbetrieb eingestellt und 1897 brannte das Gebäude nieder; wieder aufgebaut, nutzte man es als Wohngebäude mit Landwirtschaft.

4. Der 'Sängerbund zu Alt- und Neu-Gersdorf' war einer der ältesten Männergesangsvereine, der sich aus den Ostersängern am 20. Mai 1862 bildete. Unser Bild zeigt den 'Sängerbund' zur 50-Jahr-Feier seines Bestehens im Jahre 1912.

Die Aufschrift der Fahnenschleife lautet: 'Dern Bruderverein Sängerbund Neugersdorf zur 50jährigen Jubelfeier . '

Im Juni 1904 war der 'Sängerbund' Gastgeber für das Bundesgesangsfest des Sängerbundes der sächsischen Oberlausitz, für das auf dem Festplatz an der Wachtschenke eine große FesthalIe errichtet wurde. Der Sängerbund war mit etwa 100 Sängern und einem Frauenchor von 50 Sängerinnen einer der stärksten Gesangsvereine der Oberlausitz.

5. Das neue Gebäude der Materialwarenhandlung Richard Hempel in der Albertstraße 18, der späteren August-Bebel-Straße, ist dicht an das alte Haus gebaut worden, welches nach der Eröffnung des neuen Geschäftes in den zwanziger Jahren abgebrochen wurde.

Links im Bild ist die Gaststätte 'Stadt Dresden' zu sehen.

Im Vordergrund stellt sich die Familie Hempel dem Fotografen und im Hintergrund ist das Dach eines der Gebäude der Firma C. G. Hoffman auszumachen.

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