Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2

Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willi Fay
Gemeente
:   Neuhausen auf den Fildern
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1778-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Was icn vorausschicken möchte:

Man hört es immer wieder sagen, daß der Neuhäuser anders sei als die anderen, daß er als besonderer Menschenschlag zwischen den übrigen Filderbewohnern stehe. Diese angebliche Sonderstellung liegt darin begründet, daß das Dorf eine andere geschichtliche Vergangenheit hat als die übrigen Filderdörfer, deren letzte Spuren noch nicht verwischt sind,

Lange Zeit durch Fremdherrschaft und Ortsadel regiert, war es eine Insel inmitten württembergischer Dörfer. Deshalb nannten die Filderbauern noch um 1800 unser Dorf das 'ausländische Neuhausen'. Einheiraten zwischen Neuhausen und den übrigen Filderdörfern gab es nicht, weil unser Ort als Teil von Vorderösterreich bei der katholischen Religion verblieben ist. Die Bevölkerung war also nicht nur politisch, sondern auch religiös von der Nachbarschaft geschieden. Diese Sonderstellung hatte weitreichende Folgen und bestimmte unter anderem die Bildung eines eigenartigen Volkskörpers, der ganz anders zusammengesetzt ist als in den Dörfern der Umgebung. Familiennamen, die uns in der Nachbarschaft zahlreich begegnen, sucht man in Neuhausen vergeblich. Neue Geschlechter kamen vielmehr aus oft weitentlegenen katholischen Dörfern und Städten und selbst aus dem Ausland, aus den Alpenländern, aus Oberitalien, Savoyen und Frankreich. Besonders groß ist

der Anteil oberitalienischen Blutes. Es hat sich einwandfrei nachweisen lassen, daß es hier kaum einen Einwohner gibt, in dessen Adern nicht italienisches Blut fließt.

Nicht zuletzt darauf führt man die überdurchschnittliche rnusikalische Veranlagung der alteingesessenen Bevölkerung zurück. Die Sonderstellung von Neuhausen hatte aber auch ihre Schattenseiten, sie zeigen sich nirgends deutlicher als in der wirtschaftlichen Entwicklung. Es ist gar nicht zu sagen, wie schwer die Bevölkerung die Jahrhunderte hindurch um das tägliche Brot gerungen hat, viel schwerer als die Bauern der württembergischen Dörfer, die sich eines bescheidenen Wohlstandes erfreuen durften. Der Bevölkerung stand kaum der halbe Markungsertrag zu, während die Ortsherrschaft den größten Teil an Grund und Boden in ihrer Hand hielt. Früh schon mußte deshalb die Bevölkerung zum Bauhandwerk und Handel Zuflucht nehmen, wenn sie ein noch erträgliches Dasein führen wollte.

Umfassende Berichte über die Geschichte unserer Gemeinde liegen vor, aber bildlich können wir uns darunter weniger vorstellen.

Was an Fotografien aus den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts (bis etwa 1930) zusammengetragen werden konnte, verrnittelt der erste und jetzt auch der zweite Band von 'Neuhausen auf den Fildern in alten Ansichten'. Es wurde nicht daran gedacht, eine

lückenlose historische Fotodokumentation zusammenzustellen, sondern daran, Bilder aus unserem Ort, dem Vereinsleben und den Leuten zu erhalten, damit wir uns besser in die Zeit unserer Ahnen hineinversetzen können.

Es soll ein unterhaltsames Buch sein für die Alteingesessenen und für die, denen Neuhausen zur neuen Heimat geworden ist.

Willi Fay

BehringerWilli, 1,17,33,49,50,64 Bender Pia, 59, 69

Bolz Karl, la, 32

Dietz Hildegard, 12,23,27,30,34,38,46,60 Eisele Agnes, 41, 42

Eiseie Maria, 71

Ernst Alois, 9

Friton Karl, 26, 70

Filderbote, 56, 66

Fuchs Otto, 19,45

Gianni Helene, 31

Haller Heinrich, 43

Kärcher Berta, 6, 35

Kärcher Gregor, 2

Lang Alfred, 24, 39, 40 Lang Bruno, 5

Mayer Alfons, 44 NagelPius, 51, 55,63 Niebling Hans Georg, 58 Rank Richard, 7, 29 Reinauer Siegfried, 3, 4 Schalier Rosa, 11

Vatter Helene, 13

Volk Marzella, 18,21,65 Weiß Mina, 53, 54

Mayer Wolf Loni, 20,61,62 Zimmerman Anna, 8

Quellennachweis

Archiv der Gemeinde Neuhausen auf den Fildern. Denkmalamt Stuttgart.

Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz. Efinger, E.: Heimatbuch.

Mayer-Rosa, K.R.: Neuhausen einst und jetzt.

Bildquellennachweis

Archiv der Bürgergarde, 15,16,36,37

Archiv der Gemeinde, 14,22,25,47,48,57,67,68, 72, 73, 74, 75, 76

Bayer Rita, 52

Bayer Wilhelm, 28

1. Das ist eine der ersten Ansichten, die man von Neuhausen produziert hat. In alle Welt wurden diese kolorierten Karten an die vielen dort lebenden Neuhäuser verschickt. (Karte: Verlag C.F. Schalier, 1898.)

Gruss aus Neuhausen a Filder.

~ I

SChUlh~us

2. So sah man um die Mitte des letzten Jahrhunderts vom oberen Stockwerk des unteren Schlosses aus (heutiges Rathaus) einen Teil des Ortszentrums: Das 1852 erbaute Gotteshaus mit dem erhaltenen Turm der alten Kirche, der 1912 erhöht wurde, das obere Schloß der Rotenhähne, das im Laufe der letzten 100 Jahre zum Schulhaus umgebaut und 1971 durch die Freilegung des Fachwerks zum Schmuckstück geworden ist. An Stelle des Bauernhauses, links, am sogenannten Kirchberg, wurde ein Geschäftshaus erstellt. Überhaupt: Im Detail hat sich viel geändert. (Karte: Verlag A. Rank um 1900.)

3. Um die Zeit, als dieses Bild entstand, wurde mit den 1898 gegründeten Neekarwerken DeizisauAltbach nach langem hin und her 1909 ein Vertrag geschlossen, das elektrische Licht in Neuhausen einzuführen, um dem Ort eine bessere Beleuchtung zu geben. Die erste bescheidene Leitung wurde über die Brach in die Ortsmitte gelegt, um zunächst die wichtigsten Gebäude und Straßen zu versorgen. (Karte: Verlag E. Barth, Stuttgart, 1909.)

Bahnhof

Gruss aus Neuhausen a. F.

4. Ein alter Liedtext: 'Die alten Strafsen noch, die alten Häuser noch', trifft auch auf dieses Bild zu. Es vermittelt uns einen Bliek in die Obergasse (Bahnhofstraße) und auf einen Teil des Bahnhofes. (Karte:

Verlag E. Barth, Stuttgart, 1906.)

5. Zu dem Siglindsgut der Frühmeßkaplanei gehörten nach dem Stiftungsbrief ein Haus mit Scheuer, nämlich das Doppelhaus Schlosserstraße 1/3, ferner 42 Morgen Ackerland und drei Morgen Wiesen. Seit 1700 war der umfangreiche Hof in zwei Hälften aufgeteilt, wovon jede ihren eigenen Besitzer hatte. Bis 1832 mußten diese ein Drittel des Ertrags an die Kaplanei abführen, Erst danach wurde die Ablieferungsmenge auf 39 Scheffel Getreide und 29 Gulden jährlich reduziert. 1848 lösten die Bauern die alten Lasten mit 2 674 Gulden ab und waren freie Besitzer ihrer Hofanteile. Das Bild erlaubt einen Bliek in das alte Gehöft, das sich grundlegend geändert hat. (Aufnahme 1910.)

6. Diese große Scheune sowie die Wohngebäude bildeten früher den Ostertagshof. Obwohl die Umrisse im großen und ganzen heute noch erhalten sind, lohnt es sich, diese Szene mit dem Fuhrwerk und den arbeitenden Menschen festzuhalten. Der Gebäudekomplex dürfte neben einigen anderen in der Gemeinde zu den ältesten zählen, Außen wie innen wurde manches ausgebessert und erneuert. Teile des starken Eichengebä1ks der Scheune und Stallung, die Zwischenwände mit den damals gebräuchlichen Materialien lassen vermuten, daß das Gebäude im 16. Jahrhundert entstanden ist. (Aufnahme 1912.)

7. Auch dieses Bauerngehöft in der Entenstraße 14, wo links dieser Ansicht die Scheune steht (nicht sichtbar), wurde vor allem äußerlich stark verändert. Erstaunlicherweise geht der Trend der jungen Generation dahin, das alte Aussehen des noch Vcrhandenen zu erhalten, beziehungsweise wieder herzustellen. (Aufnahme 1920.)

8. Michael Rudolph von Grötzingen baute im Jahre 1838 in den 'Werrenäckern' das Bauernhaus Kirchstraße 67 und eine kleine Kalk- und Ziegelbrennerei. Joharm Christian Gugel aus Grafenberg, der Schwiegersohn, übernahm 1841 das Anwesen. Ab 1868 führte der älteste Sohn Georg und nach dessen Tod seine Frau den Betrieb weiter. Dann übernahm der Sohn Theodor Gugel, nachdem er sich 1906 mit Anna Alber aus Sielmingen verheiratet harte, die Ziegelei. Zwei Jahre später vergrößerte er das überaltete Werk und baute 1927/28 eine neuzeitliche, leistungsfähige Dampfziegelei. 1947, als er verstarb, führten seine Witwe und die Nachkommen den Betrieb weiter und machten daraus eine nach neuesten Erkenntnissen arbeitende Ziegelei. (Aufnahme 1911.)

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