Neustadt in Holstein in alten Ansichten Band 3

Neustadt in Holstein in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hugo Koch
Gemeente
:   Neustadt in Holstein
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6055-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neustadt in Holstein in alten Ansichten Band 3'

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Einleitung

Der vorliegende Band 3 von 'Neustadt in Holstem in alten Ansichten' zeigt unsere Stadt in Bildern aus der ersten Hälfte des nun zu Ende gehenden 20. Iahrhunderts.

Im [ahrhundert davor hatte Neustadt nach dem verheerenden Brand von 1817 (233 Gebäude zerstört) sich rasch erholt und durch Neubauten ein anderes Aussehen erhalten. Die Kaufleute Adam Jansen (seit 1811) und Iacob Lienau (seit 1820) ließen fürihre umfangreichen Handelsgeschäfte mehrere Kornspeicher errichten, von denen einige noch heute das Bild der Hafengegend prägen (Hornseher Speicher 1824, Hoffscher Speicher 1828, Pagodenspeicher 183 0; Janusspeieher 1829 von Lienau erbaut, nach Brand 1959 umgebaut).

Mit Fertigstellung der Chaussee Altona-Segeberg-Neustadt 1846, der Ostholsteinischen Eisenbahnlinie Neumûnster-Eutin-Neustadt 1866 sowie der Bahnverlängerung nach Oldenburg 1881 harte Neustadt günstige Verkehrsanbindungen erhalten. Der Hafen wurde mehrfach vertieft und mit Bollwerk versehen. Es bestand ein reger Schiffsverkehr, auf den Schiffswerften lebhafte Tätigkeit. Von 1879 an übernahmen die Firmen c.F. Janus (seit 1 789 in Eutin) und ].H. Petersen (aus Heiligenhafen) die führenden Rollen im Getreide-, Holz- und Kohlenhandel. Die sogenannte Neustädter Zuckerkrankheit mit dem 1888 erfolgten Konkurs der Zuckerfabrik war mit der Einrichtung der Provinzial-Heilanstalt ab 1893 behoben: Im Westen der Stadt entstand ein neuer Stadtteil.

Volks- und Viehzählung ergaben zu Jahrhundertbeginn (2. Dezember 1900) folgende Zahlen (noch ohne Rettin) :

In der Stadt

Provo Pflegeanstalt auf Schiffen

4093 481 25

4599 Personen

230 pferde, 1 Esel, 545 Stück Rindvieh, 440 Schafe, 70 I Schweine, 20 Ziegen,2 208 StückFedervieh, 232 Bienenkörbe, 9193 Obstbäume (darunter an den Wegen der Feldmark 754).

Das Neustädter Wochenblatt (1848 von Hans Ehlers gegründet) lenkte den Blick seiner Leser über die Stadtgrenzen hinweg mit einern langen Artikel aus der Neujahrsausgabe der englischen Zeitung Daily Telegraph, in dem es unter anderem hieß: 'Keine Nation eröffnete jemals ein neues Zeitalter mit einem so triumphierenden Rückblick und einem vertrauensvollen Ehrgeiz, als der, der die 60 Milhonen des deutschen Volkes an diesem Neujahrstage 1900 bewegt... In den letzten dreißig [ahren hat man eine derartige ungeheure Entwicklung wie die der Industrie und der Gesarritlage Deutschlands überhaupt nicht gesehen, außer höchstens in Amerika .. .'

In Neustadt war allerdings noch einiges nachzuholen. Robert Lienau, inzwischen aus Berliner Tätigkeit in seine Neustädter Heimat zurûckgekehrt, bemängelte in 'Offenen Briefen an die Neustädter Bürgerschaft' die Zustände. Die Stadt sei schmutzig; der Marktplatz gleiche im Frühjahr und Herbst ' einem frisch gedüngten Acker, im

Sommer einer schlecht gepflegten Wiese und im 'Winter, besonders nach den Jahrmärkten, zum Schrecken aller Anwohner einem wandernden Kehrichthaufen' . 'Mehr Licht', forderte Lienau für die StraBenbeleuchtung, er forderte ein neues städtisches Beleuchtungswerk, Verbesserung und Ausbau der Grünanlagen am alten Kirchhof und am Hafen, bessere Unterrichtsmöglichkeiten für die Schüler, von denen täglich zehn nach Eutin aufs Gymnasium fahren mußten für teures Geld, das man lieber in Neustadt verwenden sollte.

Nach der jahrhundertwende waren aber auch hier die erstenAnzeichen eines verbesserten Wohlstandes bald zu spüren. Fremdenverkehr und Strandleben nahrnenAufschwung und belebten die Bautätigkeit entlang der Hafenausfahrt. In Pelzerhaken begann der Strandbetneb 1906 mit dem Haus 'Eichenhain' und weiteren Logierhäusern. Mit demAufbau einer Funkstation der Kaiserlichen Marine setzte eine über Jahrzehnte andauernde milltärische Nutzung dortiger Geländeflächen ein.

Die Bilderfolge irn Buch verdeutlicht die bauliche Entwicklung im Stadtgebiet, wobei als markante Beispiele einige genannt seien: am Hafen 1908 der Silobau von JH. Petersen, 1925 Bau der Glücksklee-Dosenmilchfabrik und Einrichtung der Hanseatischen Yachtschule beirn ehemaligen Marienbad, 1928 Eröffnung der Bäderbahn SchwartauNeustadt, 1930 städtische Wasserversorgung mit Wasserwerk und Wasserturm. In Auswirkung des preußischen Gesetzes ûber die Auflösung der selbständigen Gutsbezirke wurde 192 8 das Dorf Rettin mit Flurstücken des Gutes Brodau nach Neustadt umgemeindet.

Mit dem Einzug der Unterseebootsschule 1937 stieg die Einwohner-

zahl auf 7 000 Personen an, die Wieksberg-Halbinsel wurde bebaut, neue Straßenzüge und Wohngebäude waren erforderlich. Der Zustrom von Bombengeschädigten, Flüchtlingen und Heimatvertriebenen am Ende des Zweiten Weltkrieges lieB die Einwohnerzahl auf das Doppelte derVorkriegszeit hochschnellen. Weitere Baugebiete mußten ausgewiesen werden. Neustadt wurde vielen Menschen eine neue Heirnat.

Für die Auswahl der vorgegebenen Anzahl von 76 Abbildungen war maßgebend, die Zustände im Stadtbild vor deren Veränderung für die Erinnerung festzuhalten.

Um die jahrhundertwende war es üblich geworden, bebilderte Postkarten - wie diese von 1897 laut Poststempel- zu versenden TJ Ahrendtz ließ solche nach eigenen Fotoaufnahmen anfertigen und vertrieb sie in seinem Laden in der Brückstraße (heutige Hausnummer 21 ).

2 Auch Geschäftsleute benutzen Ansichtskarten zugleich als Werbemäglichkeit, wie H.A. Creutzfeld, Ecke Markt/Hochtorstraße, mit seinem Comptant-Geschäft (Barzahlungsgeschäft) .

3 Außer den hier abgebildeten Skizzen des ProvinzialKonservators Prof Richard Haupt gibt es keine Zeichnungen, die das KremperTor vor der Renovierung 1907 zeigen. Links neben dem renovierten Tor zeigt das Foto das 1908 eröffnete Kreismuseum, zugänglich damals vom kleinen Tordurchgang aus. Anstelle der schon 1913 vorgenommenen Erweiterung ist hier noch das Möbelmagazin von H. Langthimm zu sehen. Rechts hinter dem Tor, gegenüber vom ehernaligen 'Fûrstlichen Hof' , erkennt man die 1847 vom damaltgen Windmüller Specht erbaute Scheune.

I EUSïADT i. Holst.

4 EineAufnahme der Kremper Straße mit dem Kremper Torim]ahre 1893.

5 Hier ist die Kremper Straße im [ahre 1923 abgebildet.

Neustadt Î. Holst.

Kremperstrasse mit Krempertor

6 Die Ostseite des Marktplatzes mit Bliek auf das KremperTor. Hotel 'Stadt Hamburg' ist noch einstokkig, davor eine der öffentlichen Wasserpumpen.

7 Blick von der Kirche auf den Marktplatz; Hotel 'Stadt Hamburg' ist nunmehr aufgestockt.

8 Fotoaufnahme von Mai 1923. Der anläßlich des 25jährigen Firmenjubiläums 1904 von der Firma J.H. Petersen gestiftete Kandelaber ruitten auf dem Marktplatz.

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