Neuwürschnitz damals und heute Band 1

Neuwürschnitz damals und heute Band 1

Auteur
:   Friedemann Bähr
Gemeente
:   Neuwürschnitz
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5800-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Neuwürschnitz damals und heute Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Genau vor nunmehr sechzig Jahren entstand der jetzige Ortsname Neuwürschnitz, durch Zusammenschluß der beiden, bis dahin selbständigen Gemeinden, Neuwiese und Oberwürschnitz.

Die Neuzeit schreitet ständig vorwärts und das Alte verblaßt immer mehr in der Erinnerung, denn Augenzeugen der älteren Zeit gehen dahin; neue Geschlechter entstehen. Alte Urkunden, historisches Material. sind in den Archiven nur mühevoll zugängig, soweit überhaupt noch vorhanden, und im Buchhandel war über unseren Ort nichts zu haben. Der Chronist Richard Winkler hat viele Bände der Ortschronik geschrieben, die wohlbehalten im Kreisarchiv sind und uns Ereignisse aus alter Zeit überlieferten.

Die in diesem Bildband zusammengestellten Fotos, sollen uns auch künftig die Geschichte unseres Heimatortes lebendig erhalten, die bis ins 12. Jahrhundert zurückgeht, betrachtet man chronologische Aufzeichnungen von Neuwittendorf, Wittendorf (gehörte einst zur Grafschaft Wildenfels) und Neuwiese.

Von der 'Lutherbuche' (sie wurde von Oberwürschnitzer Einwohnern 1883 zum Andenken an den 400. Geburtstag des Reformators gepflanzt), bietet sich ein herrlicher Bliek, der in südwestlicher Richtung auf den Turm der Lutherkirche am Haderwald fällt. Die am 4. Oktober 1906 eingeweihte Schule stellt sich als markantes Gebäude in der Ortsmitte, während sich weiter rechts der ehemalige Förderturm des Neuoelsnitzer Steinkohlenschach-

tes, dem heutigen Bergbaumuseum, prachtvoll zeigt.

Der Name Oberwürschnitz ist erstmals 1427 urkundlich erwähnt.

Neuwürschnitz, am Oberlauf der Würschnitz, 430 Meter über dem Meeresspiegel, liegt am Fuß des Erzgebirges. Die Würschnitz bildet die geologische Grenze zwischen den Schiefern des Nordabhanges und dem Rotliegenden des Erzgebirgsbeckens (Steinkohle).

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Oberund Niederwürschnitzer Steinkohlengesellschaft gegründet, die aber nur fünf Jahre existierte. Die ersten Abteufungen lagen teilweise auf Oberwürschnitzer Flur, so auch der 1844 niedergetriebene Arnoldschacht, der wieder verfiel, genau wie der Jakobschacht, sowie die beiden unter dem Namen Viehwegerschacht I und 11 bekanntgewordenen Schächte in der Nähe des Lohwaldes.

Interessant und sagenumwoben erscheint uns die Tatsache, daß im 16. Jahrhundert an der Würschnitz einmal nach Gold geschürft wurde.

Mit diesen Zeilen möchte ich etwas näher auf den vor sechzig Jahren erfolgten Zusammenschluß der Gemeinden Neuwiese und Oberwürschnitz eingehen, die der Bezirksausschuß der Amtshauptmannschaft Stollberg in seiner Sitzung vom 22. März 1934 genehmigte. Regierungsamtmann Olischer erläuterte dabei nähere Einzelheiten. Bei der Bildung des Ortsnamens sei davon ausgegangen, die bisherigen Ortsnamen in einem zusammenzufassen. Von der ursprünglich vorgesehenen Bezeichnung Oberwürschnitz-

Neuwiese ist man abgekommen, weil diese Schreibweise zu umständlich wäre und der Name vielleicht zu Irrtümern führen könnte. Der Zusammenschluß erfolgte mit Wirkung vom 1. April 1934. Die Verwaltung der Gemeinde erfolgte vom Rathaus Oberwürschnitz aus, während im bisherigen Neuwieser Rathaus eine Steuer-, Girokassen- und Sparkassenannahmestelle blieb. Im Vereinigungsortsgesetz ist unter anderem verankert worden, daß kein Gemeindegebiet gegenüber einem anderen bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Dieser Zusammenschluß wurde selbstverständlich vorher von beiden Gemeindekollegien einstimmig beschlossen. Der 'Oelsnitzer Volksbote' berichtete über diesen Zusammenschluß in seiner Ausgabe vom 4. Mai 1934 unter anderem folgendes:

Nachdem die Zusammenlegung der Gemeinden Oberwürschnitz und Neuwiese unter dem Ortsnamen Neuwürschnitz vom Ministerium des Innern verfügt worden ist, wird folgendes bekannt: Als Bürgermeister der neugebildeten Gemeinde Neuwürschnitz ist Bürgermeister Englert von der Amtshauptmannschaft Stollberg in Pflicht genommen worden. Sämtliche standesamtlichen Angelegenheiten werden ab 2. Mai im Rathaus des Ortsteiles Oberwürschnitz erledigt. Die Verwaltungsgeschäfte werden in den nëchsten Tagen vom Rathaus des Ortsteiles Neuwiese nach dem Rathaus des Ortsteiles Oberwürschnitz verlegt ...

Unsere Heimatgemeinde ist seit etwa dreißig Jahren zu einem beliebten Naherholungsgebiet geworden, nachdem Mitte der fünfziger Jahre in über 15000 freiwilligen Arbeitsstunden eine herrlich gelegene Waldbühne als Kulturstätte im Grünen übergeben wurde. 1957 sagte OHo Grotewohl bei einem Besuch unter anderem: 'Ich bewundere Euren Mut und beglückwünsche Euch zu Eurem Erfolg. Eure Enkel werden mit Stolz und Verehrung von Euch sprechen.'

Inzwischen hat die Generation der Enkel und Urenkel bereits davon Besitz ergriffen und sorgt auch für die Werterhaltung und Pflege des Geschaffenen, wobei man sich heute nicht mehr unbedingt der Aufopferung der ungezählten Helfer erinnert.

Der Name des Ortes wurde aber in den zurückliegenden Jahren auch über die Kreisgrenzen hinaus bekannt, so zum Beispiel durch die einstige Firma Charles Ebert (im Volksmund als 'Larvenbude' bezeichnet), die Jugendelf der BSG Wismut/SV Rot Weiß, die Konzertinavereine beider Ortsteile, den Männerchor 'Sachsentreue' , das Pionierund Jugendblasorchester, den Jugenddub 'Johannes Dieckmann' und dessen Jugendtanzorchester, sowie den gemischten Chor und vor allem die 'Würschnitztaler Musikanten'.

1. Dieser Gruß aus Neuwürschnitz zeigt uns ein herrlich erhaltenes gepflegtes Umgebindehaus und neu entstandene Eigenheime (oben) im Ortsteil I sowie einen Bliek auf das Waldbad und die Lutherkirche im Ortsteil Il.

2. Die einst selbständige Gemeinde Neuwiese im oberen Würschnitztal gelegen, entstand im 17. Jahrhundert auf dem Boden der zerstörten Mark Wiese. Das Schulgebäude in der Bildmitte wurde Ostern 1889 in Betrieb genommen und enthält noch heute die Grundschule, Schulteil2, der Schule des Friedens.

Neuwiese i. Erzg eb, Nördl. Dorleingang mit dem .Straßenteich~.

3. Dieses Foto, das vermutlich im Jahre 1920 entstand, zeigt den einstigen 'Straßenteich' , oberhalb des Schwemmteiches, an der Oelsnitzer Straße.

4. Das einstige Dörfchen Neuwittendorf, in der Nähe der alten Mark Wittendorf gegründet, wurde 1928 nach Neuwiese einverleibt. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1909. Bereits 1911 wurde der Oberwürschnitzer Anteil von Neuwittendorf nach Neuwiese einverleibt.

Gasthof 'Neuwiese, Bes. :Joh. Emil Günzel

5. Der Gasthof Neuwiese. Das Foto aus dem Jahre 1910 zeigt uns den Gasthofsplatz mit dem alten Gasthof, der 1916 völlig abbrannte, und rechts den einstigen Tumgarten.

6. Der Verlag Emil Hohenhausen gab 1928 diese Ansichtskarte heraus, die einen Bliek von der Mitteldorfer Höhe aufNeuwiese vermittelt, das erst um 1700 am ehemaligen Oelsnitzer Vorwerk (Steinhübel) und auf der Flur Schafstegen entstand.

Luther·l(irche

7. Die Ansichtskarte aus dem Jahre 1930 zeigt uns neben der Ortsübersicht im oberen Teil, die 1926 geweihte Lutherkirche (links unten) und einen Bliek in die Hauptstraße mit dem ehemaligen Gasthof 'Zur Krone' und dem dahinter befindlichen Café Bauer.

8. Die aus dem Jahre 1934 stammende Ansichtskarte zeigt die vier wichtigsten Gebäude des Ortsteils Neuwiese.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek