Nickenich in alten Ansichten

Nickenich in alten Ansichten

Auteur
:   Johannes Andernach
Gemeente
:   Nickenich
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3437-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Nickenich in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Es ist sicherlich schwer, dem Titel dieses Büchleins gerecht zu werden, wenn man von 'alten Ansichten' spricht, da dieser Ausdruck relativ ist. 'Alt' kann für einen Jugendlichen schon das Geschehen von gestern sein; für den Älteren ist alt das, was noch älter ist.

Mit diesem Büchlein soll aufgezeigt werden - für Jung und Alt - wie sich unser Nickenich innerhalb eines knappen halben Jahrhunderts verändert hat. Verändert in der Zeit, die hier dargestellt wird von 1890 bis 1930, vom Übergang der Landwirtschaft zur Industrialisierung. Es ist schwer, heute eine Übereinstimmung beim Vergleich des jetzigen Zustandes des Ortes mit dem des betrachteten Zeitraums zu finden, da die rapide Veränderung durch die wirtschaftliche Entwicklung selbst für jemanden der es miterlebte - es gibt ja noch viele, die diese Veränderungen im Dorf erlebten - tiefgreifend war.

Die Bilder des alten Nickenich sollen daher zeigen, wie es früher einmal war, besonders die älteren Mitbürger an manches erinnern und Information für die Jugend und Zugezogenen bieten. Mit diesem Büchlein ist auch keineswegs daran gedacht, eine lückenlose Fotodokumentation des Dorfes vorzulegen. Vielleicht wird sogar das eine oder andere Motiv vermißt, aber schließlich konnte nur ein kleiner Teil der von den Mitbürgern zur Verfügung gestellten Fotos verwendet werden; es wurden sicherlich auch manche sehenswerte Objekte zurückgehalten.

Der Text unter den Bildern soll nur einige Informationen zu diesen alten Bildern geben und die Aussage des jeweiligen Bildes erläutern. 'Nickenich in alten Ansichten' soll kein wissenschaftliches Werk sein, sondern lediglich eine Zusammenfassung gesammelter Fotografien.

Als Quellen standen mündliche Informationen aus der Bevölkerung und das Heimatbuch 'Nickenich in der Pellenz' von Dr. Carl Wilkes zur Verfügung.

Dank gilt all denjenigen, die uns durch die Überlassung Ihrer Fotos unterstützt haben.

1. Wir beginnen unseren Überblick 'Nickenich in alten Ansichten', wie es sich kurz vor der Jahrhundertwende zeigte, mit einer Ansicht aus westlicher Richtung, und zwarvon der 'Katerheek' her. In der Bildmitte steht die von dem kgl. preußischen Baumeister C.von Lassaulx von 1844 bis 1848 erbaute Pfarrkirche.

Der Turm der Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert, und zwar von der zweiten Kirchenanlage her. Neben dem Turm der alte Pfarrhof mit Wohnung aus dem Jahre 1754. Links im Bild erkennbar der Kartäuserhof mit Zehntscheune. Im Hintergrund rechts die sogenannte Olck, die sich heute in dieser Ansicht nicht mehr präsentiert, weil zwischenzeitlich hier Bims und Lava abgebaut werden.

Links der Kirschenberg, der seinen Namen von den dort befindlichen Kirschenkulturen hat.

2. Ortsansicht aus Süden.

Die Lithografie stammt vermutlich aus der Zeit gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts. Hinter dem Dorf der Hausberg mit Obstbäumen aller Art.

Die Obsternte diente seinerzeit überwiegend der Eigenversorgung der Familien, die grundsätzlich in dieser Zeit die Grundnahrungsmittel auf eigenen oder gepachteten Äckern erwirtschafteten.

Im Hintergrund der Nickenicher Hummerich. Er ist mit seinen 425 Metern die zweithöchste Erhebung der Laacher Berge in der Gemarkung.

Rechts im Bild ist der alte Steinbruch erkennbar; in ihm wurden vor hundert Jahren die Steine für den Bau der Kirche und anderer Gebäude gewonnen. Die Lithographie ist übrigens in der Darstellung seitenverkehrt gefaßt. Richtigerweise müßte der Hummerich und die Rausch rechts im Bild und der Steinbruch links erscheinen.

3. Eine weitere Ansicht des Ortes aus südlicher Sicht, auf der bereits eine erhebliche Erweiterung des Dorfes erkennbar ist.

Im Vordergrund ist hier bereits die Ortsrandlage 'unter der Wiese' (jetzt: Untere Wiesenstraße) auf der Nordseite, teilweise bebaut. Dies gilt auch für die Plaidter Straße, die vom Ortskern her in südlicher Richtung erschlossen wird. Die Plaidter Straße führt im Volksmund die Bezeichnung Rudsen. Diese Bezeichnung wird aus der Gewannenbezeichnung hergeleitet. Hier wurde nachgewiesenermaßen der Flachs geröstet.

Die Aufnahme entstand in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts.

4. Bliek vom Hausberg über Nickenich.

In der Bildmitte ist der Nickenicher Sattelberg mit dem Rabenbusch zu sehen. Der Rabenbusch und auch der Sattel sind heute nur noch als Lavabruch vorhanden. Die Erhebungen bestanden, unter einer Bimsschicht, voll aus Lava. Es handelt sich hier um eine nicht zum Ausbruch gekommene Eruption.

An den Südhängen der Erhebungen Rabenbusch und Sattelberg wurde bis in unser Jahrhundert hinein noch Wein angebaut, wovon Flurbezeichnungen dort heute noch Zeugnis geben.

5. Ein weiteres Panorama von Nickenich aus östlicher Sicht von der Olck her.

Links im Bild erkennt man den 'Erpoél' , die mundartliche Bezeichnung für den Distrikt 'auf'm Hinterweg' . Auch in diesem Gelände wurde zwischenzeitlich der Bims abgebaut und dasselbe 1960 als Baugelände erschlossen. Es ist hier eine Siedlung mit über fünfzig Eigenheimen entstanden, sie urnfaßt den Büschweg, die Römer-, Kelten- und Waldstraße. In diesem Gelände wurde bis zum Bimsabbau das traditionelle.Martinsfeuer abgebrannt.

Im Hintergrund der Aufnahme ist der 'Heidekopf' zu sehen. Dieser Berg ist mit 428 Metern die höchste Erhebung in der Gemarkung. Der Überlieferung nach soll sich auf dem Heidekopf eine frühkeltische Fluchtstätte, bestehend aus Erdwällen, Palisaden und anderen Verteidigungsanlagen, befunden haben.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek