Niebüll in alten Ansichten

Niebüll in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Schöne
Gemeente
:   Niebüll
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5570-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Niebüll in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Im Jahre 1986 feierte der jetzige Luftkurort Niebüll sein offizielles 550-jähriges Bestehen. Niebüll ist aus den zwei Dörfern Deezbüll und Niebüll zusammengewachsen. Per Abstimmung wurde dieser Zusammenschluß bereits 1920 beschlossen, jedoch erst dreißig Jahre später verwirklicht. Ebenfalls 1920, am 14. März, entschieden sich die Bürger in der großen Volksabstimmung gegen Dänemark und für Deutschland. Die ehemalige Kreisstadt Tandem jedoch war dänisch geworden, und Niebüll mußte nunmehr Kreisstadtfunktionen übernehmen. Dies konnte nur gelingen, weil Niebüll immer schon ein Ort mit zentralen Funktionen und fortschrittlicher Entwicklung in seiner frühen Geschichte gewesen war.

Die Zeit, die in diesem Buch mit Postkarten und Fotos dokumentiert wird, ist die Zeit zwischen 1880 und 1940. In diese Zeit fallen einige für die Entwicklung Niebülls wichtige Ereignisse.

1887 wurde Niebüll an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Das trug sehr zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung bei. Da nun leichter Straßenbaumaterial herangeschafft wer-

den konnte, wurden nach und nach die ehemaligen Sandwege zu besseren Grandwegen, die Hauptstraße wurde sogar gepflastert; daß es sich jedoch hierbei nicht um 'gute' Straßen handelt, ist auf einigen Karten gut erkennbar. Die Bautätigkeit war rege, es entstanden die ersten Häuser, die schon einen Vorgeschmack auf die kommende Bedeutung des Ortes zeigten. Hierzu gehören das Turmhaus in der Deezbüller Straße (vgl. Bild Nr. 70), die Friesenburg in der Koogsreihe (Bild Nr. 76), der Bökingharder Hof (Bild Nr. 36), Villa Lene im Westersteig und das königliche Arntsgericht (Bild Nr. 36), das Anfang der siebziger Jahre abgerissen wurde. Etwas zurückgesetzt entstand das neue NiebülIer Rathaus und der Rathausplatz konnte vergrößert werden. 1925 konnte die Friedrich-Paulsen-Schule eingeweiht werden, das Katasteramt wurde 1929 erbaut. Im selben Jahr konnte auch das Niebüller Kreiskrankenhaus, das heutige Alten- und Pflegeheim, seiner Bestimmung übergeben werden.

Dieses Buch soll aber auch einen Einblick gewähren in das Innere der Häuser (vgl. die Bilder Nr. 28 und 58). Viele

Niebüller Straßen und Wege haben ihre Namen von bekannten Persönlichkeiten Niebülls und Deezbülls erhalten, zum Beispiel die Ingwer-Dethlefsen-Straße nach dem ersten Gemeindevorsteher Deezbülls Ingwer Dethlefsen, van 1893 bis 1909.

Seit dem Jahre 1906 belieferte die Niebüller Gasanstalt die Bürger mit dem zum Beleuchten und später auch zum Heizen notwendigen Gas. Seit dieser Zeit gab es in Niebüll eine - wenn auch vorerst spärliche - Straßenbeleuchtung. Niebüll-Deezbüll war und ist Heimat unzähliger Vereine. Einen Trachtenverein und eine friesische Volkstanzgruppe aus damaliger Zeit findet der Betrachter in Bild Nr. 43 und 49.

Zu den Inseln Föhr und Amrum gab es durch Fährverkehr und Kleinbahn (seit 1895) eine gute Verbindung; seit 1927 war die Insel Sylt durch den Hindenburgdamm mit dem Festland verbunden. Die Zugverbindung Harnburg-Niebüll-Westerland ist auch heute noch eine der wichtigsten Bahnstrecken des Landes. Niebüll erfüllt auch hier die Funktion eines Verkehrsknotenpunktes.

Heute ist es manchmal schwer zu rekonstruieren, wo einmal welche Friesenhäuser standen. Typische alte Häuser wurden abgerissen, um modernen Bauwerken Platz zu machen. Nur der Erinnerung alter Niebüller Bürger ist es zu verdanken, daß so manche Karte identifiziert werden konnte. Besonders möchte ich mich bei dieser Gelegenheit bei Frau Kirberg geb. Christiansen bedanken, die mir sehr viel geholfen hat, so zum Beispiel bei Bild Nr. 10!

Beim Betrachten der Karten fällt auf, daß es auch in Niebüll wie vielerorts reichlich Bäume und Büsche entlang den Straßen und Wegen gab. Einige der gezeigten Karten dokumentieren diese grüne Vielfalt deutlich. In späteren Jahren mußten die Bäume dann den breiter werdenden Straßen weichen. Die damit erlittenen Verluste sind den Menschen heute so klar wie nie zuvor und im heutigen Niebüll sind die Bemühungen klar erkennbar, den Ort wieder grün und blühend zu gestalten.

So hoffe ich, mit dieser Auswahl an Karten und Fotos dem heimisehen wie dem fremden Betrachter einen Einblick in eine frühe Zeit unseres Heimatortes geben zu können.

1. Das Bahnhofsgebäude von den 'Bahnsteigen' aus gesehen. Das Bild wurde um 1900 aufgenommen.

2. Hier wird ebenfalls das Bahnhofsgebäude von den jetzt teilweise gemauerten Bahnsteigen gezeigt. Ein Teil des Bahnhofsgebäudes wurde inzwischen aufgestockt, so daß der Ortsname Niebüll an der Stirnwand verschwand.

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3. Bliek auf den Staatsbahnhof im Hintergrund. Rechts sehen wir das Bahnhofshotel und links ein Gebäude der NVAG. Das Bild wurde um 1900 aufgenommen.

4. Das rechte Hauptbild zeigt wiederum das Bahnhofsgebäude mit Bahnbeamten um die Jahrhundertwende. Links oben sehen wir die Bürgerschule.

5. Das Bahnhofsgebäude von der Straße aus gesehen. Das Bild wurde ca. 1935-1940 aufgenommen. Rechts kann man ein Kabriolett der damaligen Zeit erkennen.

6. Das Bahnhofshotel hat einen neuen Besitzer mit Namen Hugo Weck. Das Bild wurde um 1925 aufgenommen.

7. Hier sehen wir das ehemalige Postgebäude und die heutige Bahnmeisterei. Wo heute Parkplätze sind, wurden vor etwa sechzig Jahren Bäume gepflanzt.

8. Wenn wir aus der Bahnhofstraße (Bild 7) am Ende links abbiegen, kommen wir in die Gather Landstraße, früher Dorfstraße des Ortes Niebüll. Im Hintergrund sehen wir die ehemalige Bäckerei lensen, das vordere Friesenhaus mußte einem Neubau weichen.

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