Nossen in alten Ansichten Band 2

Nossen in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Klaus Bartusch
Gemeente
:   Nossen
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6664-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Nossen in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  >  |  >>

Einleitung

Einen kräftigen Ruck in der Entwicklung Nossens gab es unter Bürgermeister Dr. Eberle (1 898 -1 91 9), der durch seine weitsichtigen Entscheidungen besteVoraussetzungen für die Stadtentwicklung schuf Von den damaligen Stadtvätern wurden seine Ideen nicht immer wohlwollend aufgenommen. So wirft ihm 1909 O. Putzger nicht geringe Selbstüberschätzung und 'jugendliche Impulsivität' vor. Er kritisiert auch unter anderem den Kauf des Rodigtberges und der Rittergutsfelder Augustusberg, den Standort der neuen Schule und der Post, sogar die Gründung des Giroverbandes. Hätte die Zeit, die die Gründung des Verbandes beenspruchte, nicht im Interesse der Steuerzahler eine bessere Verwendung finden können? und Sollte für den kleinen Geschäftsmann der Giroverkehr wirklich von groBem Nutzen sein?, wird angefragt. Heute können wir Dr. Eberle für seine Weitsicht danken. Nossen ehrt ihn unter anderem durch die nach ihm benannte Mittelschule und eine Straße im NeubaugebietAugustusberg, sowie Ehrentafeln am Rathaus und in der Sparkasse. Die Dr. Eberle folgenden Bürgermeister waren: 1919-1945 Dr. K. Schenk; 1945-1946 Dr. K. Schwarze; 1946-1947 K. Ullrich; 1947-1948 K. Möckel; 1948-1950

K. Ullrich; 1950-1955 J. Naumann; 1955-1958 G. Kûhn: 1958-1961 G. Zurbuchen; 1961-1965 R. Clauß: 1965-1981 F. Pilz; 1981-1985 G. Krieg; 1985-1988 H.-J. Tillner und 19881990 G. Händel. Seit 1990 leitet, nun schon in der dritten Wahlperiode, Herr Hans Haubner mit viel Umsicht und Sach-

verständnis die Geschicke unserer Stadt,

Doch zunächst noch einmal zurûck zu den Ereignissen am Anfang des 20. [ahrhunderts. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges fiel in eine Zeit reicher Bautätigkeit. Das heute sogar im 'Handbuch der deutschen Kulturschätze' (Georg Dehio) aufgeführte Nossener Rathans konnte nicht ganz so gestaltet werden, wie

es durch Baumeister Wilhe1m Beck geplant war. So finden wir am Eingangsportal einfache glatte Säulen start der geplanten Figuren. Über 330 Männer aus Nassen und den umliegenden Gemeinden gaben während des Krieges 'ihr Leben für das Vaterland' - allein 111 Schüler des Lehrerseminars. Kriegs- und Nachkriegsjahre warfen auch unsere Stadt in ihrer Entwicklung weit zurück, fehlte es doch häufig an Nahrungsmitteln, Kleidung und Baumaterial. Die Menschen hungerten, 1923 wurden rund 75 Prozent der Schulkinder als unterernährt eingestuft. Viele kleine Betriebe gingen bankrott, die Zahl der Arbeitslosen nahm ständig zu. Waren 192 7 im Arbeitsamt Nassen 975 Erwerbslose gemeldet. stieg die Zahl in nur fünf [ahren auf 2 367 Personen. wovon rund 1 000 auf Zahlungen der 'Wohlfahrt' angewiesen waren. Durch den 1935 begonnenen Bau

der Reichsautobahn (A4) und der Einführung des Arbeitsdienstes änderte sich diese Situation grundlegend, sodass 1936 nur noch 382 Arbeitslose gezählt wurden. Augustusberg und Zella gehören nun zur Stadt, deren Flur sich 1936 über rund

825 ha (357 ha Stadteigentum) erstreckte. Leider wurde diese positive Entwicklung 1941 durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges jäh unterbrochen. Der sinnlose Hitlerkrieg hat auch in Nossen viele Menschenleben ausgelöscht, so waren 1945 fast 260 Wehrmachtsangehörige als 'Kriegsverluste' gemeldet. Dazu müssen noch die nicht erfassten Vermissten und getöteten Zivilpersonen gezählt werden. Am 6. Mai 1945 stürmte die Rote Armee von Rhäsa kommend unsere Stadt. Eine SS-Batterie am Krankenhaus, Maschinengewehrstellungen, Straßensperren, Volkssturm und Brückensprengungen (Pöppelmann- und Eisenbahnbrücke) konnten sie nicht aufhalten. 1945 leitete Hauptmann Kaschube als erster Stadtkommandant die Geschicke unserer Stadt. Die Kommandantur war zunächst in Räumen des damaligen Kaufhaus Herde (Konsum Kaufhaus, heute Autohaus Hertrampf), später im Finanzamt (Landwirtschaftliche Berufsschule, Sonderschule, heute Privatschule Schindele) untergebracht. Es fehlte an allen Ecken und Kanten. Karge Lebensmittelzuteilungen, Stromsperren, fehlende Kohlen und immer noch Angst bestimmten das tägliche Leben. Das Krankenhaus war hoffnungslos überfüllt. Patienten aus MeiBen wurden im Seminar untergebracht, im Gasthof Augustusberg, in dem sich bereits seit 1943 ein Ausweichkrankenhaus befand, ein sowjetisches Lazarett eingerichtet. 1948 lebten in der Stadt - noch ohne Eula und Deutschenbora - 9 122 Einwohner, davon waren rund 30 Prozent Umsiedler. 1946 erfolgte der Umzug Kranker und Pflegebedürftiger aus der ehemaligen Waagenfabrik Wagner in die Schule Augustusberg. Daraus entstand das erste Altersheim für Nossen. 1949 wurde auf dem

Leiseberg eine Landambulanz mit Röntgenabteilung, Mütterberatung, Hygienestützpunkt und Bäderabteilung eingerichtet. 1948 erfolgte die Gründung der Pionierorganisation, ab 1950 gab es die warme Schulspeisung für 1 DM (wöchentlich).

1 952/53 schlossen sich die Grundschulen Eula und Rhäsa dem Grundschulkombinat Nossen an, und die bei zahlreichen Schülern beliebte 'TS' (Technische Station) wurde eingerichtet. 1954, die ehemalige Oberschule (Seminar) war jetzt Institut für Lehrerbildung, erhielt das Grundschulkombinat einen Oberschulzweig, der zumAbitur führte (bis 1965). 1955 richtete die Stadt eine Kinderkrippe für die Betreuung der Kleinsten ein. Der Polytechnische Unterricht (UTP), wurde 1959 eingeführt. Erinnern möchte ich noch an einige für unsere Stadt wichtige Ereignisse nach Kriegsende: Bereits 1945 konnte das Heimatmuseum wieder eröffnet werden. 1949 bezog die Berufsschule ihr eigenes Gebäude auf der Waldheimer Straße 28 (Privatschule Schindele), 1952 wurde die Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) 'Einheit' , als erste ihrer Art im Kreis gegründet, 1960 konnte Nossen eine 'vollgenossenschaftliche' Landwirtschaft (LPG) melden. Im Iahre des Heimatfestes 1956 war die Deutsche Reichsbahn der größte Arbeitgeber der Stadt, aber auch die Zentralstelle für Sortenwesen, dasVolkseigene Gut (VEG), PGH, LPG, Papierfabrik, 'Eppendorfer Bekleidungsfabrik' ,Druckerei, 'Oschatzer Waagenfabrik' , 'Ziegelwerke MeiBen', Klostermühle, Lederfabriken, Puppenfabrik und weitere Betriebe boten reichlich Arbeitsplätze.

1 Blick von 'Römers Wiese' (Parkplatz) auf die Schule mit dem Gerätehaus der Feuerwehr, etwa 1910.

Links sieht man die Häuser der heutigen FriedrichLisr-Straße (Obere Bahnhofstraße ), die steil hinunter zum Bahnhof führt. Hier, fast im Stadtzentrum, wollen wir unseren Rundgang starten.

Vorher möchte ich aber noch allen ganz herzlich danken, die mir bei der Zusammenstellung des zweiten Bandes von 'Nassen in alten Ansichten' halfen. Außer den bereits im ersten Teil aufgeführten Personen und Institutionen, möchte ich für die Unterstützung dem ehemaligen Leiter des Heimatmuseums, Herrn Naumann, den Nossener Familien Dobeleit, Starke,

Böhme, Schmieder, Gauernack, Thäter, Hannß, Demmig und Thiele, den Nossenerinnen Frau Richter, Frau Schönherr, Frau Knüpfer und zahlreichen ungenannten Heirnatfreunden danken. Ein ganz besonderes Dankeschön an

noffen

meine 86-jährige Mutter Margarete Bartusch, deren Erinnerungen für mich wertvolle Hinweise ergaben, und an Frau Ulo Gruenberg (geb. Busch), die mir aus dem fernen Kalifornien Bildmaterial schickte. Dank auch an

meinen Bruder Christian und an Dr. Roland Woite für die Durchsicht des Manuskripts und an meine Frau Herta für das meiner Arbeit entgegengebrachte Verständnis.

bere BaIJn!)o'ftratle BfirgerfdJule un~ Turnhalle

2 Etwa 1950, Kettenkarussell während eines Iahrrnarktes auf''Römers Wiese'. (Bliek auf Grüner Weg / Freiberger Straße). Älteren Nossenern ist diese Bezeichnung für den heutigen Parkplatz am Grünen Weg sicher noch geläufig. Neben einigen Gärten hatte man während des Zweiten Weltkrieges einen zusätzlichen Löschwasserteich angelegt, damit bei 24- erwartenden Bombenangriffen auf das Stadtzentrum ausreichend Löschwasser zur Verfügung stand. Nach dem Krieg wurde der Teich wieder verfüllt und der ihn umgebende Zaun abgerissen. Viele Iahre nutzte die Schule Teile des Platzes

für den Sportunterricht, besonders für Ballspiele, Lauf- und Sprungübungen, ehe dann die wegen

des langen Anmarsches bei Lehrern und Schülern nicht gerade beliebte Anlage auf dem Steinbusch geschaffen wurde. Zu Frühjahrs-, Herbst-, und Heimatfesten bauten die Schausteller ihre Geschäfte

hier auf. Kahnschaukel, Kettenkarussell, 'ReitschuIe' und Riesenrad loekten besonders die Kinder und Jugendlichen für 1 ° oder 20 Pfennige. Nach dem Bau des neuen Gerätehauses der Feuerwehr im jahre

1977/78 erfuhr auch 'Römers Wiese' eine völlig neue Gestaltung, als rûckwärtige Ausfahrt für die Fahrzeuge der Wehr und später als Park- und Spielplatz.

3 Gebäude des Stadtgutes 1930.

Das ehemalige Stadtgut auf der Freiberger Straße 19 wurde bereits 1653 durch die Stadt an Nossener Bürger verkauft, aber danach noch einige Iahre landwirtschaftlich genutzt. Zwanzig Iahre lang, von 1720 bis 1740, befand sich in dem Gelände auch die Posthalterei unserer Stadt. 1896 wurde dann der landwirtschaftliche Gutsbetrieb endgültig aufgegeben und die Gebäude als Wohnungen, Werkstätten und Schuppen genutzt. Zurzeit der Aufnahme

hatte sich im linken Gebäudeteil Tischlermeister Oettrich seine Werkstatt eingerichtet, und daneben befand sich eine Reparaturwerkstatt für Kraftfahrzeuge. Einige Iahre betrieb auch Bürsten- und Besen-

bindermeister Reinsberg hier sein Handwerk. Heute befinden sich in den alten Gemäuern gemütliche Wohnungen und zahlreiche Garagen. Die mehrmals erneuerte ehemalige große Toreinfahrt kann

man noch heute von der Freiberger Straße aus erkennen. Im Schlussstein ist die Jahreszahl1825 eingearbeitet, aber sicher sind einige Gebäudeteile noch wesentlich älter. Unmittelbar am ehemaligen Stadt-

gutgelände mündet stadtauswärts die Steinbuschstraße in die Freiberger Straße. Ein Fußweg führt nach wenigen Metern zum Steinbusch und dem Wohngebiet Augustusberg.

4 Nossener Markttag um 1915.

Am Anfang des 2a.Jahrhunderts erstreckte sich das Wochenmarktgeschehen vom eigentlichen Marktplatz bis an den Anfang der Freiberger Straße hinauf, von der wir uns jetzt dem Zentrum nähern. Der Fotograf hat seinen Standpunkt hinter dem Rathaus mit Blickrichtung von der Freiberger Straße über den Marktplatz zur Kirche gewählt. Im Vordergrund rechts bietet Herr Lorenz ('Topp-Lorenz') seine Töpfe, Kannen und die vielen anderen Steingutgefäße an, Die Waren mussten damals noch mit dem Handwagen vom eigentlichen Geschäft auf der Waldheimer Straße 58 (viele Iahre als 'Sportkonsum' bekannt, jetzt Ing.Büro für Vermessung Sven

Gröber) zum Wochenmarkt transportiert werden. Lorenzens bedienten unter anderem auch Märkte in anderen Städten, sogar in Dresden, wofür dann die Ware mit dem Handwagen zum nahen

Nossener Bahnhof und dann wieder vom Zielbahnhof zum eigentlichen Markt transportiert werden musste. Heute wäre das auf dem Bild dargestellte Markttreiben gar nicht mehr denkbar, denn

gerade auf dieserTrasse schneidet die stark befahrene Bundesstraße 1 a 1 das Stadtzentrum. An der Stelle derTopfstände befindet sich heute ein kleiner Kurzzeitparkplatz.

5 Blick über den Markt zum Gebäude der ersten Ratsstube um 1880.

Links erkennt man gerade noch das Hotel 'Stadt Dresden' , daneben die Apotheke, am rechten Bildrand, vor dern Steinbusch, das Löwesche Grundstück.

Im Iahre 1883 erwarb der Stadtrat dieses Grundstück für Bürgermeisteramt, Ratsexpedition und Stadtsparkasse. Der Bürgermeister erhielt ein eigenes Arbeitszimmer, denn bisher hatte er alle Amtsgeschäfte in seinem Privathaus erledigt. Zur Ausgestaltung dieses Bürgermeisterzimmers bestelite die Verwaltung bei einem Tapezierer ein sogenanntes 'Herrenzimmer' mit Schreibtisch, Aktenschrank, Beratungstisch, Stühlen und einem Kanapee. Nach der Lieferung begutachteten die

Stadträte dieses Arbeitszimmer und waren entsetzt über diese Verschwendung, vor allem jedoch über das Kanapee. Mit den Worten Wenn der Bürgermeister aufs Rathaus geht, soll er arbeiten und nicht schlafen,

lehnten sie die Aufstellung dieses Prachtstückes ab. Es musste verkauft werden. Der Wirt der gegenüberliegenden Gaststätte 'Zum Anker' kaufte es der Stadt ab und machte damit ein gutes Geschäft. Ieder sei-

ner Gäste durfte für einen Abend auf dem Bürgermeisterkanapee sitzen, wenn er einen Groschen bezahlte.

6 Seit der Gründung der Buchhandlung und Buchdruckerei durch Karl Wernerim]ahre 1895 befindet sich das Gebäude am Markt 23 in Familienbesitz. Zeitweise wurden Teile des Hauses als 'Mahnscher Saal' , 'Thüringer Hof' , Zentral-Theater, dann als Lichtspieltheater Astoria genutzt. Ältere Bürger können sich sicher noch an Herrn Schreier, den Betreiber des Astoria, erinnern, der immer noch einen 'Notsitz' bereit hielt, wenn das Kino wieder einmal übervoll war. Nachdem die Schwiegertochter des Firmengründers, Frau Susanne Werner, 1966 das Geschäft aufgab, richtete die Handelsorganisation (HO) ein Radiound Elektrowarengeschäft ein, nebenan das Süßwaren- und danach Delikat-

geschäft. Der später als Lagerraum der HO genutzte Kinosaal befand sich in einem der Berggasse zugewandten Gebäudeteil, man musste also bei einem Kinobesuch erst den Hausflur und dann einen kleinen Innenhof durchqueren. Erst vor wenigen Monaten übergab Frau Ursula Thäter (geb. Wemer) ihren 1991 gegründeten Schreibund Büroshop an ihren Sohn Carsten, einen Urenkel des Firmengründers. Die Urenkelin, Frau Carina Thäter, betreibt daneben - hier im Bild noch 'Grünwaren-Geschäft' von Max Koch - ihren QuelleShop.

7 Erste Nossener Markthalle etwa 1910.

Von 1814 bis 1885 befand sich in dem Gebäude Nossens Poststation mit dem ersten Briefkasten der Stadt. Anna und Emil Adler, eine Gärtnerfamilie aus Coswig, erwarben 1907 das Grundstück am Markt 42 und richtete hier die

'1. Nossner Markthalle' ein. Die große geöffnete Durchfahrt stammt noch aus der Zeit vor reichlich 150 jahren, wo noch jedes Grundstück am Markt Wirtschafts- und Stallgebäude im Hofhinter dem Wohnhaus hatte. Die Scheune lag meist außerhalb der Stadt, aber pferd und Wagen mussten ja vom Markt aus in die dahinter liegenden Ställe und Schuppen gelangen. Das Geschäft Anna Adlers war eine 'Niederlage von Kai-

ser's Kaffee-Geschäft' und bot unter anderem 'Muldenperle ' (eine Margarine) und Milka-Schokolade in der Reklame an. Anfang der dreißiger Iahre übernahm Rudolf Adler die Markthalle. die er 1 955 an

Sohn Heinz ('Adler-Heini') und Schwiegertochter Elfriede übergab. Seit 1996 führt nun bereits in der vierten Generation deren Sohn Uwe das traditionsreiche Gemüse- und Lebensmittelgeschäft, wo

man auch selteneres und immer frisches Gemüse und schmackhaftes Obst bekommen kann. Links neben der Toreinfahrt betreibt Ulrike Adler, eine Schwiegertochter, ihr Reisebüro.

8 Die Firma Hermann Dürfeldt im [ahre 1911, das älteste Nossener Geschäft für Eisenwaren und seit 1836 in Familienbesitz.

Firmengründer Je. Hermann Dürfeldt verkaufte seine Waren zunächst in gemieteten Läden, ehe er 1842 das heutige Grundstück - damals zwischen dem Wagner'schen Gasthof (Café am Markt) und dem Schmied Uhlemann (Schlecker) gelegenerwarb. Außer den üblichen Eisen- und Haushaltswaren konnte man auch noch Lumpen, Knochen und Altmetalle im Geschäft ver- bzw. einkaufen. 1 882 übernahm sein Sohn Carl Otto Dürfeldt die Firma. Er führte umfangreiche Umbauten am Wohnhaus durch, 1910 ließ er ein zweites Stockwerk aufsetzen. Von 1919

bis 1 93 9 führte Carl Hermann Dürfeldt das Geschäft nun bereits in der dritten Generation. Sein Sohn Karl Hermann wurde schon in den ersten Kriegstagen eingezogen, sodass das Unternehmen bis 1955 unter dem Pächter Fritz Sachse weitergeführt wurde, ehe es Karl Hermann Dürfeldt - nach seinem Tode 1974 seine Ehefrau und Sohn Hermann Bernd - übernahm. Seit 1986 führt Bernd Dürfeldt, der auch derVorsitzende des Gewerbevereins 'Nessen erleben' ist, erfolgreich das Geschäft am Markt 20 bereits in der fünften Generation, seit 1991 zusammen rnit seinem Bruder Klaus Peter.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek