Olbernhau in alten Ansichten

Olbernhau in alten Ansichten

Auteur
:   Paul Roder
Gemeente
:   Olbernhau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5239-6
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Olbernhau in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Olbernau - mit etwa 12 000 Einwohnern eine kleine Stadt - wird gern Stadt der sieben Täler genannt, nämlich die Flöha mit ihren Nebenflüssen und Bächen Schweinitz, Natzschung, Dörfelbach, Rungstockbach auf der linken Seite und dazu rechts der Bärenbach und die Biela. Jedes dieser Täler hat seine besonderen Eigenheiten. Im langen Talkessel, der sich am Ortsausgang von Blumenau plötzlich verengt, breitet sich die Stadt mit ihren Ortsteilen aus und schließt ihre Nachbarorte Rothenthai, Hallbach und Blumenau sehr harmonisch ein.

Die landschaftlich reizvolle Lage der Stadt, die sich in 13 km Länge und 4 km Breite ausdehnt, wird schon in vergangenen Jahren lobend erwähnt. Die Talsohle (450 m hoch) und die links und rechts aufsteigenden Höhen (100-200 m) gestalten das Landschaftsbild abwechslungsreich. Sie tragen auf ihrem Rücken weit ausgreifende Laub- und Nadelwälder. Olbernhau wurde das Tor der erzgebirgischen Spielzeugwinkel genannt. In normalen Zeiten ist das Tal und seine Umgebung wirtschaftlich und kulturell bewegt und wurde zu einem beliebten Ausgangspunkt beeindruckender Wanderungen in das Schwartenberggebiet und in die Grenzlandschaft nach Böhmen zu.

1. Um 1850 machte der Ort durch das Rittergut einen betont ländlichen Eindruck. Die Landarbeiter im Vordergrund sind in der Ernte tätig mit einfachen Geräten. Gebäude der Schäferei sind rechts im Bild zu sehen, die Töpfergasse ist nur angedeutet. Die gesamte rechte Seite der Aue ist dünn besiedelt. Links der Flöha erhebt sich, die Bildrnitte betonend, der Kirchturm. Ein Gebäudekomplex umgibt ihn. Dort ist auch das Rittergut zu erkennen. Der Bliek geht nach Blumenau weiter, das sich an den linken Flöhahängen hinzieht.

2. Die einst so bekannte Pappelallee ist nur noch andeutungsweise zu sehen (heute Rudolf-BreitscheidStraße). Die Saydaer Straße nach dem Wald zu ist, noch nicht mit Bäumen bepflanzt, kahl anzusehen. Die 1868 erbaute Schule, die sogenannte Alte Schule, ist schon erbaut. Da der Bahnhof seine Aufgaben übernommen hat, läßt sich daraus schließen, daß die Ansichtskarte um 1880 entstanden sein muß.

3. Der Olbernhauer Marktplatz um 1840 an normalen Tagen im Gegensatz zu den stark besuchten Markttagen. Im Hintergrund münden drei wichtige Straßen in den Platz ein: rechts die Albertstraße, links die Grünthaler Straße und die Marktstraße, die linke Seite ist mit Fachwerkhäusern besetzt. Die Königseiche in der Bildmitte (1818) hat sich schon zu einem kräftigen Baum entwickelt. An dem Platz des heutigen Springbrunnens ist eine Wasserentnahmestelle zu sehen.

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4. Das Rathaus von Olbernhau wurde 1908 zunächst als Gasthaus 'Kegelschmiede' eingeweiht und danach zum Rathaus umgewandelt. Durch den Abriß der alten 'Kegelschrniede' wurde dem Neubau Platz geschaffen. 1911 wurde an das neue Rathaus das Gebäude der Krankenkasse angeschlossen. Hier sehen wir das gesamte Rathans um 1913 an der Grünthaler Straße. Das alte Rathaus konnte geräumt werden. Es befand sich an der Grünthaler Straße - im heutigen Diäthaus, das räumlich bei dem Wachstum der Stadt nicht mehr ausreichend war.

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5. Die einstige Ortsschule wurde 1868 in den Neubau an der Grünthaler Straße verlegt. Den frei gewordenen Platz am Markt nahm 1878 die neue Apotheke ein. Die bisherige Apotheke stand im Mühlgäßchen am Steg.

6. Das Ortszentrum von Olbernhau bildeten das Rittergut, die Kirche und die Schule. Die Gebäude ganz links im Bild gehörten zum Rittergut. Das Gemälde mit zwei Landsknechten lud zur Einkehr im Tunnel (aueh hier in der 'Altdeutschen' lustige Gemälde) ein.

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7. Der Innenraum des sogenannten Tunnels der Gerichtsschänke war wie die Wände an der Eingangstür mit Gemälden des Münchener Malers Sommer geschmückt. Am meisten sprach die Gerichtsverhandlung an. Darunter stand der Spruch: Wist's Geld sparn, darfts net auf de Weibsen schau'n, I Ober erscht recht net dem Gericht oder' Tl A fegatten trau '11.

8. Die Stadtkirche Olbernhau, erbaut 1590, 1639 durch die Schweden niedergebrannt, 1648 wieder errichtet. Die Grundmauern vom Jahre 1590 blieben. Die Kirche schließt den ursprünglich dörflichen Marktplatz architektonisch in gelungener Weise ab. Von besonderem Reiz ist die Anordnung der Freitreppe zum Turmaufgang. Der Turm wurde 1790 in der heutigen Form eingeweiht. Er war durch Blitzschlag zerstört worden. Sehr interessant ist auch die Holzkonstruktion des Kirchendaches, die 13,5 m breite Decke des Kirchenschiffes wird überspannt, dabei die Decke korbartig abgewölbt. Die Wölbung ist abgeputzt. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1790. Sie wurde nach der Zerstörung des Kirchturmes 1790 von einem Schüler Silbermanns, Kayser aus Augustusburg, neu errichtet und fand ihren Platz an der heutigen Stelle, nachdem sie sich vordem über dem Altar befunden hatte. Das gesamte Kirchengebäude muß gerade zu seinem 400. Entstehungsjubiläum unter schwierigen Bedingungen erneuert werden.

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