Oldenburg in Holstein in alten Ansichten Band 1

Oldenburg in Holstein in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hermann Stengel
Gemeente
:   Oldenburg in Holstein
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1377-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oldenburg in Holstein in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Das Buch 'Oldenburg in Holstein in alten Ansichten' soll den lieben Alten im allgemeinen und den betagten Oldenburgern im besonderen eine Freude bereiten. Die aus anderen Gegenden stammenden Mitbürger soll es an vielleicht ähnliche Motive vergangener Zeiten in ihrer Heimat erinnern, und andererseits werden die gebürtigen Oldenburger und diejenigen, die schon viele Jahre in Oldenburg ansässig sind, in diesem Buch Bilder vorfinden aus dem vorigen und dem Anfang des laufenden Jahrhunderts mit Straßen, Plätzen und Personen, die sie aus eigenem Erleben noch aus früheren Jahren kennen. Aber nicht nur die alten Oldenburger sollen in einer stillen Stunde an diesen Bildern ihre Freude haben, sondern auch die jüngere Generation, die das frühere Oldenburg nicht mehr selbst kennengelernt hat, und nicht zuletzt natürlich die inzwischen neu hinzugekommenen Bürger der tausendjährigen Stadt am Oldenburger Graben.

Sie alle, zu denen noch die ungezählten fremden

Badegästen kommen, die alljährlich im Sommer ringsum in unserer Gegend Erholung suchen, müssen wissen, daß Oldenburg im frühen Mittelalter Sitz mächtiger wendischer Fürsten und in der Mitte des zwölften Jahrhunderts, zur Zeit Heinrichs des Löwen, Hauptort eines bedeutenden Bistums war. Die Bischöfe Vicelin, den man auch den Apostel der Wenden nennt, und sein Nachfolger Gerold, auf die die Erbauung der heutigen St. Johanniskirche zurückgeht, werden hier nach wie vor in Ehren gehalten. Kriege, Aufstände, Feuersbrünste und Sturmfluten sind über unser Land hinweggegangen, aber Oldenburg hat alles überstanden. Es hat fürwahr eine stolze geschichtliche Vergangenheit. Aber auch die Vergangenheit im vorigen Jahrhundert und im ersten Viertel dieses Jahrhunderts, von der diese Bilder etwas erzählen, ist keineswegs eine schlechte gewesen. Auch sie hatte, von gewissen Dingen abgesehen, ihre Reize. Aber das Leben und die Zustände im früheren Oldenburg sind nur noch Erinnerung.

In Erinnerung aber sind den alten Oldenburgern auch noch einige ihrer originellen Zeitgenossen, wie zum Beispiel Ausrufer Knoop, Plünnsammler Smuda, Luwi Gröl, Mutter Bargholz und wie sie alle heißen, die seinerzeit zum Bild der Stadt gehörten und in der Erinnerung als mehr oder weniger liebenswerte Menschen durch Jahrzehnte weiterleben.

Möchten alle, die sich in Gedanken und Erzählungen mit Oldenburg beschäftigen, stets dessen eingedenk sein, daß es zwar nach dem Mittelalter ein stilles, unbeachtetes Dasein führte , sich in neuerer Zeit aber anschickt, eine moderne, lebhafte Stadt zu werden. So gibt es hier jetzt ein ausgedehntes Freizeitgebiet mit großen, durch mannigfache Wasservögel belebte Seen, schöne neue Spazierwege, Kinderspielplätze, mehrere Kindergärten, ein Vogelschutzgebiet, ein großes Sport- und Kulturzentrum, moderne Schulen und eine leistungsfähige Gastronomie und Geschäftswelt. Nicht zuletzt hat es ganz in seiner Nähe die schöne blaue See mit dem vielgepriesenen Ostseebad

Weissenhäuserstrand, und zudem hat es den großen Vorteil, daß es von zahlreichen anderen Badeorten umgeben ist, die nicht weit von Oldenburg entfernt sind. Leicht erreichbar sind über die Vogelfluglinie und über die Ostsee auch unsere Nachbarn im europäischen Norden.

Diese Zeilen sollen nicht abgeschlossen werden ohne ein Wort des Dankes an jene Heimatfreunde, die durch die Zurverfügungstellung von Bildern zur Ausgestaltung des Buches beigetragen haben. Mein besonderer Dank gebührt in diesem Zusammenhang dem Grafilcer Hans-Heinrich Path. Wir beide haben bei bekannten alten Oldenburgern auch schon eine Reihe Tonbandaufnahmen gemacht und auf diese Weise deren Stimmen und Erzählungen über Zustände und Begebenheiten im früheren Oldenburg auf hoffentlich recht lange Zeit der Nachwelt erhalten.

Möge auch diesem Büchlein ein langes Leben beschieden sein.

Oldenburq, J{olst.

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1. Die geschichtlichen Annalen berichten,daß nach der Abwanderung der Germanen die slavischen Wenden mehrere Jahrhunderte in unserem Raum ansässig waren und auf dem Wall, den man hier sieht, ihre Königsburg hatten. Die Wenden sagten 'Starigard' zu Oldenburg. Des bedeutet 'Alte Burg'. Hieraus wurde dann der Name Oldenburg. Der Wall war vor und nach der letzten Jahrhundertwende eine Ackerf1äche, gehörte dem Gute Kuhof und wurde 1911 parzelliert. Seitdem befindet er sich im Privatbesitz, wird zum Teil bewohnt, hauptsächlich jedoch gärtnerisch genutzt. Die Aufnahme stammt aus der Zeit vor der Parzellierung.

2. Der romantisch veranlagte Rentner Franz Klöris schuf sich nach der Parzellierung des Walles auf dem Südwestabhang dieses historischen Bodens obigen Felsenbau. Er fügte mit seiner eigenen Hände Arbeit Steinklotz auf Steinklotz, welche Oldenburger Fuhrwerksbesitzer ihm zum Wall transportiert hatten. Die Klörisburg, in der sein Erbauer bis zu seinem Tode 1930 als Einsiedler lebte und sich wohlfühlte, gehört heute der Stadt. Sie diente lange Zeit der Betreuungsarbeit für Jugendliche.

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OLDENBURG IN HOLSTEIN FlUS 700 m HÖHE

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3. 'Oldenburg in Holstein aus 700 m Höhe' ist diese Ansichtskarte betitelt. Aus der Beschriftung der Karte ist zu sehen, daß der Fotograf die Aufnahme aus einem Ballon gemacht hat, der sich auf dem Flug von Berlin nach Jütland befand. Auf dem Wall sind deutlich die Ringwälle zu erkennen, die einst der Befestigung der Burganlage dienten. Die Lankenkoppel zwischen Stadt und Eisenbahn ist noch unbebaut. Auch an der Hoheluftstraße und am Mühlenweg sieht man nur vereinzelt Gebäude. Im Vordergrund links der Kuhof. Der Karte stammt aus dem Jahre 1908.

Olaenburg i. }{.

4. Auf dem Wall gibt es seit vielen Jahren die beiden hier zu sehenden Fußwege, von denen der linke in die Priesterwiese, der rechte am früheren Knees'schen Grundstück vorbei in die Burgtorstraße führt. Der alte Vater Knees wußte interessante Einzelheiten aus der Vergangenheit Oldenburgs zu berichten, sodaß wißbegierige Menschen ihm gern zuhörten. Er erzählte ihnen auch, daß in der Zeit,da es hier noch keine Eisenbahn und keine Autos gab, die Oldenburger Fuhrleute mit Pferd und Wagen die benötigten Waren für die hiesigen Geschäftsleute aus Kiel, Lübeck oder sogar aus Hamburg holen mußten.

S. Eine Aufnahme vom Oldenburger Wall, als dieser noch Kuhöfer Ackerland war. Rechts die Kirhe, Die Priesterwiese ist noch ein Weiderevier. 1911 ging der Wall in Privatbesitz über.

6. Nach der im zweiten Jahrzehnt erfolgten Umgestaltung von St. Johannis hat die evangelische Kirche ein ansprechenderes Aussehen als auf dieser Neujahrskarte von 1899. Der 1922 zum Gedenken der Gefallenen des Ersten Weltkrieges aus dem Oldenburger Raum errichtete Ehrenhain fehlt naturgemäß noch auf diesem Bild. Der Hain mit seinen vielen großen Felsen ziert seit über einem halben Jahrhundert den hier noch freien Aufgang zum Portal der westlichen Turmseite des alten Gerolddomes, der der erste sakrale Backsteinbau des deutschen Nordens und somit eine bauliche Kostbarkeit ist.

7. Karl Hollensteiner war Hauptpastor in Oldenburg seit 1876 und Propst der Propstei Oldenburg seit 1906. Er amtierte bis Ende September 1915. Hier die Merkmale seiner Tätigkeit: Einrichtung einer Diakonissenanstalt, Förderung des Krankenhausbaues und des Schulwesens, Herausgabe der Oldenburger Chronik und anderer Schriften, Eröffnung einer Kindervolksküche und einer Volksbücherei, Umbau der Kirche und Einrichtung des Neuen Friedhofes, auf dem Hollensteiner, der 1917 starb, begraben liegt. Amtsbruder Hollensteiners war Pastor Boje, sein Nachfolger als Hauptpastor Pastor Feldhusen.

8. Viele Generationen der Oldenburger hatten zu 'Großvaters Zeiten' ihre Freude an diesem schönen Bild eines Teiles der Oldenburger Altstadt. Das rechte Stück der Priesterwiese im Vordergrund ist seit Jahren ein Sport- und Spielplatz. Der linke Teil ist seit Jahrzehnten aufgeforstet. Unterhalb des Turmes erkennt man das Pastorat Johannisstraße, in dem von 1879 bis 1914 Pastor August Boje seinen Sitz hatte. Das helle Haus im rechten Drittel der Aufnahme beherbergte um diese Zeit die Wohnung und die Knabenklasse von Rektor Mahrt.

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