Oranienburg in alten Ansichten Band 1

Oranienburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hans Biereigel
Gemeente
:   Oranienburg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5151-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oranienburg in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Auf einigen etwas höher gelegenen Talsandstreifen im weiten Urstromtal der Havel könnte die Siedlung slawischen Ursprungs mit Namen Bochzowe schon im 10. Jahrhundert oder früher ein wichtiger Havelübergang gewesen sein. Ob durch einen Burgwall oder durch eine kleine Siedlung gesichert, doch darüber ist nichts schriftliches überliefert.

Urkundlich tritt Bochzowe zum erstenmal 1216 in Erscheinung. Am 28. Dezember 1216 bestätigte der Bischof Siegfried II. von Brandenburg dem dortigen Domkapitel seine Besitzungen. Bochzowe wurde dabei als einer der östlichen Grenzorte der Diözese Brandenburg genannt. Askaniermarkgrafen, die das Havelland um 1200 durch Eindeutschung in ihre Hände gebracht hatten, waren es auch welche die Burg Bochzowe errichteten. Der Name des Ortes änderte im Laufe der Jahrhunderte seine Schreibweise. Aus Bochzowe wurde Bothzowe- Botzow und schließlich Bötzow.

Aus dem Landbuch Kaiser Karl IV ist jedenfalls schon im Jahre 1375 zu erfahren, daß Bötzow ein kleines Städtchen war. Der Name Bötzow sorgte für sehr viel Unruhe. Zu Beginn des 15. Jahrhun-

derts war aus der Stadt eine richtige Raubritterfestung geworden. Unter Führung Dietrich von Quitzow wurde geplündert, geraubt und erpreßt. Selbst die Berliner blieben von den Drohungen nicht verschont. Einen Berliner Ratsherren ließ er gefangennehmen und kerkerte ihn im Burgverlies ein.

Feuersbrünste zogen im 16. Jahrhundert mehrfach über die Stadt. Den Rest besorgte der Dreißigjährige Krieg, welcher Bötzow an den Rand des Abgrundes führte. Wegen finanzieller Nöte des Kurfürsten von Brandenburg wurde es schließlich verpfändet. In dieser Situation erschien, wie ein Retter aus der größten Not, eine junge, 22jährige Frau. Ein glücklicher Zufall führte die Gattin des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg um 1650 in die wald- und wasserreiche Gegend von Bötzow. Der Niederländerin Frau Luise Henriette von Oranien gefiel dieses Stück Land und es erinnerte sie an ihre niederländische Heimat. Aus dem Wunsch es zu besitzen wurde die Schenkung der Domäne Bötzow auf Lebenszeit. Mit Recht wird diese Frau die Wiederbegründerin der Stadt genannt.

Neuaufbau der Burg bzw. des Jagdschlosses sowie der abgebrannten Häuser der Stadt waren für diese Zeit das Bestimmende. Kolonisten aus den Niederlanden, später aus der Schweiz und Württemberg, veränderten die Stadt zu ihren Gunsten. 1652 gab der 'Große Kurfürst' dem Schloß und der Stadt den Namen Oranienburg.

Das Schloß entwickelte sich zu einem der schönsten Schlösser der Mark Brandenburg. Knappe 150 Jahre dauerte die Glanz- und Gloriazeit der zeitweiligen Residenzstadt Oranienburg.

Mit dem Verkauf des Schlosses durch das Preußische Hofmarschallamt im Jahre 1802 begann ein neuer Abschnitt der Stadtgeschichte. Es entstand eine Fabrikstadt am Rande Berlins. Die Oranienburger Chemische Produktenanstalt war 1849 mit seinen 150 Beschäftigten einer der größten chemisehen Betriebe Europas. Ab 1880 wurde diese Entwicklung durch Neugründung weiterer Betriebe forciert.

Mit der Fertigstellung der Bahnverbindung Berlin-Oranienburg. dem Ausbau des Wasserstraßennetzes durch weitere Kanäle und dem Beginn des Vorortverkehrs mit der Schnellbahn zwischen

Berlin und Oranienburg, erhielt die Stadt den Charakter einer Berliner Randsiedlung. Das wirtschaftliche, kulturelle, touristische und gesellschaftliche Leben der Stadt wurde durch die Hauptstadt Berlin geprägt. 42 Minuten brauchte die Schnellbahn vom Berliner Alexanderplatz bis nach Oranienburg. Die wasser- und waldreiche Gegend tat das übrige für den sonnenhungrigen Berliner. Zwischen 1870 und 1930 wuchs die Stadt und ihre Menschen um das Mehrfache. Von 4374 Einwohnern im Jahre 1871 wuchs die Stadt auf 16523 Einwohner im Jahre 1930. Aus der ehemaligen Residenzstadt des ersten Preußenkönigs Friedrich 1. war die Industriesiedlungs- und Gartenstadt Oranienburg eine Stadt im Grünen geworden.

Die Postkarten und Fotos aus den Jahren zwischen 1880 und 1930 stellten mir dankenswerter Weise die folgenden Oranienburger Bürger zur Verfügung: Frau Engel, Frau Prochnow, Herr Buhse, Herr Eliewsky, Herr Senger, Herr Schröder und Familie Westphal.

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1. Die Ersterwähnung von Oranienburg, welches zu jener Zeit 'Bochzowe' hieß, datiert vom 28. Dezember 1216. Es handelt sich beim vorliegenden Ausschnitt um eine Kopie der Urkunde des brandenburgischen Bischofs Siegfried 11., welche dem dortigen Domkapitel seine Besitzungen bestätigt. Dabei werden die Orte Belin (Fehrbellin), Cremme (Kremmen), Bochzowe (Bötzow, das heutige Oranienburg) und Cedenic (Zehdenick) als östliche Grenzorte genannt.

2. Das Foto ist eine Reproduktion des im Oranienburger Heimatmuseum befindlichen Ölgemäldes 'Allegorie auf die Gründung Oranienburgs', des niederländischen Malers Willem van Honthorst (1660). Im Mittelpunkt steht Kurfürst Friedrich Wilhelm , links von ihm seine Gattin Kurfürstin Luise Henriette von Oranien. Im Sommer 1650 führte ein Jagdausflug das Kurfürstenpaar in das vom Dreißigjährigen Krieg zerstörte und anschließend verpfändete Bötzow. Die urwüchsige und wasserreiche Landschaft an der Havel weckte in der Kurfürstin Luise Henriette Erinnerungen an ihre niederländische Heimat. Sie führten am 27. September 1650 zur Schenkung der Domäne Bötzow an die damals 22jährige Luise Henriette von Oranien.

3. An Stelle des vorhandenen Jagdhauses Joachim Il. ließ Luise Henriette von Oranien ab 1651 nach Plänen der Baumeister Johann Gregor Memhardt und Michael Matthias Smids ein Schloß im Stil des Barocks mit niederländischen Einfluß erbauen. Am 2. Januar 1652 erhielt das Schloß den Namen 'Schloß Oranienburg' durch den Kurfürsten verliehen. Ein Jahr später nahm der Magistrat von Bötzow diesen Namen in sein Siegel auf. Kurfürstliches- und Residenzschloß waren die Glanzzeiten. 1802 wurde es aus finanziellen Gründen verkauft - es entstand eine Cattun - später eine Chemische Fabrik. 1861-1925 war es eine Lehrerausbildungsstätte. Von 1934 bis 1990 wurde es als Kaserne genutzt. Wer wird wohl der künftige Schloßherr sein?

4. Zu Ehren der Frau, dessen Namen die Stadt trägt, erfolgte am 27. September 1850 im Beisein des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV., die Grundsteinlegung für ein Denkmal der Luise Henriette von Oranien. Sie wurde am 17. November 1627 im niederländischen Den Haag geboren und war die Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien. Am 7. Dezember 1646 wurde sie die Gattin des Kurfürsten von Brandenburg. Am 18. Juni 1667 verstarb sie an einer schweren Krankheit. Ihre Beisetzung erfolgte in Berlin.

cus Orani~nburg

5. Am 191. Todestag der Kurfürstin Luise Henriette, am 18. Juni 1858, wurde das vom Berliner Bildhauer Wilhelm Wolff geschaffene und von W. Geiß aus Zinkguß gegossene Denkmal enthüllt. Es stand ursprünglich etwa 34 Meter vor dem Parktor auf dem Luisenplatz (linke Seite). Eingraviert befindet sich im Sockel folgende Inschrift: Der hohen Wiederbegründerin dieser Stadt, Luise Henriette, Kurfürstin van Brandenburg, geb. Prinzessin von Oranien, zum dauernden Gedächtnis, die dankbare Bürgerschaft Oranienburgs, 18. Juni 1858.

6. Das Denkmal der Luise Henriette wechselte im Verlauf der Jahre mehrfach seinen Standort. Mancher spricht davon, 'daß Luise Henriette nicht zur Ruhe kommt und auf ständiger Wanderschaft ist'. Wegen Neugestaltung des Luisenplatzes wurde 1934 das Denkmal in den vorderen Bereich des Schloßparkes umgesetzt. Nach dessen Fertigstellung erhielt das Denkmal einen Platz rechts vom Parktor. Im Frühjahr 1950 kam es erneut zum Abbruch. Nach einer Restaurierung erhielt es am 6. Dezember 1955 seinen vorläufig letzten Platz auf der Rasenfläche vor dem Schloß.

Seminar

7. 'Das Seminar' - so nannten die Oranienburger und ihre Gäste die Ausbildungsstätte für lIehrer in Preußen, dessen Seminarräume und Internatsplätze im Schloß untergebracht waren. In Einlösung der Worte des Königs Friedrich Wilhelm IV.: Es sollen nicht mehr Eulen und Unken diese mir so bedeutungsvollen Räume bewohnen; ich will ein Denkmal aus diesen verfallenen Mauern des Schlosses herstellen, welches zur Bildung preußischer Jugend dienen soll ... begarm am 15. Oktober 1861 der Unterricht. Bis zu seiner Schließung am 30. September 1925 wurden tausende Lehrer an dieser Stätte ausgebildet.

Präparánden-Rnslàlf

8. Ab 1890 war dem Lehrerseminar eine Präparandenanstalt zugeordnet. Es war eine Vorstufe zum Lehrerstudium. Das Haus befand sich in der Poststraße , dem heutigen Sitz des Landratsamtes Oranienburg. Auf dem Foto Schüler und Lehrer des ersten Lehrgangs der Präparandenanstalt im Jahre 1890.

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