Osnabrück in alten Ansichten Band 1

Osnabrück in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl Ordelheide
Gemeente
:   Osnabrück
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1816-3
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osnabrück in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Es war für mich eine schöne und interessante Aufgabe, dieses Buch mit Ansichten von Osnabrück zusammenzustellen. Bei diesem Stadtrundgang durch die Vergangenheit ergaben sich zwangsläufig historische Verknüpfungen, sodaß ich eine ganze Anzahl von geschichtlichen Daten und Darstellungen eingefügt habe. Dabei habe ich versucht, mit großer Sorgfalt vorzugehen, aber Irren ist menschlich.

Bilder einer alten Stadt wecken für jeden von uns Erinnerungen an vergangene Zeiten. Sie eröffnen Einblicke in eine kaum vorstellbare Wirklichkeit. Den alten und neuen Osnabrückern will dieses Buch einen Anreiz bieten, die Stadt nun vielleicht ganz anders zu sehen. Es wird bei vielen Lesern Erinnerungen wachrufen an längst vergessene Eindrücke. Dieses Bilderbuch vom alten Osnabrück erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Manch wertvolle Kulturdenkmäler, die einer längeren Betrachtung wert sind, blieben unerwähnt. Ich war glücklich, aus einem reichen Material aussuchen zu können, was für einen Rückblick interessant ist.

Der Nicht-Osnabrücker möge dieses Buch als Spiegel einer alten Stadt sehen, die nicht nur durch den Westfälischen Frieden weltbekannt geworden ist. Allein

die Tatsache, daß sie irn Jahr 1643 für würdig und geeignet befunden wurde, neben der Nachbarstadt Münster den Schauplatz für fast fünfjährige Friedensverhandlungen abzugeben, um den Dreißigjährigen Krieg zu beenden, legt ein beredtes Zeugnis für die Stadt ab. Auf die herrliche Umgebung konnte in dieser Zusammenstellung leider kein Bezug genommen werden.

Als Fürstbistum und späterer Sitz der Provinzialregierung hatte Osnabrück eine starke Eigenposition. Die Verwaltung des weitreichenden Bezirks war immer in der Stadt oder in den stadtbezogenen Randgebieten zentralisiert. Unter Napoleon war sie kurze Zeit Hauptstadt des Oberdepartements. Nur einmal, und zwar in der Nazizeit, wurde die politische Verwaltung des osnabrücker Bezirks weitab nach Oldenburg verlegt.

Osnabrück ist eine 'Stadt der goldenen Mitte' und der Ausgewogenheit. Jahrhundertelang zählte sie zum westfälischen Einflußbereich, aber nicht ausschließlich, denn zeitweise wurde in den osnabrücker Schulen die Aussprache mit dem 'scharfen S' gelehrt, gewiß ein Hinweis auf Einflüsse auch von Bremen und Hannover, mit denen die Stadt als zeitweilige Hanse-

stadt und Provinzstadt verbunden war.

Über Westfalen schreibt Janssen im 'Atlas Minor' von 1651: Westphalen ist eine zimbliche grosse Landschaft, die zu der Unterhaltung des Viehes viel bequemer ist, dann der Menschen: ist grosser Wildnussen und vieler Morassen und Pfiitzen vol, sodaß sie noch ein Ebenbildt des alten Teutschlandes scheinet zu sein. Darinnen seynt nachfolgende Bischthumer: als Münster, Paderborn, Minden, Osnabriigge, Verden. Diese Aussage, drei Jahre nach Beendigung des vö1kermordenden Dreißigjährigen Krieges, ist sicherlich nicht sehr schmeichelhaft. Die Westfalen sind mit dieser Situation aber sehr gut fertig geworden.

Der Osnabrücker im alten Osnabrück gibt sich bürgerlich und konservativ. Für Exzesse und Revolutionen ist der Boden hier nie günstig gewesen. Er ist gern unter sich und liebt sein Zuhause. Wenn sich eine 'Klicke' zusammengefunden hat, hält sie fast uneindringlich fest zusammen. Wer als 'tolopen Volk' an die Osnabrücker heran will, hat es manchmal schwer, und schnell entsteht der Eindruck, die Menschen hier seien stur. Es läßt sich aber mit dem Osnabrücker gut auskommen. Davon abgesehen begegnet man heute, nach den großen Verschmelzungen der Kriegs- und

Nachkriegszeiten, einem ganz anderen Osnabrücker. Das Wesen der Menschen dieser Stadt spiegelt sich in Planungen und in Bauten wieder. Jede Zeit prägt ihre Spiegelbilder. Unser Bilderbuch zeigt Momentaufnahmen verschiedener Epochen und Wandlungen. Nach einleitenden historischen Bildern und Gesamtansichten beginnt unser Rundgang am Hegertor. Er führt zunächst durch die Altstadt, unter der wir heute die nördliche Innenstadt, von der Vitischanze bis zum Neuen Graben, verstehen. Der weitere Gang durch die Neustadt, die seit dem frühen Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert ein Eigenleben innerhalb der Gesamtstadt geführt hat, schließt auch schon einige Straßen und Plätze außerhalb der damaligen Stadtgrenzen ein. Da sich Osnabrück innerhalb des Berichtszeitraumes von 1880 bis etwa 1930 erheblich über den engen Bereich der Stadtmauern ausgedehnt hatte, folgen nun noch einige Ausflüge zu außenliegenden Punkten. Soweit feststellbar, stammen einige Aufnahmen von den Fotografen Dr. Wurm, Wehmann, Brinkmann, Koch und Lichtenberg. Dem Museum und den Sammlern Herrn Gust und Herrn Spühr danke ich dafür, daß sie durch ihre Beiträge meine Bildsammlung für dieses Buch bereichern konnten.

1. Vor uns liegt die Stadt Osnabrück. Hier vom Gertrudenberg aus blieken wir mit dem Paar aus dem 18. Jahrhundert auf die Altstadt und den Westerberg, Die beiden Mühlen rechts im Bild lagen damals außerhalb der Stadt, wie auch der Gertrudenberg, auf dem wir stehen, mit seinem wehrhaften Kloster. Der Kirchturm rechts gehört zum Dominikanerkloster hinter dem Natrupertor. Die Marienkirche in der Mitte verdeckt fast das große Rathaus. Die Türme links zählen zum Dom und zur Katharinenkirche.

2. Im Jahr 1872 wurde damit begonnen, die Osnabrück umschließenden Wälle und Mauern niederzureißen. Der Herrenteichswall wurde zum Glück nicht zerstört und auch mehrere Stadttürme sind erhalten geblieben. Dazu gehört auch der Bocksturm aus dem 16. Jahrhundert: 1805 ist er wegen Baufäl1igkeit um zehn Meterverkürzt worden, und so sehen wir ihn heute. Seinen Namen hat er von einem steinernen Bock mit eisernen Hörnern, der stadtseitig angebracht war. Heute sind im Turm Folterwerkzeuge und Kriegsgerät zu besichtigen.

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3. Dicht an die starken Mauern drängten die Bürgerhäuser und alten Steinwerke. Hinter diesem Turm, dem Bürgergehorsam, steht das Dominikanerkloster mit der angrenzenden Kirche. Das gewaltige Klostergebäude wurde nach der Säkularisation in eine Kaserne umgewandelt und erhielt 1899 offiziell die Bezeichnung 'Klosterkaserne' . Auf diesem Bild von etwa 1876 erkennen wir vor der Kaserne das Schilderhäuschen. Die breite Straße, die später hier am Bürgergehorsam vorbeiführen wird, hieß zunächst Kaiserwall, später und jetzt Hasetorwall.

4. Der einstmals hohe WaII ist schon fast abgetragen. Doch bald wird die große Freifläche links mit Häusern bebaut sein. Die Gebäude, die wir hinter dem Bürgergehorsam sehen, liegen jetzt ungeschützt. Da diese Straße hinter der Mauer 'Hasernauer' hieß, hat man die Bezeichnung für diese Straßenseite gelassen. Vor dem Gertrudenberg im Hintergrund sehen wir den Barenturm der Vitischanze, der zu dem gewaltigen Festungswerk nach Norden gehörte. Seinen Namen hat der 1471 gebaute Turm vom nahegelegenen Hof der Familie von Bar. Heute ist in der Vitischanze und im Turm ein bekanntes Bürgerlokal untergebracht.

5. Vom Bürgergehorsam verlief der Wall weiter zum Natrupertor, dem jetzigen Rißrnüllerplatz. Hier wurde nach Abbruch der früheren Stadttore, die für die Fuhrwerke allmählich lästig wurden, 1825 ein Wachhaus errichtet, das rechts im Bild sichtbar ist. Hier kassierte der Akzise-Einnehmer den Wege- und Stadtzoll. 1931 ist dieses Akzisehaus abgebrochen. Auf Bürgermeister C.B. Stüves Anregung wurde bis 1864 das Stadtkrankenhaus gebaut, das im Hintergrund zu sehen ist. Nach ihm heißt das Gebäude, in dem heute die Volkshochschule untergebracht ist, Stüvehaus.

6. Bevor wir unseren Rundgang beginnen, wollen wir unsere Stadt von oben ansehen. Die Möserstraße rechts im Bild führt vom Hauptbahnhof mitten in die Stadt. Das Reichspostgebäude rechts steht heute etwas verändert auf seinem Platz. Aber ihm gegenüber, wo zur Zeit dieser Aufnahme von 1912 das Hotel 'Germania' und die Handwerkskammer standen, sind moderne große Zweckbauten errichtet. Links der Hase, dem osnabrücker Fluß, sehen wir am Kollegienwall das 'Vereinshaus', die erste Stadthalle der Stadt. Dahinter sind das Gericht und der Neumarkt sichtbar.

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7. Mit seinen 103 Metern ist der Katharinenkirchturm aus der Mitte des 14. Jahrhunderts der höchste Kirchturm Norddeutschlands. Rechts neben dem Turm sehen wir die großen Gebäude der Möser-Mittelschule. Am Platz des Ledenhofes ist links die Ledenhofschule und hinter der Katharinenkirche links vom Regierungsgebäude das städtische Oberlyzeum zu erkennen. Der bekannte osnabrücker Fotograf Rudolf Lichtenberg hat diese Aufnahme 1914 aus dem Zeppelin Luftschiff 'Viktoria Luise' gemacht.

8. Vom Ballon aus blieken wir von Norden nach Süden auf den Dombereich. Von der Domburg aus hat sich Osnabrüek als Gründung Karls des Großen um 800 entwickelt. Es wird vermutet, daß am Platz Osnabrück schon eine viel ältere Siedlung bestanden hat. Die vielen Groß-Steingräber um Osnabrück lassen manchen Schluß zu. Die Marienkirehe rechts im Bild wurde im 12. Jahrhundert am Markt errichtet. Links von der Katharinenkirche ist das Schloß zu erkennen.

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