Osterode am Harz in alten Ansichten Band 1

Osterode am Harz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Armbrecht, Werner Binnewies, Franz Schimpf und Herbert Wager. Mitwirkung bei der Textgestaltung Jürgen Capito
Gemeente
:   Osterode am Harz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3106-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterode am Harz in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Osterode in alten Ansichten ... das ist ein Thema, das sich bei einer traditionsreichen Stadt anbietet. Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges blieb Osterode weitgehend verschont, aber ihr Gesicht hat die Stadt in den letzten hundert Jahren vielfältig verändert.

Nicht die vergangenen fünfzig Jahre sollen in diesem Buch dargestellt werden, sondern das halbe Jahrhundert davor, also die Zeit zwischen 1880 und 1930. Das geschieht nicht in zeitlicher Reihenfolge, sondern in einern Rundgang durch Osteroder Straßen, mit Ausflügen auch in die nähere Umgebung.

Welches Bild bot sich vor hundert Jahren? Osterode war eine kleine Landstadt im Herzen des nochjungen deutschen Reiches. Man traf noch viele Ackerbürger in ihren Mauern. Das Handwerk hatte seine Blütezeit zwar schon überschritten, war aber immer noch zahl-

reich und vielseitig vertreten. Ein lebhafter Handel, aber noch mehr die Industrie, waren das wirtsohaftliche Rückgrat. Die Textilfabrikation, die eisen- und holzverarbeitenden Werke, Leder- und Gipsbetriebe gaben vielen Einwohnern Arbeit und Verdienst. Die landschaftlich hervorragende Lage begünstigte Anstrengungen, Osterode zum Kurort zu entwickeln - ein voller Erfolg blieb solchen Bemühungen versagt. Obwohl ein nicht gerade unbedeutender Fabrikort des 19. Jahrhunderts, bot die Stadt dennoch das Bild einer typisch niedersächsischen Fachwerkstadt. Verträumte Straßen und Gassen vermittelten das Gefühl von Ruhe und Harmonie. Trotz einfacher Lebensweise war das Bemühen um mehr Lebensqualität spürbar. Damals entstandene Grünanlagen in der Innenstadt und am Stadtrand zeugen noch heute davon.

Die Menschen in ihrem täglichen Leben, am Arbeitsplatz, bei festlichen Anlässen oder bei sportlicher Betätigung zu zeigen. war eines der Anliegen der Verfasser. Aber auch besondere Ereignisse, freudige und leidvolle, sollen die Bilder vor Augen führen. Dazu gehören sowohl der einm alige Besuch des Zeppelin-Luftschiffes im Jahre 1912, als auch die erschütternden Bilder vom letzten verheerenden Großbrand 1895.

Im Jahre 1885 wurde Osterode Sitz des neu gebildeten preußischen Landkreises gleichen Namens. Es folgten Jahre des wirtschaftlichen Aufschwungs. Nach Weltkrieg und Inflation entstanden rings um den historischen Stadtkern neue Wohnviertel.

Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt 9 000 Einwohner. Krieg und Nachkriegszeit stellten Rat und Verwaltung vor neue große Aufgaben. Der F1ücht-

lingsstrom verdoppelte innerhalb weniger Jahre die Einwohnerschaft. Die Gebiets- und Verwaltungsreform brachte der Stadt in den letzten Jahren noch einmal einen großen Gebiets- und Bevölkerungszuwachs.

Es war deshalb eine Verpflichtung, in diesem Bildband nicht nur die Kernstadt darzustellen, sondern auch die hinzugekommenen Ortschaften zu berücksichtigen. Leider fehlte es an Platz um alles zu bringen, was vielleicht in diesen Band hineingehört hätte. Dennoch wird dem Leser ein abgerundetes Bild vom städtischen und ländlichen Leben in unserem landschaftlich schönen Südharzraum vor Augen geführt. Bilder, die belegen, daß Osterode schon immer seinen Weg in die Zukunft gesucht hat.

Die Verfasser

Osterode (Hurz).

I. Gesamtansicht der Stadt vom Ührder Berg um 1910. Der Turm der St. AegidienMarktkirche und die Alte Burg beherrschen das Bild. Aus dem Gedränge der Dächer und Giebel erheben sich nur das Kornmagazin, das Haus Rinne und das Postamt. Die Schachtrupp-Villa (links im Bild) - ein klassizistischer Repräsentationsbau - unterscheidet sich im Baustil von den übrigen Altstadthäusern.

2. Vom Turm der Marktkirche reicht der Bliek nach Westen bis zu den damals noch nicht bewaldeten Gipsbergen, die wie eine gewaltige Barriere das Sösetal abzuriegeln scheinen. Diese nach 1870 entstandene Aufnahme vermittelt einen guten Eindruck vom Königsplatz und der Bahnhofstraße vor dem verheerenden Brande im Jahre 1895. Im rechten Hintergrund verbergen sich unter hohen Bäumen das Siechenhaus und der Hauptbahnhof.

3. Über das mit zahlreichen Erkern besetzte gewaltige Dach des Harz-Kornrnagazins blickt man nach Norden in die Ortschaft Freiheit. Die Ruine der Alten Burg beherrscht hier das Bild. Am Fuße des Butterberges, am Eingang des Friedhofes, steht die 1927 abgebrochene alte St. Johanniskirche, Daneben die 1905 errichtete katholische St. Johanneskirche,

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4. Der Kornmarkt um 1880. Auf dem wuchtigen Turm der Marktkirche erblickt man unter dem Satteldach die Glockenstube und die Wohnung des Turmwächters, darüber den eindrucksvollen Dachreiter. Turmaufbau und die drei angrenzenden Wohnhäuser wurden bei einem Brande am 7. Mai 1882 völlig zerstört. Links der 'Englische Hof, in dem Heinrich Heine auf seiner Harzreise 1824 wohnte. 'Fontänenbürger' nannte man nach der auf diesem Bild deutlich sichtbaren Brunnenfontäne die Anwohner des Kornmarktes.

5. Aus der Zeit um 1920 stammt die gleiche Ansicht vom Kornmarkt. Der 1883 neu aufgebaute Turm erinnert in seiner schlanken, hoch aufgerichteten Form schon an das heutige Aussehen. Nicht nur der von einem schmiedeeisernen Gitter umgebene Springbrunnen, sondern auch die Ost- und Nordseite des Platzes sind bepflanzt. Aus dem 'Englischen Hof war ein Kaufmannshaus geworden. Jetzt befanden sich am Kornmarkt noch drei Hotels, darunter der im Bild sichtbare 'Kronprinz'.

6. Eine der ältesten Aufnahmen ist dieses Bild von der Südseite des Kornmarktes. Im Mittelpunkt steht der Brunnen noch ohne Baumschmuck in einer großzügigen Steineinfassung, durch Eisenketten und Steinpfosten zusätzlich geschützt. Die Aufnahme ist eine historische Rarität, denn links neben dem Brunnen zeigt sie noch das alte Königliche später Kaiserliche Postamt.

7. Am 27. März 1892 wurde ein neues Postamt eingeweiht. Das Gebäude aus der Wilhelminischen Ära blieb noch bis in die fünfziger Jahre erhalten. Die geschlossenen Kutschen im Vordergrund beförderten die Gäste des Hotels 'Deutscher Hof vom und zum Hauptbahnhof.

8. Ein besonderes Ereignis war der Besuch des Luftschiffes 'Hansa', das am 13. Oktober 1912 seine Schleifen über der Stadt zog. Ein seltener Schnappschuß, der auch einen Eindruck vom lahrmarktleben der Stadt vermittelt.

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