Peine in alten Ansichten Band 1

Peine in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Werner Szews
Gemeente
:   Peine
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3485-9
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peine in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Bedingt durch die permanente Veränderung unseres Stadtbildes nimmt das Interesse ander historischen Entwicklung Peines ständig zu; teils Nostalgie, teils aus Mangel an bildlicher Darstellung der Stadtgeschichte um die Jahrhundertwende.

Als der niederländische Verlag, Europäische Bibliothek, mich bat, aus meiner Sammlung 'Geschichte der Stadt Peine' ein Buch mit alten Ansichten der Fuhsestadt zu machen, habe ich den Auftrag gern angenornmen. In monatelanger intensiver Arbeit ist der Bildband nun realisiert.

Nach der Auswahl technisch geeigneten Bildmaterials der Zeitspanne 1880 bis 1930 war es mein Bestreben, die Betextung der Fotos und Postkarten hautnah der Historie der Ansichten anzugleichen, um ein plastisches Zeitbild mit genauen Daten und Namen zu gestalten.

Manches war in der Zeit versunken, untergetaucht oder vergessen. Mit Hilfe vieler Bürger unserer Stadt, deren Institutionen, Firmen und nicht zuletzt der Stadtverwaltung rundete sich die Schilderung zu einer brauchbaren Bilduntermalung ab und ist, so glaube

ich, eine verständliche, historisch genaue Beschreibung geworden. In der Tiefe der Zeit mag sich dieser oder jener kleine Fehler versteekt haben; nie weiß man vorher, was mancher hinterher wußte.

Hier sei allen herzlichst gedankt, die sich freudig bereit erklärten, bei diesem Bildband zu Helfen. Vor allem gilt mein Dank den Herren Albin Blaue und Erich Rother, die besonders wertvolles und unbekanntes Bildmaterial zur Verfügung stellten. Herzlichen Dank auch Herrn Hermann Dieckmann, der das Textwerk historisch redigierte und viele Einzelheiten aus der Schatztruhe seines heimatkundlichen Wissens entlieh.

Mir hat die Arbeit an diesem Buch sehr viel Freude bereitet; zeigt es doch die Entwicklung Peines von einer Ackerbürger- zur lebendigen Industriestadt, die in der Gegenwart dynamisch den vorgezeigten Weg weiterschreitet. Diese Freude rnöge das Buch: 'Peine in alten Ansichten' den Lesern übermitteln und das Werk eine Lücke in den Publikationen unserer Heimatstadt füllen.

Peine

Gesamtanslcht

1. So präsentierte sich 1910 die Innenstadt vom Turm der katholischen Pfarrkirche dem Betrachter. Im Vordergrund jener historische Hügel, der einst die unbezwingbare Burg trug, nach den Zerstörungen in der Stiftsfehde 1518/21 zum bischöflichen Schloß umgebaut, Anfang des 19. Jahrhunderts in der Geschichte versunken. Der nachfolgende Amthof ist, wie das Bild der Stadtmitte, kaum verändert. Die baumbestandene Grünfläche wurde Parkplatz, das linke Haus neuer Sitzungssaal des Landkreises. Das vor dem Amtsgericht sichtbare Amtmann-Ziegler-Haus wurde 1971, altersschwach, abgebrochen.

Peine vom Herzberg- Wasserturm gesenen

2. Stadtansicht aus dem Jahre 1913. Vor den noch jungen Bäumen des Herzberges erwächst das Restaurant 'Berggarten', Die Sundernstraße ist Stadtrand, wie Kornbergweg und Rosenhagen, Längst sind Äcker, Wiesen, und Gärten bis zum Herzberg hin bebaut. Links vor dem Berggarten befinden sich die Sportplatzanlagen des Peiner Tennis-Clubs an der Kastanienallee, einer besonders schönen Wohngegend entlang des Herzberges. Bedingt durch die immense Baumhöhe des Waldparkes wäre die gezeigte Aufnahme heute nicht mehr möglich.

3. Dieser Gruß aus Peine von 1906 soll dem Betrachter des Buches nicht vorenthalten werden; entspricht er doch dem Zeitgeschmack der Jahrhundertwende, der heilen Welt des Kaiserreiches. Über der eingeblendeten Stadtansicht vom Turm der katholischen Kirche thront völlig zusammenhanglos ein kleines Madehen. Vermutlich wird es auch über anderen Stadtansichten gesessen haben, um mit zartem Lächeln das Herz der Kartenkäufer zu gewinnen. Daß unter dem schmucken Kind das Peiner Gefängnis seine Gitterfenster zeigt, war kaum beabsichtigt und störte scheinbar niemand.

4. Ein herrliches Panorama der Stadt aus dem Jahre 1920, gesehen vom Madamenweg. Hinter dem Bahndamm links die Wallschule, daneben der Schornstein der Hülsner'schen Seifenfabrik mit den Häusern der Luisenstraße. In der Mitte die St. Jakobikirche mit Superintendentur, dem Lyzeum im Winkel und abschließend Töpfers Mühle, in harmonischer Ansicht vereint. Die markante, weithin sichtbare Windmühle ist längst aus dieser Ansicht verschwunden. Hochhäuser der neuen City lösten den Bau vergangener Jahrhunderte ab,

5. Diese Ansicht vom Markt um 1885 ist eines der ältesten Bilder des früher einzigen Platzes der Stadt. Die Bauentwicklung des 20. Jahrhunderts löste diese Kleinstadtrornantik ab, Die auf dem Bild noch jungen, von Gittem geschützten Akazien, sind altersschwach bereits der Säge zum Opfer gefallen. Nur die Linden neben dem Kriegerdenkmal von 1870/71, das inzwischen im Herzberg angesiedelt wurde, erinnern noch an diese historische Aufnahme. Von links beginnend die Häuser Will, Hummel, Westphal, Leseberg, Decker; an der Ecke zur Stederdorfer Straße Gasthaus Hummel. Von rechts Berger (jetzt Schridde), GasthofWöbekindt und Möllring.

6. Wöbekindts Reichskrone war im Zeitstil des späten 19. Jahrhunderts rnit viel Stukkatur verziert, Hoch unter dem Gesirns das Relief einer Kaiserkrone in Verbindung zum Namen der Gaststätte. An der Südseite zur Marktstraße dominierte eine überdimensionale Figur mit erhobenem Trinkhorn auf einem Weinfaß gestützt. Ein Bacchus, vollbärtig im Jagdanzug, als individuelle Version. Mitte der dreißiger Jahre wechselte die Gaststatte ihren Zweck. Die Polizei übernahm das Gebäude und nutzte es rund vierzig Jahre, bis sie das neue Dienstgebäude in der Schäferstraße bezog. Das kleine windschiefe Gasthaus Hummel, gegenüber der Reichskrone, wurde zu Beginn unseres Jahrhunderts ebenfalls durch einen Neubau ersetzt; in diesem Haus ist Schraders stadtbekannte Wurstapotheke um das gastronomische Wohl seiner Gäste bemüht.

20.J.l. Verlag ïegfried Brandt, Peine

Marlupiatr.

L~-/~'IJ-J~ :f~

7. Die ersten Postkarten vom Marktplatz erschienen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die abgebildete Karte entstand 1902 im Verlag Siegfried Brandt, Peine. Am linken Bildrand Sülly Traube, ein damals bekanntes und leistungsstarkes Textilhaus. Die Schaufenster mit den beschirmenden Markisen sind schwindende Erinnerung, seit nach dem Umbau des Erdgeschosses die Genossenschaft dort ihre Geschäftsräume etablierte, Nach dem Umzug der nunmehrigen Volksbank in ihren Neubau an der Westseite des Marktes übernahm die Landschaftliche Brandkasse die Geschäftsräume. Die einsam im Vordergrund stehende Wasserpumpe ist kaum noch einem Bürger der Stadt bekannt.

Peine Marktplatz

8. Oben: Die nördliche Seite des Marktplatzes um 1910 ist in seiner Baustruktur fast unverändert geblieben, nur die Schaufensterfront dieser Zeile ist geschmackvoll der Moderne angepaßt, Verschwunden allerdings ist die beschauliche Ruhe jener Zeit, da das Pferd vor Kutsche und Wagen die Szene beherrschte, Handwagen und Karren übliche Transportmittel waren. Der Rollwagen, vom Amthof kommend, stört auf dieser Karte fast die sonntägliche Beschaulichkeit. Das Quadrat des Marktplatzes war immerhin schon durch gutes Steinpflaster und gesetzte Bordsteine profiliert. In der Verlängerung dieser Ansicht öffnet sich die 1895 erschlossene Marktstraße als ein Dokument der ersten Bauexpansion in der stürmischen Entwicklung Peines seit Gründung des Walzwerkes am 7. April 1872.

Unten: Ratszimmermann Klinge kaufte im April 1827 das aus dem 17. Jahrhundert stammende Rathaus am Markt für 240 Reichsthaler. Noch im gleichen Monat vollzog sich der Abbruch, und bereits am 18. Juni fand die Grundsteinlegung des Neubaues statt. Am 22. November 1827 um 17 Uhr schlug zum ersten Mal die Glocke im Türmchen an, Treu diente das einer Kleinstadt angepafste Verwaltungszentrum bis nach dem Zweiten Weltkrieg, da durch das Anwachsen der Ämter die Raumkapazität dahinschmolz. Am 30. September 1960 wurde der neungeschossige Neubau am Schützenplatz eingeweiht. Das Rathaus am Markt mit verschonerter Fassade ist seit 1973 Altenbegegnungsstätte einer Bürgerinitiative.

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