Peine in alten Ansichten Band 2

Peine in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Szews
Gemeente
:   Peine
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5627-1
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Peine in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

1870 war in Deutschland das Geburtsjahr der Postkarte. Sie begann als 'Correspondenzkarte', um nach und nach als Illustrations- und Bildkarte in Umlauf zu kommen. Die Postkarte wurde ein Riesenerfolg - schon 1879 wurden pro Jahr 123 Millionen dieses Kommunikationsmediums verschickt, Heute ist die Ansichtskarte jeglicher Art in der ganzen Welt ein fester, ja begehrter Artikel. Farbig mit Hochglanzfotos ist sie nicht mehr wegzudenken. Doch die Ansichtskarte ist weit mehr. Sie hat uns in über hundert Jahren eine Chronik erstellt, die Städte, Orte und Landschaften in ihrer steten Entwicklung und Veränderungen übermittelt.

'Peine in alten Ansichten' hieß mein erstes Buch mit Postkarten und Ansichten. Die Abbildungen von 1880 bis 1930 fanden großes Echo. Zwei Auflagen waren schnell vergriffen. Angesichts dieser Tatsache gab mir der Niederländische Verlag 'Europäische Bibliothek' die Möglichkeit, einen zweiten Band in Angriff zu nehmen.

1993 hat Peine seinen 770. Geburtstag. Dieses Buch soll ein kleines Geburtstagsgeschenk an meine Vaterstadt sein, meinen Mitbürgern jedoch wiederum die einstige Darstellung Peines verdeutlichen. Die Kleinstadt Peine hatte jedoch in der genarmten Zeitspanne der Abbildungen nur begrenzte Baulichkei-

ten und nicht allzuviele Straßen, um völlig andere Abbildungen zu verwenden. Es sind somit meist die gleichen Baulichkeiten, wenn auch in anderen Aufnahmen. Das Peiner Walzwerk zum Beispiel. Über hundert Jahre hatte es in unserer Industrie die absolute Dominanz. Heute ist die Industrielandschaft völlig verändert. Vor einigen Jahren bezeugte diese Tatsache der Slogan der Stadtverwaltung: 'Stahlstadt im Wandel.' Nun im zweiten Band wird deshalb auch das völlig verwandelte Walzwerk nicht mehr umfangreich dargestellt.

Weiterhin hat der Herzberg im Zeitalter der Motorisierung seine ursprüngliche Bedeutung fast vollkommen eingebüßt.

In meiner umfangreichen Sammlung und in meinem Archiv sind dennoch genügend Abbildungen vorhanden, um eine interessante Gesamtdarstellung zu ermöglichen. Einige meiner Mitarbeiter des ersten Bandes sind inzwischen verstorben. Sie hinterließen mir jedoch genug Material und Wissen, da weiterzumachen, wo ich im ersten Band geendet hatte. Danken möchte ich an dieser Stelle meiner Mitarbeiterin für das Lektorat und die Schreibarbeit, Frau Marianne Rautenberg-Szews, Meinen Peiner Mitbürgern wünsche ich viel Freude an diesem meinem zweiten Band: 'Peine in alten Ansichten.'

1. Unter der Nr. 67 hat der Verlag Curt Rother, Peine, 1890 diese Karte herausgebracht. Sie zeigt die Stadt Peine im Jahre 1859. Besonders interessant durch die Abbildung des ersten Peiner Bahnhofes (oben rechts). Im Mittelteil der seinerzeitige Pferdemarkt, heute größter Platz in der Südstadt mit dem Namen Friedrich Eberts. Im Hintergrund die Silhouette der bescheidenen Stadt um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Unten links ist die Belvedere mit ihrem damals größten Peiner Saal zu sehen. Das einst bekannte Anwesen mußte den Peiner Festsälen weichen, Unten rechts die alte 'Eulenburg' , inzwischen völlig verschwunden. Oben links der Amthof. Mitte oben und unten der Marktplatz jener Jahre.

2. Diese Lithographiekarte von 1890 stammt von der Kunstanstalt Rosenblatt, Frankfurt a. Main. Wahrscheinlich ließ sie die Firma H. Herzfeld & Co. am Markt erstellen. Das Gebäude ist bis heute fast unverändert. Es war ein jüdisches Unternehmen. 1934 gelang es den Herzfeids nach den USA zu emigrieren. Somit entging sie den Verfolgungen im Dritten Reich. Rechts eine Darstellung des damaligen Walzwerkes. Mitte die neue Jacobikirche und die Bahnhofstraße.

3. Diese Lithographiekarte hat der Schöpfer nur mit einem Firmenzeichen versehen. Sie zeigt Stadtansichten um 1888. Hier sei erwähnt, daß bei früheren Postkarten die Frankaturseite nur für die Anschrift reserviert war. Mitteilungen mußten daher auf der Bildseite vermerkt werden. Mitunter sind teilweise die Darstellungen durch die Beschriftung stark beeinträchtigt.

4. Der Verlag Curt Rother Peine war Ende des 19. Jahrhunderts sehr rührig, Stadtansichten auf Postkarten herauszubringen. Meist waren es noch Lithographiekarten. So ist der Verlag Curt Rother Peine als erster Postkartenverlag in unserer Stadt anzusehen. Für Kleinverlage sind damals wie heute Postkarten kein großes Geschäft; es war reine Gefälligkeit beziehungsweise Imagewerbung. Heute dagegen gibt es GroBverlage, die nur auf Postkarten jeglicher Art spezialisiert sind. Curt Rother dürfen wir hundert Jahre später noch überaus dankbar für sein damaliges Engagement sein.

5. Einern weiteren Verlag verdankt unsere Stadt frühe Fotopostkarren. Es ist der Fotograf Fritz Helbsing, der neben Karten auch eine große Zahl herrlicher Stadtaufnahmen schuf. Auch in diesem Band werden einige seiner alten Fotos erscheinen, die mir in den fünfziger Jahren sein Sohn von den noch vorhandenen Platten abzog und für meine Sammlung schenkte. Datum der Originalkarte ist der 6. Mai 1906. Übrigens ist dies eine unfrankierte Soldatenkarte. Sie ging nach Brunsbüttelkoog.

Peine

Fnrlsg erlcht

6. Im Jahre 1906 stellte Georg Kugelmann, Hannover, eine Peiner Postkartenserie vor, die teilweise sogar koloriert war. Diese Karte von ihm zeigt das Amtsgericht1906. Es ist fast noch unverändert. Den mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Vorplatz gibt es seitlangem nicht mehr. Die Anlage mit den sorgfältig gekalkten Bäumen mußte dem Verkehr weichen und ist Parkplatz für die Autos der Besucher und Beschäftigten der inzwischen ringsherum angelegten Behörden, Wie so vieles wurde sie auch der Motorisierung geopfert!

Peine

¤c1rternstrasse mit Fr. Bodensledl's Geburtshaus

7. Diese Kugelmannkarte ist aus seiner Serie von 1906. Der Hannoveraner zeigt uns links das Geburtshaus des Dichters und Gelehrten Friedrich von Bodenstedt. Abgebildetes Lokal trägt noch den Namen des großen Peiner Sohnes, dessen 100. Todestag 1992 sowohl in seinem Sterbeort Wiesbaden als auch in Peine feierlich begangen wurde. Eine Reihe seiner Bücher sind zu diesem Gedenktag erschienen, so auch sein einstiger Welterfalg: 'Die Lieder des Mirza Schaffy.' Das Buch hat nichts an Aktualität verloren und ist ein Juwel der Lyrik geblieben. Heute beherbergt das Geburtshaus ein beliebtes Café. Leider trägt es nicht mehr seinen Namen. Nur eine schlichte Gedenktafel erinnert noch an Peines großen Sohn.

8. Diese kuriose Mehrfachkarte stammt vom Hamburger Verlag M. Glückstadt & Münden, 1909. Ein Jahr zuvor war der abgebildete Wasserturm auf dem Herzberg eingeweiht. Stolz weht noch die Flagge: schwarzweiß-rot. Mächtig steigt der Strahl der Fontäne im Stadtpark gen Himmel. Das Peiner Walzwerk hinter der Bahnlinie sichtbar zeugt vom Fleiß und einträglicher Produktion.

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