Kettwig in alten Ansichten Band 3

Kettwig in alten Ansichten Band 3

Autor
:   Theo Basten
Gemeinde
:   Kettwig
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5696-7
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt.

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Auszüge aus dem Buch 'Kettwig in alten Ansichten Band 3'

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50. Die Kirchfeldstraße war nicht immer so breit, wie sie sich heute darstellt. Bis 1957 ragte das Haus Scharrenberg, ein schöner Altbau im bergischen Stil, weit in die Straße hinein. Das Bild von 1920 zeigt starke Schneefälle im Ruhrtal. Für das Pferdefuhrwerk war der Schnee mit Sicherheit kein Hindernis!

SI. Das Haus 'Scheidt im Kirchfeld', heute Kirchfeldstraße 16, wurde 1799-1800 für Gottfried Wilhelm Scheidt erbaut. Auf die besondere Rolle dieses bemerkenswerten Gebäudes weist der Dachreiter mit seiner Glocke hin. Diese hat nur einmal, und zwar 1871 aus Anlaß des Friedens mit Frankreich, geläutet. Später , im Zweiten Weltkrieg, ist die Glocke verschwunden. Nach der Renovierung des wertvollen Gebäudes um 1985 erhielt der Dachreiter eine neue Glocke. Diese hat bisher wiederum nur einmal geläutet, und zwar am Tage der Wiedervereinigung Deutschlands, am 3. Oktober 1990.

52. Fachwerkhäuser gab es an vielen Stellen in Kettwig, so auch an der früheren Essener Straße (heute Corneliusstraße) auf dem Besitz der Familie Drengenburg. Das Fachwerkgebäude von 1634 wurde 1960 abgebrochen, um für eine größere Wohnanlage Platz zu machen.

53. Die gesamte Kaiserstraße steht ebenfalls unter Denkmalschutz. In den Häusern wurde in früherer Zeit in Familienbetrieben das Textilhandwerk ausgeübt. Es lohnt sich, diesem verwinkeJten Altstadtbereich einen Besuch abzustatten.

54. An der Einmündung der Ruhrstraße in die Hauptstraße, vorbei am Münzenbergerplatz, stand der sogenannte Voss-Bau, ein Eigentum der Familie Joh. Wilh. Scheidt in Kettwig. Das große Gebäude wurde in den oberen Etagen als Wohnteil für Mitarbeiter der Fa. Scheidt genutzt. Im Untergeschoß befand sich der Reitstall des Hausherrn mit Zuschauerempore für Gäste. Das Gesamtobjekt wurde 1981 abgebrochen und das Grundstück an die Katholische Kirchengemeinde St. Peter verkauft. Diese erweiterte hier mit einem schönen Gebäudeteil das bestehende Altenheim 'Sr-Josefs-Haus'.

55. Gegenüber dem heutigen Theodor-Heuss-Gymnasium, in der damaligen Bisrnarckstraße, heute Hauptstraße, befinden sich das St.Josefs-Haus und das Pfarrhaus St. Peter mit dem großen Pfarrgarten. Die Lagebezeichnung dort lautet Münzenbergerplatz. Die Ansicht aus den zwanziger Jahren zeigt neben den schönen Gebäuden auch große alte Straßenbäume, die mit dazu beigetragen haben, daß Kettwig auch als 'Gartenstadt' bezeichnet wird.

56. Der Grundstein für das evangelische Altenheim 'Haus Abendfrieden' in der Schulstraße wurde im Frühjahr 1952 gelegt. Die Ansprache für die Evangelische Gemeinde in Kettwig hielt Pfarrer DL Franzen aus Kettwig vor der Brücke. Das Altenheim war bereits im Sommer 1953 fertiggestellt und konnte der Gemeinde übergeben werden. Auf dem Bild ist im Hintergrund das damalige evangelische Krankenhaus Kettwig mit seiner Kapelle zu sehen. Dieses Krankenhaus wurde zum Leidwesen aller Kettwiger Ende 19811Anfang Januar 1982 abgebrochen. An dieser Stelle wurde ein Altenpflegeheim errichtet.

57. Die Kettwiger sind nach wie vor tramig darüber, daß es ein Kettwiger Krankenhaus nicht mehr gibt. Die Aufnahme von 1940 erinnert an die gute alte Zeit, als noch Dr. Gustav Brachvogel (links) und Dr. Werner Bremicker (rechts) die Chefärzte waren. Diakonissen aus Kaiserswerth betreuten das Krankenhaus in vorbildlicher Weise. Auf dem Bild sind viele bekannte und leider einige unbekannte Schwestern zu sehen. Obere Reihe, von links nach rechts: unbekannte Schwester, Guste! Scherwinski, Schwester Anneliese, Hedwig Westerhoff, unbekannte Schwester, Lore Schroer, Schwester Inge , Johanna Meier-Ebert und Erika Krärner. Untere Reihe: unbekannte Schwester, Schwester Elisabeth, Klara Müncher, Adele Öttgen, Babette Dünnbier, Lotte Lang, Else Neuhaus, Hanni Lenneper, Hanna Meyer, Maria Rudolf und Anna Meister.

58. Das Haus 'Abendfrieden' ist nach den Plänen des in Kettwig bekannten Architekten und ehemaligen Städtischen Baurates Carl Pflitsch erbaut worden. Das Altenheim ist sehr beliebt und wurde inzwischen durch einige Um- und Ausbauten auf den neuesten Stand gebracht.

59. Stolz feierten 45 Kettwiger Seniorinnen und Senioren 1933 das Fest ihrer Goldkonfirmation. Das Gruppenbild entstand an der Hofseite des damaligen Wichernhauses (heute J ugendhaus/Eckhaus) an der Schulstraße. In der dritten Reihe sind zu erkennen: oben links Pastor Adolf Brüggemann und oben rechts der damalige Küster Karl Kinzius. Die Familie Kinzius hatte bis 1960 zweihundert Jahre lang das Küsterarnt an der evangelischen Marktkirche ausgeübt, Der letzte Küster dieser Familienreihe war Hugo Kinzius.

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