Kettwig in alten Ansichten Band 3

Kettwig in alten Ansichten Band 3

Autor
:   Theo Basten
Gemeinde
:   Kettwig
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5696-7
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt.

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Auszüge aus dem Buch 'Kettwig in alten Ansichten Band 3'

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60. Zu den ebenfalls bekarmten Ausflugsgaststätten im Stadtzentrum zählte der 'Kettwiger Hof' der Familie Cremer. Die Werbung für diese Gaststätte war beispielhaft für den damaligen Zustand in der Gartenstadt Kettwig: 'Ruhiger schattiger Garten, herrliche Aussicht ins Ruhrtal, gute Küche, spezielles Haus für Reisende, ein von Ausflüglern und Sommergästen bevorzugtes Haus.' Den 'Kettwiger Hof' gibt es nicht mehr. Hier befindet sich heute ein Wohn- und Geschäftshaus.

LUFTKURORT KETTW1G.

rou TtiAUS.

61. Das Kettwiger Rathaus wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts von den Tuchfabrikanten Gebr. Wieskott gekauft und am 1. November 1867 als Bürgermeisteramt bezogen. Es waren aber damals nur im Erdgeschoß und in der ersten Etage Amtsstuben eingerichtet. Der restliche Teil des Gebäudes diente leitenden Beamten als Dienstwohnung. Das Bild von 1915 zeigt den Balkon im Blumenschmuck, und das ist bis heute traditionell fortgeführt worden. Leider kann sich Kettwig seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr als Luftkurort bezeichnen.

62. Mit elf Beamten konnte die Stadtverwaltung um 1929 ihr Arbeitspensum erledigen. Die hohen Herren kamen für ein Gruppenbild zusarnmen, wobei diejenigen, die sitzen durften, die höheren Beamten waren. Auf der Abbildung sind zu erkennen, Obere Reihe, von links: Winter, Danz, Haarrnann, Voßnacke, Potthaus und Scheffer. Untere Reihe, von links: Sparkasse-Direktor Hofmann, Baumeister Dockhorn, Bürgermeister Hopmann, Rendant Haumann und Wasserwerksleiter Zanders.

Kettwiger Heimatlied

von R. Windgassen

~Uo im ~ole liegt ein -iJtöi)td)en bergl1mranft, iDo en .!ini)enböllmen fie!)t 'ne nlte ~onf,

iDo au] ~erges~ö!)en Jd)lögt oie ~ird)turmul)r: öa ifi meinè ijeimot ~~eltiDig on i)er ~Ill)r!

:?Uo i)os :?UofJer iDiri) im ~ole ollfgeftollt,

iDo Don ~ergen roeit man in i)ie Seme Jd)out, iDo i)ie .:Jonne r eud)tet über Wol i) uni) Slur:

oe ifi meine ~eimot ~eltiDig on uer :?Il!)r!

:?Uo Die .!iegeiDieJen on i)M -iJtrome5 .:Jtroni), tno JO mond)et; ilörd)en ge!)t i)ort ~oni) in ~oni), roo mon [ld) tcnn freuen üher Die :!lotur:

on ift meine ijeimot ~ettiDig on Der :?ul)r!

:?Uo Jo Diele junge :möDd)en lieb uni) Jd)i5n,

iDo [Ie obeni)s nu] i)er ilromenoDe gel)n,

!DO Derliebte Jungen folgen ff)m .:Jpur:

oe ift meine ~eimot ~ettiDig on i)er :?Il!)r!

63. Robert Windgassen war ein bekannter Kettwiger Mitbürger, der die Begeisterung für seine Stadt in einem Heirnatlied zum Ausdruck gebracht hat. Wer den Text seines Liedes aufmerksam Iiest, wird feststellen, daß der Inhalt auch heute, nach über vierzig Jahren, stimmt. Robert Windgassen, in den fünfziger Jahren freier Mitarbeiter bei der Kettwiger Zeitung, war wegen seiner fixen und aktuellen Berichterstattung als 'Hans Dampf in allen Gassen' ein beliebter Pressemann. Windgassen wohnte am Hopmannplatz mit herrlichem Ausblick auf Kettwig. Wie er von dort sein Kettwig gesehen hat, ist auf der nächsten Seite nachzuempfinden.

64. 'Wir lieben unser Kettwig' ist das Motto des Heimat- und Verkehrsvereins, und wer Kettwig kennt weiß, warum die Kettwiger voll hinter dieser Aussage stehen. 'Kettwig im Frühling', ein Bild vom Bögelsknappen mit Bliek auf die Stadt im Ruhrtal vermittelt einen unvergeßlichen Eindruck.

Restaurant Niederdräing, Kettwig a. d. Ruhr.

Telelon 156. Gute Kuche, H. Weine. Erstklassige Dortmunder u. ?tI Iïnchenër Bière,

65. Gegenüber der Einmündung der Ruhrstraße in die Hauptstraße steht ein bemerkenswerter Jugendstilbau der Kettwiger Baumeister Stränger und Brocka. Das Haus Hauptstraße 60 war ursprünglich ein Gasthaus. Um 1915 war hier der Gastwirt Niederdräing der Hausherr. Später gab es hier das Restaurant 'Zum Franziskaner'. Seit Anfang der fünfziger Jahre werden die Räume anderweitig genutzt.

66. Anfang der dreißiger Jahre gab es noch viele Grün- und Freiflächen in Kettwig, so wie hier an der 1926 gebauten Verbandstraße (heute Graf-Zeppelin-Straße). Hangaufwärts wurde damals die Aufschließungsstraße zum Neubaugebiet 'Kernmannsberg' angelegt. und dabei die alte, vorhandene Wiesenstraße (heute Eichendorffstraße) in den Kreuzungsbereich mit einbezogen. Alle Freiflächen auf dem Bild von 1930 sind nach dem Krieg einer Wohnbebauung bzw. einer gewerblichen Nutzurig zugeführt worden.

67. Dort, wo sich heute an der HauptstraBe/Ecke RuhrstraBe ein groBes Kaufhaus niedergelassen hat, stand weitab von der StraBe das alte Bauernhaus der Familie vom Berg. Dieser Familie gehörten viele Ländereien im Stadtbereich, die inzwischen alle der Bebauung zugeführt wurden. Die Aussagen des Spruches über der Haustür:

Wilhelmus auf dem berg und Anna Maria von der Loterbeek Eheleuth zusamen

die haben dieses Haus gebaut in Gottes Namen.

Wer den Herren förchtet der hat eine sichere Vestung und seine Kinder werden auch beschirmt

Spruch W XIV V 26 MDCCLXXIII den 26 Mey

... hat sich leider nicht bewahrheitet.

68. An der Bahnhofstraße (heute Hauptstraße) hat die Kettwiger Post ihren Standort seit dem 1. April 1906. Bis 1918 war die Kettwiger Post das 'Kaiserliche Postamt'.

6russ aus Kettwig

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Kettwig.

Park-Hotel am Jungborn,

69. Die untere Hochstraße in Kettwig war die Zuwegung zu der im 19. Jahrhundert gegründeten Naturheilanstalt 'Jungborn' von Wilh. Zähres. Um den vielen Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bieten, wurde das Parkhotel 'Am Jungborn' erbaut. Die Straße erhielt 1908 den Namen 'Auf der Forst'. Aus dem Parkhotel ist inzwischen ein Nobelrestaurant mit exklusiver Hotelanlage geworden.

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