Achim in alten Ansichten

Achim in alten Ansichten

Autor
:   Karlheinz Gerhold
Gemeinde
:   Achim
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6217-3
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Achim in alten Ansichten'

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18 Die Gaststätte 'Zur Harzburg' an der Obernstraße war Vereinslokal des Arbei tergesangvereins 'Vorwärts' und eines Sparerclubs. In solchen nach außen hin unpolitisch wirkenden Vereinen organisierten sich die Arbeiter während des Dritten Reiches, um sich nach der Zerschlagung ihrer Organisationen durch die Nazis noch treffen zu können, wobei auch der politische Austausch einbezogen war. In der 'Harzburg' übernachteten in alter Zeit auch wandernde Handwerksburschen, weil sie gleichzeitig die 'Herberge zur Heimat' war.

Achim

Johann Hoener

ObernstraBe

19 Gieschens Hotel ist eines der ältesten Hotels Achims. Bereits aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges soll einem Bericht des Pastors ZeidIer aus dem [ahre 1735 zufolge an der Stelle, wo heute Gieschens Hotel den Beginn der Achimer Innenstadt markiert, ein Gasthaus gestanden haben, Dieses gelangte sogar zu einer traurigen Bekanntheit: Beherbergte es doch 1626 den Dänenkönig Christian IV., als ein Pulverwagen des Monarchen Feuer fmg, explodierte und den ganzen Ort bis auf die Kirche abbrannte. Der König soll fluchtartig den Ort verlassen haben. Ende des 19.Jahrhunderts war Gieschens Hotel anerkarmte Station der Fahrrad-

sportler. Um 1910 fand auf Gieschens Hof allmonatlich der Schweinemarkt statt.

Gruss aus Achim

20 Ein Bliek auf die gepflasterte Obernstraße mit Riekes Honigkuchenfabrik vorne links. Nach der [ahrhundertwende wurde aus der Bäckerei ein Industrieunternehmen, das in den zwanziger jahren in die Gaswerkstraße verlegt wurde. 'Achim, die Lebkuchenstadt' , war in den zwanziger [ahren ein geflügeltes Wort.

21 Bei dieser Ansicht folgt der Betrachter der Oberristraße aus Bierden kommend links am Gasthaus 'Drei Kronen' vorbei bis zum Speicher Scherf in der Bildmitte, dessen Restgebäude heute den Beginn der Fußgängerzone markiert. Das zweite Haus auf der linken Seite beherbergte den Kornhandel und das Wohnhaus der jüdischen Familie Alexander, auf deren Grundstück sich auch die Achimer Synagoge der [ûdischen Gemeinde befand. Während der Reichspogromnacht am 8. November 1938 wurde die Synagoge von den Nazis verwüstet.

Jlchim

Oberastrasse

22 Um die Iahrhundertwende war August Frankes Gasthof, Straßencafé und Ausspannstation für Besucher wie Einheimische eine angesehene Adresse in Achim. Später nutzte der Rechtsanwalt Bahland das Gebäude, das schließlich im [ahre 1989 der im Zuge der Stadtsanierung gebauten Stadtkernentlastungsstraße Am Schmiedeberg weichen mußte.

Gruss aus Jtchim.

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23 Diese am 23. Oktober 1908 versandte Ansichtskarte präsentiert dem Betrachter das Hotel Stadt Bremen von seinen besten Seiten mit links unten dem Sommergarten, links oben dem Saal und rechts dem Hotelgebäude.

Hölel St~dl Bremen

lnh.: H. H~geMh. Kncche'~ N~chl.

24 In der Großen Kirchenstraße vor der Kirche befand sich die Gaststatte von Hinrich Puvogel, später von seiner Witwe Anna Puvogel. Hier trafen sich vor allem Achimer Zigarrenarbeiter, um sich auf ihren 'blauen Montag' vorzubereiten.

25 Der Schützenverein Achim zählt zu Achims ältesten Vereinen. Am 10. Mai 1857 gründeten Mitglieder der 1843 ins Leben gerufenen Achimer Liedertafel, des ältesten Achimer Gesangvereins, den Schützenverein zu Achim. Der erste Vorstand bestand aus den 1. Vorsitzenden Gerichtsvogt Rehkopf, dem 1. Beisirzer SimonAnspacher, dem 2. Beisitzer Tischlermeister

Franz Marschhausen und dem Rechnungsführer Kaufmann Christian Hillemann, dem Initiator der Vereins-gründung. Auf diesem Bild sind die Achimer Schützen zum Schützenfest auf dem Schûtzenhof im Iahre 1892 ausgetreten.

26 Das Bauernviertel AltAchims - hier mit der Einmündung der Unterstraße in die Langenstraße und den Bauernhäusern Meinken, Bischof und Rustedt - boten vielen Bremer Ausflüglern in der Kaiserzeit Gelegenheit zu ausgedehnten Spaziergängen, die dann regelmäßig in die Marsch führten. Links im Bild das Haus des Imkers Ehlers.

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27 Bis weit ins 19. [ahrhundert hinein prägten dórfliche, landwirtschaftliche und bäuerliche Strukturen Achim. Hiervon erhalten wir noch einen schönen Eindruck durch diese Aufnahme aus dem Bauernviertel mit Blick auf die Vendtstraße in Richtung Eckstraße. Erst mit Einsetzen der Industrialisierung und dem Zuzug vieler Zigarrenarbeiter entwickelten sich städtische Strukturen. Zur Stadt allerdings wurde Achim von der Niedersächsischen Landesregierung erst im [ahre 1949 erklärt.

Alt· Achim.

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