Ahlen in alten Ansichten

Ahlen in alten Ansichten

Autor
:   Josef Hesse und Frau Dr. Ute Ewering
Gemeinde
:   Ahlen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6576-1
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Ahlen in alten Ansichten'

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1 0 Die Postkarte von

1 92 8 zeigt das Hotel und café Central van F. Neuhaus, das sich im Stadtzentrum an der Marienkirche befand. Im gesellschafts-, vereins- und kulturpolitischen Geschehen hat das Hotel Neuhaus eine Rolle gespielt. Zeitweilig beherbergte es ein Lichtspielein sogenanntes Kinomatographentheater. In den zwanziger Iahren wurden auf der Bühne des großen Saales ernste und heitere Stücke vom Westfälischen Städtebundtheater und vom Stadttheater Münster aufgeführt. Im Zweiten Weltkrieg war das Deutsche Rote Kreuz in dem Hotel untergebracht. Hier wurde dann auch die Ausbildung der Mitglieder durchgeführt.

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11 Ansicht der Oststraße in Richtung der Marienkirche. Die Straße gehörte nicht nur zu den Hauptstraßen der Stadt, sondern dort waren seit i eher die verschiedenen Geschäfte angesiedelt. Damals, noch recht menschenleer, ist die Oststraße auch heute noch die Haupteinkaufstraße von Ahlen und auch als Fußgängerzone ausgewiesen. Das Haus auf der Karte auf der rechten Seite ist das Haus Hartmann, an der Ecke zur Ostenmauer.

12 Blick in die Oststraße, Fotovon 1898.Aufder rechten Seite vorne ist die evangelische Stadtkirche zu sehen, die am 22. November 1861 eingeweiht wurde. Zusammen mit dem Pfarrhaus bildet sie ein Gebäude. Nachdem zunächst ein Lehrer die Verwaltung der Gemeinde übernommen hatte, kam 1865 der erste evangelische Geistliche, Pastor Frey, nach Ahlen.

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13 Blick in die Ost- und Weststraße. Auf der linken Seite der Ansicht befinden sich heute die Buchhandlung Sommer, Gold-Fischer und an der Ecke Schlecker.

Das Haus auf der rechten Seite ist das ehemalige Heitmannsche Haus, das 1969 abgerissen wurde. Heute befindet sich dort an dieser Stelle der Marien-

platz, in der in diesem Bereich als Fußgängerzone ausgestatteten Straßenführung.

14 Foto der Mühle Münstermann, ehemals 'Goldsteins Mühle' am Osttor um 1910, nachdem sie eine Galerie erhalten hatte. Diese Mühle an der Bahnhofsstraße war im Iahre 1845 renoviert worden. Bis 1909 arbeitete die damalige Goldsteinsche Mühle im Auftrag der Anlieferer. Seit die Familie Münstermann Besitzer der Mühle wurde, kaufte sie selbst das Getreide, lagerte und verarbeitete es zu mehreren Sorten Backmehl zum Verkauf Die Rückstände wurden als wertvolles Futter der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt. Schon 1912 wurden die Flügel vom Mühlengebäude entfernt. Auch

heute noch ist die Mühle in Betrieb. Seit 1985 werden die Mahlvorgänge voll elektronisch gesteuert.

15 Blick in die Gerichtsstraße. Auf der linken Seite in der Mitte ist das alte Amtsgericht, gebaut 1897, zu sehen. Es war das erste Bauwerk, das auf der kurz zuvor angelegten Straße entstand. Heute folgt die Gerichtsstraße den damals abgetragenen Wallanlagen der Stadtbefestigung. Die eigentliche Gründung des Ahlener Amtsgerichtes im Zuge der preußischen Strukturreform ist der 1. Oktober 1879. Damals war der Tagungsort das alte Rathaus. Aus Platzmangel war ein Neubau notwendig, der 1897 fertiggestellt war. Schon nach einigen Iahren war ein Anbau erforderlich, der 1906 begonnen wurde.

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16 Wohnhaus des bekannten Ahlener Bauunternehmers Wilhelm Krämer auf der Oststraße, das 1883 erbaut wurde. Fast alle wichtigen Gebäude in Ahlen sind von diesem Bauunternehmer errichtet worden. Hierzu zählen unter anderem die neuerbaute Marienkirche, das alte Rathaus am Marktplatz, Eisenbahnbrücken, das St. - Franziskus- Hospital und die verschiedenen für das gesellige Beisammensein wichtigen Gasthäuser. Das Haus Eisen-Linneman, teilweise links im Bild, wurde bei dem Bombenangriff am 23.04.1944 zerstört. Das Wohnhaus von Wilhelm Krämer wurde 1968 abgebrochen.

17 Blick auf das Zentrum des alten Ahlen. Von der Marienkirche geht der Blick über die Häuser auf die Bartholomäuskirche. Links am Rand der Aufnahme sind das alte Rathaus und ein Teil des Marktplatzes zu sehen. Unmittelbar hinter der Kirche erstreckt sich noch weitgehend unbebautes Land, nur vereinzelt sind Häuser auszumachen. Der Schornstein auf der rechten Seite im Hintergrund gehört zur Landmaschinenfabrik Buschhoff an der Hammer Straße.

18 St.-Bartholomäus-Kirche am Marktplatz. Auf der linken Seite ist ein Teil des ehemaligen Schlaunschen Rathauses zu sehen. Die Bartholomäuskirche zählt zu den ältesten Taufkirchen im Münsterland. Bereits in der Vita des heiligen Liudger, erster Bischof von Münster, ist sie als Pfarrei belegt. Sie bildet als frühe pfarrkirche den Mittelpunkt der späteren Stadt. Um 1450 erfolgte der Bau der heutigen Bartholomäuskirche. Nachdem der Westturm durch einen Blitzschlag im Iahre 1811 eingestürzt war, wurde in denjahren 1815-1819 ein neuer Turm errichtet.

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Marktplatz.

19 Grußkarte um 1900. Die Karte zeigt den historischen Marktplatz mit Blick auf die Bartholomäuskirche. Vorne rechts ist das Kriegerdenkmal zu sehen.

Auf dem Foto ist noch der Vorgängerbau des Textilgeschäfts Holtermarm zu sehen. Das größere Gebäude wurde erst im Iahre 1906 erbaut. Obwohl sich einige bauliche Veränderungen im Verlauf der Jahrzehnte am Marktplatz ergeben haben, präsentiert sich dieser Platz auch heute noch weitgehend in historischer Art.

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