Ahlen in alten Ansichten

Ahlen in alten Ansichten

Autor
:   Josef Hesse und Frau Dr. Ute Ewering
Gemeinde
:   Ahlen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6576-1
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Ahlen in alten Ansichten'

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20 Auch diese Postkarte aus Ahlen zeigt einen Blick auf den Marktplatz, dem Zentrum von Ahlen. Im Umkreis des Marktplatzes befanden sich früher die ersten Siedler der späteren Stadt. Am Alten Hof, unweit des Platzes, konnten bei Ausgrabungen Keramikfunde aus dem 9. Jahrhundert gemacht werden. Von der Bartholomäuskirche aus ist der Platz in seiner vollen Längsausrichtung zu sehen. Am hinteren Ende des ovalen Platzes

ist das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 zu erkennen. Im Haus dahinter befand sind die Wirtschaft Haltermann.

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21 Hotel Pieper am Marktplatz. Als Anton Pieper 1874 den GasthofLenferding ehemals 'Klostermann' kaufte, gestaltete er diesen zu einem Hotel um.

Bereits 1 913 war im Haus auch ein Reisebüro eingerichtet, das heute noch dort existiert. In nationalsozialistischer Zeit wurden dort zur Ausreise gezwungenen Juden Schiffspassagen nachAmerika verschafft. Das Hotel selbst wurde bis 1942 weitergeführt. Bis 1949 diente das Haus dann Ostflüchtlingen als Unterkunft. Später wurde das Hotel nur noch als Lager genutzt, stand dann leer und zerfiel. Dr. Anton Pieper ließ das Haus im alten Stil restaurieren.

1976 waren die Arbeiten abgeschlossen. Das Haus Pieper steht darüber hinaus mit der politischen Geschichte Deutschlands in Verbindung. Hier wurde

1 870 die Zentrumspartei

Deutschland gegründet. Hermann von Mallinckrodt und seine Freunde legten die Forderung nach Gleichstellung von Grundbesitz, Kapital und Arbeit als Partei fest.

22 Kaufhaus Carl Holtermann am Marktplatz. Das Warenhaus kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Albert Matthias Holtermarm gründete zu Beginn des 19. Iahrhunderts in Ahlen einen Kolonialwarenladen. Das Angebot reichte von Gewürzen und Lebensmitteln bis zu Haushalts- und Kleiderwaren, Gerätschaften und Heilmitteln. Mit dem Laden war auch eine Schankkonzession verbunden. Carl Holtermarm errichtete dann am Marktplatz einen Neubau am Ort des alten Oevermannschen Hauses im Iahre 1906. Die Spezialabteilung für Betten hat den Namen Holtermann

bekanntgemacht. Auch heute noch befinden sich im Hause Textilgeschäfte.

23 Das Rathaus von Schlaun auf dem Marktplatz. Das vom bekannten Architekten Iohann Konrad Schlaun errichtete Gebäude wurde 1752 gebaut, nachdem der Vorgängerbau durch einen Brand zerstört worden war. Typisch für die Schlaunschen Gebäude ist die Verwendung des Sandsteins in Verbindung mit Ziegeln. Später wurde die Verwaltung des Rathauses auf die Nordstraße verlegt. Das Schlaunsche Haus diente dann als Gerichtsgebäude und Gefängnis.

N achdem man sich zu einem Neubau an gleicher Stelle entschlossen hatte, wurde das Haus abgerissen.

24 Das alte Rathaus am Marktplatz. 1904 begann man mit dem Neubau des Rathauses, nachdem der Vorgängerbau abgerissen war. Zwei Iahre später konnte dann das Gebäude bezogen werden. Architekt war Hubert Holtmann aus Münster, Bauunternehmer war Wilhelm Krämer aus Ahlen. Der schönste Raum im Gebäude ist der holzvertäfelte Sitzungssaal. Zusammen mit der Fertigstellung des Ahlener Wasserwerkes wurde das neue Rathaus mit einem großen Fest im Hotel Pieper gefeiert. Heute wird das alte Rathaus von der Volkshochschule genutzt.

25 Die Aufnahme von 1912 zeigt einen Blick aus der Vogelperspektive vom Marktplatz aus in die Klosterstraße. Die Ansicht geht unmittelbar über das für die im Krieg von 1870/71 Gefallenen errichtete Kriegerdenkmal. 1896 hatten Ahlener Bürger, die Stadt und ihre Gemeinden 3 000 Mark für das Denkmal gespendet. Es besteht aus einem Sockel über dem sich ein Obelisk erhebt, der von einen Adler bekrönt wird. Die figürliche Darstellung zeigt einen am Boden lagernden, sich mit einer Hand abstützenden Soldaten, der von einem Engel bekränzt wird. Gestalter war der Steinhauer

Bernhard Hartmann. Das Denkmal wurde am 20. August 1 896 eingeweiht.

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Mark mit K" e(!erdenkmal und Klosterstraße

26 Blick in die Weststraße mit dem markanten Gebäude am ehemaligen Westtor. Das im Stil der Neurenaissance gebaute Haus, die ehemalige Villa Buschhoff, beherbergt heute zusammen mit einem Anbau und einem weiteren historischen Ackerbürgerhaus das KunstMuseum Ahlen, getragen von der TheodorF.-LeifeldStiftung. 1993 restaurierte der Industrielle Theodor F. Leifeld die Villa für das Museum.

27 Mühle um 1909, die heute als Rubberts Mühle bekannt ist. Am histori schen Standort der ältesten Mühle Ahlens befindet sich dieses Mühlengebäude. Damals war sie dicht vor den ehemaligen Befestigungsanlagen, zwischen Stadtgräften und Werse, in der Nähe des Westtores gelegen. Der Mühlenstau ist vermutlich vor 1 2 12 im Zusammenhang mit der Stadtbefestigung Ahlens durch Wassergräben entstanden, um die Gräben mit Wasser zu füllen. Die ursprünglich städtische Mühle wurde im 19. Iahrhundert von der Familie Rubbert gekauft. Die damalige Wassermühle wurde

später Dampf- und Wassermühle. 1901 wurde ein Wohnhaus angebaut.

Auch heute ist das Gebäude eine Mühle und führt einen Landhandel.

28 Die alte Dechanei auf der Weststraße 74 wurde im Iahre 1880 vom Bauunternehmer Krämer erbaut. An gleicher Stelle ist ein Vorgängerbau nachgewiesen worden. Dieser wiederum hatte ebenfalls einen Vorbau, der im Iahre 1 744 durch einen Brand zerstört worden war. Vermutlich befand sich bereits im 13. Jahrhundert hier das Pfarrhaus, von dem in einer Urkunde von Otto 1., Bischof von Münster, im Iahre 1213 berichtet wird. In diesem Schreiben wird erklärt, daß das Pfarrhaus an einen anderen Ort verlegt worden sei. Das auf dem Foto abgelichtete Haus wurde 1976 abgerissen.

29 Ansicht des alten Amtshauses der Stadt Ahlen auf der Nordstraße. Bevor auf dem Marktplatz das erste Schlaunsche Rathaus gebaut wurde, diente dieses Haus der Stadt als Amtshaus. Es war im Iahre 1668 errichtet worden. Das steinerne Wappen zeigt neben dem Stadtheiligen, dem St. Bartholomäus, den geflügelten Aal, das Wappentier der Stadt, die Iahreszahl

der Erbauung. Das Haus, das sich an der Marienkirche befand, wurde um 1960 abgerissen.

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