Ahlen in alten Ansichten

Ahlen in alten Ansichten

Autor
:   Josef Hesse und Frau Dr. Ute Ewering
Gemeinde
:   Ahlen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6576-1
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Ahlen in alten Ansichten'

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30 Restaurant KaiserWilhelm. Das Gasthaus befand sich auf der Nordstraße. Die Aufnahme von etwa

1 91 0 zeigt neben dem Blick auf das Gebäude eine Ansammlung von stolzen oder auch neugierigen Ahlener Bürgern, die sich eingefunden haben. Niedlich sind die im Wilhelminischen Stil gekleideten Mädchen anzusehen, die mit ihren weißen Schürzen sicherlich extra fein für das Foto herausgeputzt worden sind, zum Stolz der Mütter.

Restaurant Kaiser Wilhelm Jose! Scnlenkert

Ahlen i. W.

3 1 Ansicht der Nordstraße von 1909. Dort auf der Straße befand sich eine der insgesamt fünf Stadttore von Ahlen, das sogenannte Nordtor. Seit 1 271 erhielt Ahlen eine Stadtmauer mit den Toren und weiteren Wällen. Schon 1685 wurde das Nordtor wegen Einsturzgefahr abgebrochen. Nachdem im Siebenjahrigen Krieg sich die Schutzmaßnahmen der Stadtmauer und Wälle als nutzlos erwiesen hatten, begann man 1765 mit dem Abbau derselben. Nur das Westtor blieb weiterhin erhalten und wurde erst 1879 abgerissen.

Nerdtor

Jhlen . Westf·

32 Nachdem die Eisenbahnstrecke zwischen Münster, Warendorf und Rheda 1887 eröffnet war, wurde die unrentable Postkutschenverbindung am

1. Ianuar 1888 eingestellt. Im Zuge des Wachstums der Bevölkerung war die Errichtung eines eigenen Postgebäudes notwendig geworden. Am 1. Juli 1913 wurde das Dienstgebäude auf der heutigen Von-Geismar-Straße in Betrieb genommen. Der Eingangsbereich des Gebäudes, der sich auf der Ecke befindet, ist zusätzlich architektonisch durch den Runderker betont. Für die Aufnahme anläßlich der Betriebsaufnahme wurde der Fahr-

zeugpark zur Schau gestellt. Das Kaiserliche Postamt war in der Zeit von 1889 bis 1913 in der Oststraße 30 untergebracht gewesen. Aber auch das neue Gebäude von 1 913 wurde mit

der Zeit zu klein, sodaß am 21.Juli 1961 in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs ein neues Gebäude eingeweiht werden konnte.

33 Die Rektoratsschule, die zunächst in zwei verschiedenen Gebäuden, in der Lateinschule an der Bartholomäuskirche und in einem Haus auf der Nordstraße untergebracht war, erhieltimJahre 1900 ein eigenes Gebäude auf der Südstraße. Bereits 16 Iahre später zog die Schule in das Gebäude, in dem heute die Stadtbibliothek untergebracht ist. Seit 1911 war die Rektoratsschule in ein Realgymnasium umgewandelt worden, sodaß dort nun das Abitur gemacht werden konnte.

34 Haus Sandgathe auf der Südstraße. Nach einem Brand wurde das Haus im Iahre 1807 vom Bäckermeister Neuhaus wieder errichtet. Ab 1880 ist das Haus im Besitz der Familie Sandgathe aus Essen. Die Familie richtete hier eine Branntweinbrennerei ein, die eine erhebliche Bedeutung erlangte und bis zur Jahrhundertwende in Betrieb war. Die Gastwirtschaft befand sich im linken Hausteil und gehörte zu den beliebtesten in Ahlen.

1 911 bekam das Haus durch einen Saal zur Rückseite einen Anbau. Außer für verschiedene Festlichkeiten war das Lokal für politische Versammlungen bekannt.

Heute ist im renovierten und erweiterten Haus die Kreismusikschule untergebracht und es werden dort verschiedene kulturelle Veranstaltungen durchgeführt.

6russ aus dern Restaurant Baas von W. Sandçathe.

Jlhlen

35 Das Foto zeigt das Gebäude der alten Stadtwerke auf der Ost-Bahnhofstraße. Nachdem am 16.April 1898 die Elektrizitätsver sorgung in Ahlen aufgenommen wurde, war mit dem Bau einer Maschinenhalle am Ostwall der Anfang gemacht. Das erste Gebäude derWerke entstand 1939 auf der Bahnhofstraße, zusammen mit der Feuerwehr. Schon vier Iahre später war ein neues Verwaltungsgebäude errichtet worden, das im August 1994 abgebrochen wurde.

36 Buschhoffs Fabrik vorgestellt als Luftbildwiedergabe. Das Bild zeigt das Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Gebäude an der Hammerstraße. Ausgehend von der Buschhoffschen Schmiede, die 1813 auf der Kampstraße 8 ihren Standort hatte, entwickelte sich die Landmaschinenfabrik Buschhoff. Um

1873 begann dann Theodor Buschhoff mit der Produktion landwirtschaftlicher Geräte. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges wurden hauptsächlich die 'Patent- Dampf- Dreschmaschinen' und Lokomobile gefertigt. Die auch heute noch Landmaschinen produzierende Firma ist 1998

aus dem Gebäude auf der Hammerstraße ausgezogen und hat seine Produktionsund Lagerhallen in den Natur- und Gewerbepark Olfetal verlegt.

37 Blick auf die Ecke West- und Klosterstraße. In dem Gebäude an der Ecke wurde die erste ' Ahlener Volkszeitung' herausgebracht. Die Firma Büttger und Hölters hatte am 3 1 . März 1898 die 'Ahlener Volkszeitung' gegründet, die im ersten Vierteljahr mit etwa 40 0 Abonnenten ihre Laufbahn begann. Für nur 1 Mark konnte man das ganze Viertelj ahr bei dreimaliger Erscheinung in der Woche die Zeitung in der Geschäftsstelle abholen, für 1,20 Mark wurde sie ins Haus geliefert. Am 2. November 1900 kaufte Everhard Sommer die gut florierende Zeitung, die in-

zwischen aufüber 1 000 Auflagen gestiegen war, auf.

38 Schuhfabrik Tovar, um 1900. Die Firma Tovar gehörte zu den wichtigsten Ahlener Schuhfabriken. Gegründet wurde die 'Mechanische Schuhfabrik Johannes Tovar' im Iahre 1894. Während zunächst Arbeitsschuhe gefertigt wurden, stellte sich die Firma Tovar in den fünfziger Iahren auf die Produktion von modernen Damenund Herrenschuhe um. In den sechziger Iahren waren dreihundert Mitarbeiter beschäftigt, die zweitausend Paar Schuhe pro Tag herstellten. 1976 schloß die Schuhfabrik Tovar.

39 Klosterstraße. Im Gebiet der Klostergasse und Klosterstraße kauften wohlhabene Bürger einen Hof und stellten ihn den Schwestern vom Gemeinsamen Leben zum Bau eines Klosters zur Verfügung. Das Leben dieser Gemeinschaft richtete sich nach den Regeln der Augustiner. Aufgenommen wurden ausschließlich Töchter des gehobenen Bürgertums und des Handwerks.

1814 wurde das Kloster geschlossen und das Inventar verkauft. Zwei Iahre später wurden die Gebäude abgerissen.

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