Ahlen in alten Ansichten

Ahlen in alten Ansichten

Autor
:   Josef Hesse und Frau Dr. Ute Ewering
Gemeinde
:   Ahlen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6576-1
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Ahlen in alten Ansichten'

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40 St. - Vincenz- Krankenhaus. Im Iahre 1848 gründete sich unter der Führung von Iohann Hermann Vering und Bernhard Heinrich Beumer der Vincenzverein mit dem Ziel des Baues eines Krankenhauses. Zwei Iahre später im Iahre 1850, wurde das Efverfeldsche Wohnhaus mit der Scheune an der Kampstraße 13 für 2 000 Taler gekauft und dem Vincenz- Verein zur Verfügung gestellt. 1852 kommen dann die zwei ersten Franziskanerinnen aus dem St. Rochus

aus Telgte nach Ahlen. Nachdem 1928 der erweiterte Neubau fertiggestellt war, wird das Haus zum Altenheim. Nach dem

Zweiten Weltkrieg ist das Hospital Fachklinik für Lungenkranke und später Wohnheim für Langzeitkranke. Heute ist das Krankenhaus Altenwohnheim.

41 Im Iahre 1927 wurde vom Bischof von Münster die Grundsteinlegung für ein neues Krankenhaus vorgenommen. Es ist das St. - Franziskus- Hospital, das seinen Namen von den in Ahlen tätigen Franziskanerinnen erhielt, die damals 75 Iahre im Vincenzkrankenhaus tätig waren. Die Aufnahme zeigt das neuerrichtete Gebäude auf der Kampwiese, der heutigen Robert-Koch-Straße. Für die Erdarbeiten war von der Baufirma Krämer und Flürenbrock eine Lorenbahn verlegt worden. Nach 135 Iahren Tätigkeit verlassen 1 987 die Franziskanerinnen das neue Haus.

42 Luftbild van Ahlen um 192 O. Die Ablichtung zeigt die Ausmaße der damaligen Stadt. Als Hauptstraße und die Aufnahme teilend verläuft die Ostraße in der Mitte. In der unteren linken Bildecke sehen wir die Bahngleise. Unmittelbar dahinter, auf dem freien Platz, ist die MünstermannMühle zu erkennen. Während sich das Stadtbild noch im historischen Kern darbietet, sind vereinzelt im sonstigen unbebauten Umland einige wenige Häuser auszumachen. Noch isoliert auf der Kampwiese steht das Krankenhaus, auf dem Foto rechts oben.

43 Eine weitere emailleproduzierende Firma in Ahlen war das Unternehmen Nahrath auf der Industriestraße. Die Ablichtung zeigt die Fabrik im Iahre 1907, dem Gründungsjahr der Firma, vom Bahndamm aus gesehen. Die Familie Nahrath, die seit 1848 in Ahlen wohnt, betrieb zunächst an der Ecke Ost- und Südstraße ein Haushaltswarengeschäft. Im Iahre 1907nahmStephan Nahrath die Produktion von Emaillegeschirr auf und konnte dank ausgefallener Dekore sich einen respektablen Platz auf dem Markt verschaffen. Schon ein Iahr später gab das Unternehmen eine

weitgehende Garantie für die Feuerfestigkeit seiner Produkte und es versicherte, daß sie 'frei von Giften und schädlichen Bestandteilen' sind.Noch 1982 versuchten die Inhaber des Werkes

ihre Produktion auf Edelstahlgeschirr umzustellen, was jedoch aufgrund der gesellschaftlichen Verhältnisse innerhalb der Firma nicht durchsetzbar war.

1 991 schließlich schlossen

sich die Pforten der Nahrathwerke.

44 Dampfsägewerk der Firma Küper in einer Nordansicht vom 1. August 1914. Das im Iahre 1882 erbaute Werk gehörte zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Stadt. Hermann Küper war Besitzer des Dampfsägewerkes, das in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs gelegen war. Das Unternehmen belieferte die umliegenden Bergwerke mit dem benötigten Grubenholz. Im Hintergrund sind die Bahnlinie und die Kerkmannwerke zu sehen.

45 Unter den öffentlichen Gebäuden der Stadt Ahlen nehmen die Schulen einen bemerkenswerten Stellenwert ein. Ein Beispiel ist das jetzt zur Stadtbücherei umgestaltete Schulgebäude an der Westenmauer. Am Gebäude lassen sich die damals erforderlichen räumlichen Voraussetzungen für den modernen Unterricht ablesen. So erhielt die Schule einen Physik- und Chemiesaal. Da noch keine Koedukation eingeführt war, war der südliche Flügel der beiden Mittteigeschosse den Mädchen und der nördliche den Jungen vorbehalten. Das Gebäude, das vom Bauunternehmer Krämer errichtet wurde, konnte Mitte April 1 913 eingeweiht werden.

46 St.-Michael-Gymnasium. 1 903 wurde in Ahlen die 'Hóhere Töchterschule St. Michael' gegründet. Mit Unterstützung der Stadt bauten die 'Schwestern Unserer Lieben Frau' das Kloster und richteten ein Pensionat ein. Nachdem die Schule 1942 geschlossen wurde, diente das Gebäude bis 1945 unter Leitung von Dr. Rosenbaum als Reservelazarett. Ein Iahr später wurde die Schule wiedereröffnet. 1947 war das 'St.-Michael-Pensionat' Tagungsort für das' Ahlener Programm'. Dieses erste Wirtschaftsprogramm wurde von der ChristlichDemokratischen Union aus derTaufe gehoben. Das Gymnasium wurde 1974 Koedukationsschule.

Ab 1975 ist die Schule in Trägerschaft des Bistums Münster. Heute heißt die Schule Gymnasium St. Michael, Ahlen, Bischöfliches Gymnasium für Jungen und Mädchen.

47 Alte Ansicht der Warendorfer Straße. Die Straße gehört zu einer der wichtigsten Ausfahrtstraßen der Stadt. Deutlich sind noch die Strommasten auf der rechten Seite des Fotos zu erkennen. Die Straße war damals mit Bäumen bepflanzt. Eine Kastanienallee säumte die Straße und lud zu Spaziergängen ein. Sie zeigt sich heute im Zuge ihrer Erweiterung baumlos.

48 Gruß aus dem Gertrudenhof. Um 1900 errichtete der Zigarrenfabrikant Heinrich Kemper die Gaststätte, die später zum "Theresienhof' umbenannt wurde. Schnell entwickelte sich das Haus zu einem beliebten Ausflugsziel. In Scharen spazierten die Ahlener durch die Kastanienallee, die die Warendorfer Straße säumte, zu dem damals noch idyllisch im Grün gelegenen Lokal, das mit seinem Garten und dem Saalanbau für gesellige und kulturelle Veranstaltungen aller Art ideale Voraussetzungen bot.

49 Wasserturm am Galgenberg, der 1905 errichtet wurde, nachdem die Wasserversorgung der Stadt im schlechten Zustand war. Die öffentlichen Brunnen mußten immer wieder geschlossen werden, weil das Wasser gesundheitsschädlich war. Der Turm hatte ein Fassungsvermögen von 400 cbm. Ehemals hatte der 40 m hohe Turm über seinem Spitzbogendach eine Laterne und eine Wetterfahne. Den heute als Baudenkmal geltenden Turm wollte man im Iahre 1984 abreißen.

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