Altenau in alten Ansichten Band 2

Altenau in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Alex Wellner
Gemeinde
:   Altenau
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6517-4
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Altenau in alten Ansichten Band 2'

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26 Schützenfest

Verfolgt man auf dem nachfolgenden Bild die Straße, oder wie es früher hieß 'Chaussee', mit ihren Chausseebäumen weiter auf die Stadt zu, wäre man zur Zeit des Schützenfestes direkt auf den Festplatz gelangt, der von der Landstraße zwischen Dammhaus und Altenau durchschnitten wurde. Er lag in unmittelbarer Nähe des Schützenhauses.

Die Attraktionen des Festes, ein zweistöckiges Karussell und eine Amerikanische Luftschaukel, sind auf diesem Foto zu bestaunen.

Daß der einmal im [ahr stattfindende Schützenhof als Fest angesehen wurde, sieht man an der Kleidung vor allem der Kinder, die fast ausnahmslos im Sonntagsstaat mit Hut erschienen sind.

Im Hintergrund ist durch das Tor der Luftschaukel das erste Haus der Breiten Straße zu sehen, das unterhalb der Schützenklippe lag, es wurde in der Zwischenzeit aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen (Bild um 1 91 0) .

27 Bliek auf Altenau

Ein Blick vom Dammgraben aufAltenau. Im Vordergrund ist die Villa Oldenburg zu sehen und der hinter dem Haus gelegene Park.

Links im Mittelgrund durchschneidet die Große Oker das noch völlig unbebaute Gelände der ehemaligen Grube 'Schatzkammer' , rechts säumt eine Allee, die von Dammhaus auf die Stadt zuführende Straße. An ihrer rechten Seite überragt das Hotel Schutzenhaus die Alleebäume. Dahinter erhebt sich die Schützenklippe.

Vor dem bis zur Stadt hinunter bewaldeten Schwarzenberg ist die Kirche zu erkennen.

Die Postkarte wurde von dem in Altenau ansässigen Verlag Gustav Baumann vertrieben. Sie trägt einen Poststempel aus dem Iahr 1936, die Aufnahme dürfte aber viele Jahre früher entstanden sein.

fltenau, Oberharz, 'J. Dammgraben

28 Waldarbeiter

Immer wieder hat es in den HarzerWäldern Verwüstungen durch Stürme oder Windhosen gegeben. Die Folgen einer solchen am 17. Juni 1904 in den Altenau benachbarten Forsten bei Dammhaus sind auf diesem Foto abgelichtet.

Wir sehen eine Gruppe von Waldarbeitern, ausgerüstet mit Äxten, Meterstöcken, Wendehaken und großer Schrotsäge mit Hobelzahnung.

Die Arbeiter rahmen ihre Vorgesetzten, den Förster und den Haumeister ein. Der Förster ist an seiner

Jagdwaffe zu erkennen, der Haumeister an dem Buch, in das er das Aufmaß der gefallten oder aufgearbeiteten Fichtenstämme einträgt und der unter den linken Arm geklemmten Schieblehre - im Harz Klubbe genannt. Sie diente zur Messung des Stammumfangs.

Mit der Länge des Baumes und dessen Umfang in der Mitte ließ sich der Rauminhalt bestimmen.

29 Hinterstraße

Das Foto entstand im Iahr 1906 in der Hinterstraße. Es zeigt das Bohn'sche Haus, das bis 1841 die Schule beherbergte und das älteste bekannte Schulgebäude der Bergstadt ist. Die Gasse war die sogenannte Schulgasse, die ins Schultal führte. Beide Häuser brannten am 3. Februar 1914 ab.

Die Kinder umtanzen am 24. Juni den johannisbaum. Dabei handelt es sich um eine Fichte, die nach der Fällung bis etwa 1,5 m Höhe entrindet wird. Zur Aufstellung wird sie eingegraben, der Stamm wird mit Heckenzweigen umwickelt und der Baum mit Girlanden aus Blumen und mit Eiersträngen, für die ausgeblasene Eierschalen auf einen Faden gezogen werden, geschmückt.

Besonders für Kinder war es ein Feiertag an dem die Schule ausfiel, ein Gottesdienst stattfand, die sogenannte Lochkuchen gebacken und besondere Johannistagslieder gesungen wurden.

Die Kinder, die durch die Straßen zogen, hinderten ihnen begegnende Erwachsene mit Bändern am Weitergehen. Die auf diese Weise 'Gehemmten' mußten sich mit einem kleinen Geldbetrag freikaufen, der zur Finanzierung einer gemeinschaftlichen Kaffeetafel für die Kinder diente.

30 'Germania'

Diese Gruppenaufnahme von Carl Ahrenhold zeigt den Gesangverein 'Gerrnania' im Iahr 1892.

Neben den Hornistenchören wurde die Musik in Altenau in Männergesangvereinen gepflegt. Die Gründung des ersten Vereins, 'Hercynia', erfolgte 1844 durch den damaligen Altenauer Pastor Georg Schulze. Er spielte Geige, Gitarre, Klavier und Orgel und leitete den Chor viele Iahre, bis ihn das Fortschreiten eines Augenleidens zwang die Aufgabe des Singmeisters niederzulegen.

In der ersten Zeit konnten Berg- und Hüttenleuten Mitglieder der 'Hercynia' werden, später erfolgte eine Aufspaltung.

DerVerein 'Gerrnania' wurde von den Silberhüttenleuten gegründet, 'Concordia' verdankt seine Entstehung den Eisenhüttenleuten.

Um 1870 bestanden diese drei Vereine nebeneinander. Erst später traten die Waldarbeiter zum Gesangverein 'Sylvania' zusammen.

Der Stolz aller Vereine war ein Tenor, der besonders schwere Solopartien stimmlich meistern konnte.

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