Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten

Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten

Autor
:   Rudolf Koch und Hugo Düsterhus
Gemeinde
:   Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6699-7
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten'

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9. Auf diesem Bild sehen wir den Hof Bade vulgo Hammerschmidt. Auf dieser Hofstätte stand schon um 1 620 ein Schmiedehaus. Vermutlich war ein späterer Besitzer als Schmied auf dem Eisenhammer beschäftigt. 1720 wurde eine Schmiedewerkstatt errichtet, denn auf einem alten Türsturz ist die [ahreszahl heute noch zu erkennen. In der Mitte des 18. [ahrhunderts wurde das Ehepaar Hermann Bade und Anna Maria Freytag vulgo Hammerschrnies erwähnt. Im [ahre 1857 ist das Haus umgebaut und zum Teil erneuert worden. Der Hof wird heute noch bewirtschaftet von Angelika Bade.

10. Der Viertelmeierhof Block / Höschen vulgo Leineweber war schon 1655 dem Fürstbischöflichen Küchenamt zu Neuhaus abgabepflichtig. 1843 erhielt der joharm Claes vulgo Busch von seiner Schwester Gertrud Claes, verheiratete Potthast, den Hof. Danach heiratete der [osef Block in diesen Hof ein. Josef Höschen, ein Neffe des Josef Block, erbte dann den Hof und siedelte im Iahre 1976 ins Frankental um. Im [ahre 1978 wurden im Zuge der Verlegung der Winterbergstraße die Wirtschaftsgebäude abgerissen.

11. Der ehemalige fürstbischöfliche Vollmeierhof des Christoph Claes vom Hofe Busch hat schon 1655 bestanden. Durch Heirat im [ahre 1828 ging der Besitz auf den GroßknechtTheodor Brockmann ûber, zu der auch die Mittelmühle gehörte. Um 1898 kaufte die Stätte [ohann Potthast vom Wuinshofe. Er bekam den Beinamen 'Mühlmegger'. Der letzte Besitzer war Wilhelm Potthast. Das stattliche Fachwerkhaus wurde im [ahre 1982 abgerissen. Heute steht auf diesem Grundstück der Rewe- undAldimarkt.

12. Der ehemalige ViertelmeierhofHindahl vulgo Pets hat schon vor 1655 bestanden. Um 1750 war der Hof in dem Besitz von Iohann Hermann T ölle. Seine Tochter Gertrud erbte das Vermögen und heiratete Heinrich Altrniks. Dessen Tochter Maria heiratete dann den Franz Hindahl aus Sandebeck. Das Haus wurde 1849 umgebaut und zum Teil erneuert. Im [ahre 1880 wurde, wie eine alte Inschrift aussagte, auch das Stallgebäude erweitert. 1903 wurde vonAnton Hindahl noch eine massive Scheune angebaut. Dessen Sohn Anton erbte dann den Hof. Als er am 26.Juni 1972 verstarb, wohnte dessen Witwe bis 1977 in dem schönen Fachwerk-Bauernhaus. Danach verfiel es immer mehr und wurde im [ahre 1998 abgerissen. Heute steht auf dieser Stätte das Wohnhaus der Familie Scheipers.

13. Der HofSchrader vulgo Röttgers wurde schon 1655 erwähnt. Anfang des 19. [ahrhunderts war Anton Rittmann Besitzer des Hofes. Als der Hoferbe und einzige Sohn aus dem Zweiten Weltkrieg nicht zurückkehrte, erbte dieTochter Josefa, die mit Johannes Schrader verheiratet war, das Vermögen. Im Zuge der Ortskernsanierung wurde der alte 'Röttgershof' 1978 abgerissen. Heute steht hier die Egge-Apotheke.

14. Der HofBernhard Potthast vulgo Suiwers hat schon vor 1655 bestanden. Im jahre 1836 wird Christoph Vetter als Besitzer dieser Stätte erwähnt. 1857 ließ er das alte Haus abbrechen und durch ein neues Pachwerkhaus ersetzen. Um 1892 meldete Christoph Vetter, dem auch die gegenüberliegende Sägemühle gehörte, Konkurs an. Das Haus wurde vonJosefRudolphi erworben. ImJahre1898 kaufte es der Bauer Ioseph Potthast.Am 28. [anuar 1909 fiel es einem Brand zum Opfer. Es wurde dann aber wieder aufgebaut. Dieser Hof, der im Krieg stark zerstört wurde, ist auch heute noch im Besitz der Familie Potthast, wird aber nicht mehr bewirtschaftet.

15. Der ehemalige HalbmeierhofSchrader vulgo Unkrauts muss aus einer alten Eisenhütte entstanden sein, die vor 1600 untergegangen ist, Eine Urkunde von 1655 bezeugt, dass diese Stätte bereits als Bauernhof umgewandelt war, deren Besitzer den Namen Unkraut führte. 1896 kam durch Heirat der Name Schrader auf diese alte Hausstätte. Bis 1934 stand hier ein Fachwerkbauernhaus, das von Heinrich Schrader, der mit Theresia Struck verheiratet war, durch einen Massivbau ersetzt wurde. Der letzte Besitzer war Adolf Schrader, der das Vermögen im [ahre 1993 verkaufte. Der Bauernhof mit Stallungen wurde im August 1994 abgebrochen. Heute stehen hier die Wohnhäuser 'Am Undenhof'.

16. Der ehemalige Vollmeierhof Aloys Potthast vulgo Wuins hat schon vor 1655 bestanden. Zu dieser Zeit führte der Hof den Namen Wiens oder Wuins. Von 1 760 bis 1799 wird ein Hermanus Otte als Besitzer genannt. In der ersten Hälfte des 19. Iahrhunderts übernahm Konrad Potthast das Vermögen und danach sein Sohn Moritz. Dann erbte der Sohn Franz den Hof und danach dessen Sohn Aloys. Die alte Hofstätte fiel 1924 einem Großbrande zum Opfer, wurde aber wieder aufgebaut. Der letzte Besitzer Aloys Potthast hat 1994 in Altenbeken seinen Hof aufgegeben und Wirtschaftsgebäude und Wohnhaus an die benachbarte Firma Müller Küchen verkauft, die hier eine Ausstellungsf1äche für Küchen und Badmöbel errichtet hat.

17. Der ehemalige Halbmeierhof [ohann Tilli vulgo Nolten wurde in einer Urkunde von 1655 mit dem Stätteninhaber Görg Nolten erwähnt. Die alte Hausinschrift lautet: An Gottes Segen ist alles gelegen. Anno 1693 den 8.July haben Henricus Fridag und Elisabeth Nolten dieses Haus im Nahmen der allerheiligsten Dreifaltigkeit bauen undt vertigen lassen. Der Name Tilli kam um 1840 auf den 'Noltenhof" . Nach dem Tode des [ohann Tilly bewirtschaftet seine Frau Gertrud Tilly geborene Dammes den Hof. Von dem alten Haus ist noch ein Teil vorhanden.

18. Der HalbmeierhofHoesche bestand schon 1655 unter dem Namen 'Iost', Um 1750 war Besitzer dieses Hofes Henricus Hoesche. Der Hoferbe des letzten Nameninhabers auf dieser Stätte ist im Zweiten Weltkrieg gefallen, sodass die älteste Tochter Maria das Erbe antrat. Sie heiratete [ohann Niggemeier aus Schwaney und somit war der Name Hoesche auf diesem Hof ausgestorben. Am 5. November 1980 brannte das alte Bauernhaus ab. Die Wohngebäude wurden dann in moderner Form wieder aufgebaut und ein Teil der Stallungen wurde auf dem Miekenberg errichtet. Heute ist der Hof mit Ländereien von dem letzten Besitzer Hans Hermann Niggemeier aufgegeben und verkauft worden.

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