Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten

Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten

Autor
:   Rudolf Koch und Hugo Düsterhus
Gemeinde
:   Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6699-7
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten'

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39. In dem 1777 von Anton Rotermund erbauten Haus in der AhornstraBe haben sechs Generationen der Familie Rotermund gelebt. Anfang August 1974 wurde das Haus abgebrochen und heute stehen hier Autogaragen. Der Torbogen ist heute im Thekenbereich der Schützenklause zu bewundern mit folgender Inschrift: Ach segne Herr mit Deiner Hand behüte dieses Haus für Unglück Feuer und Brand. Den 12.}uly 1777 AntoniusRotermund - Eva RrunmeJ.

40. Das Fachwerkhaus Brockmann I Pieken wurde um 1750 von dem Schuster Jürgen erbaut. Danach war es im Besitz des Franz Müller. Im Iahre 1803 erbte der SohnAnton dasVermögen. Später ging es an dieTochter Anna Maria, die sich 1822 mit dem Schneider Franz Ficken vermählte. Anschließend kaufte Heinrich Brockmann das alte Fachwerkhaus. Abgerissen wurde es im [ahre 1928.

41. Dieses Fachwerkhaus wurde vor 1836 von dem Zimmermann Iosef Brockmann und seiner Ehefrau Theresia geborene Altmiks, erbaut. Der alte Hausname lauter 'Scheiwetresskens'. Nächster Erbe war Sohn Heinrich, der bei der Reichsbahn als Hilfsschaffner beschäftigt war. Dann ûbernahm dessen Sohn Franz das Haus, der es nach seinem Tod dem Sohn Heinrich vermachte. Das Haus erbte der am 22. Juli 1909 geborene Sohn Heinrich. Heutige Eigentümer sind Hermann Römmer und dessen Ehefrau Luise geborene Broekmann.

42. Das im Iahre 1 870 erbaute Fachwerkhaus Koch / Fuchs in der HüttenstraBe ist auf diesem Bild zu sehen. Auf dieser Hausstätte stand der in einer Urkunde von Mai 1655 erwähnte Meierhof Brandmeyer. Im [ahre 1740 heiratete die Erbtochter Maria Bernadus den }osephus Reineke, Dann erbte Sohn Bernhard das Vermögen, der es 1802 seiner Tochter vererbte, die mit Heinrich Altmiks verheiratet war. Sohn Iohann lieB das alte Bauernhaus 1869 abbrechen und baute das heutige Fachwerkhaus. Später erbte Sohn [ohann das Haus und danach war Joachim Almiks Besitzer, der 1910 verstarb. Die Tochter Maria erbte das Vermögen und heiratete Josef Brockmann. Dessen Tochter Änne Brockmann heiratete den Schneidermeister JosefKoch. In der nächsten Generation erbte die Tochter Rita das alte Fachwerkhaus. Es wurde von Grund auf restauriert und ist ein Schmuckstück für den Ort.

43. Dreggers Schmitte stand an der heutigen Hüttenstraße / Ecke Schmiedestraße. Laut Kirchenbucheintrag ist der Feltenschmidt losefAllroggen 18 1 2 auf dieser Stätte erwähnt worden. Danach wurde sein Sohn Heinrich Besitzer von 'Dreggers Schmitte'. Bis 1924 wurde der Betrieb von den Nachkommen geführt. Um 1924 wurde das Haus von Anton Allroggen abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.

44. Das Haus des Barbiers Wächter, später Klahold, wurde nach einem Brand am 24. Oktober 1911 nicht wieder aufgebaut. Von dem Bahnhofswirt Ewen wurde das Grundstück als Gartenland genutzt, bis es 1924 von Lehrer Altrogge bebaut wurde. (heute Volksbank). Im Hintergrund ist der Westfälische Hof zu erkennen, erbaut 1898 von Albert Schiller. Vor dem Fachwerkhaus sehen wir geschäftiges Treiben mit Marktstánden. Auch dies gab es schon um die Jahrhundertwende.

4S.Auf diesem Foto sehen wir das Geschäftshaus, des am 22. November 1902 gegründeten Consumvereins, der kurz nach der Gründung schon hundert Mitglieder zählte. 1907 war es deshalb schon möglich. von dem Bauern Brockmeyer ein Grundstück zu erwerben und hier ein für die damalige Zeit modernes Geschäftshaus mit Einliegerwohnung für den Geschäftsführer zu errichten. Nachdem der 'Consum' geschlossen wurde, erwarben die Geschwister Lammers das Haus und eröffneten hier eine Drogerie. Heute ist hier die Sonnen-Apotheke in der Adenauerstraße.

46. Hier sieht man das im April 1986 abgerissene Gebäude der früheren Spar- und Darlehnskasse (heute Volksbank). Das Haus wurde vom langjährigen Rendanten Johannes Altrogge erbaut. Im Iahre 1924 verlegte man die Kassenräume in das Erdgeschoss. Im Laufe der [ahre wurde es immer wieder umgebaut und modernisiert. Hier war auch in früheren [ahren das Frisörgeschäft Lendeckel, später Heinrich Kanne, mit Eingang von der Bahnhofsstraße eingerichtet. Die Hausstätte ist um 1820 vom Feldmeierhof abgetrennt und an den Sternschmied verkauft worden. Er errichtete hier ein Fachwerkhaus. Hiernach ging es in den Besitz eines Franz Müller über und danach kaufte Familie Klahold das Haus. Dann erwarb der Barbier Wächter das Fachwerkhaus, das in der Nacht zum 24. Oktober 1911 abbrannte (siehe Bild Nr. 44).

47. Dieses Fachwerkhaus Halsband vulgo Broiks wurde von Christoph Freitag und seiner Ehefrau Gertrud geborene Bartels, 1846 erbaut. Auf dieser Stätte stand im 17. Jahrhundert die Viertelmeierstätte Broiks. 1897 heiratete die Erbtochter Gertrud einen [ohann Halsband aus Benhausen, aber der Beiname Broiks ist bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Im [ahre 1928 wurde das Haus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Im Zuge der Ortskernsanierung 1980 wurde auch dieses Haus abgebrochen.

48. Das frühere Haus der jüdischen Familie Rose / Ikenberg wurde um 1875 von dem Kaufmann Heinemann Rose erbaut, der hier einen Laden mit Kornlager betrieb. Nächste Erbin war die Tochter Minna Rose, die sich 1902 mit dem Händler Artur Ikenberg verheiratete. Dieses Ehepaar hatte sechs Kinder. Am 9. Dezember 1941 wurde die Familie verhaftet und deportiert. Zwei Töchter überlebten in Amerika. Das Haus wurde staatlich eingezogen und das Inventar versteigert. Nach dem Krieg kamen dieTöchter Inge und Röschen nach Altenbeken und verkauften das Haus 1954 an den Uhrmachermeister HoBfeld. Er lieB es zur Aufnahme von drei Geschäften umbauen. Im Rahmen der Ortskernsanierung wurde es 1983 abgerissen.

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