Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten

Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten

Autor
:   Rudolf Koch und Hugo Düsterhus
Gemeinde
:   Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6699-7
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2-3 Wochen (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. Hier sehen wir das kleinste 'Geschäftshaus in Altenbeken,' das im Iahre 1909 an der Bahnhofstraße für 250 Mark von dem BarbierTheodor Kleine erbaut wurde. Hier richtete er sich einen Frisörladen ein. Als Kleine, der als Soldat eingezogen wurde, nach dem Ersten Weltkrieg nicht wieder nach Altenbeken zurückkam und sich in Essen eine neue Arbeit suchte, verpachtete der Grundstückseigner Albert Schiller das 'Geschäftshaus' an den Buchhändler Claes. Ab 1912 betneb Franz Schiller hier ein kleines Elektrogeschäft. Danach war es ein Lager für die Pesag, dann ein Sarglager für den Tischlermeister Knipping. Hiernach befand sich hier eine Werkstatt des Schusters Bunse. Später eröffnete der Elektromeister JosefMoock hier sein Geschäft. Im [ahre 1960 musste es dem Lebensmittelladen (Thebille, Bahnhofsstraße) weichen.

so. Das Wohnhaus des Tischlermeisters Conrad Knipping und seiner Ehefrau Caroline Claes wurde 1902 nach Fertigstellung der neuen Straße zum Bahnhof erbaut. Im Iahre 1960 verkaufte der Sohn Bernhard Knipping das Anwesen an Frau Änne Lendeckel, die hier mit ihrem Sohn Horst ihr Frisörgeschäft einrichtete.

51. Die frûheren Posthäuser in der Ortwaldstraße, zu je vier Wohnungen für die 'Postlerfarnilien' , wurden im Iahre 1901 erbaut. Am 22. Februar 1945 wurden sie durch Bomben, die dem Viadukt galten, zerstört. Mehrere Tote waren zu beklagen. Die Häuser wurden nicht wieder aufgebaut. Im [ahre 1953 wurde auf dem Grundstück ein neues Postgebäude errichtet. Am 3. Mai 1999 wurde der Postbetrieb an dieser Stelle geschlossen und in den Rewe-Markt verlegt. Das Gebäude wurde 1999 von dem Physiotherapeuten Peter Henke gekauft.

52. Dieses Foto zeigt das Westfáhsche Kaufhaus, auf dessen Grundstück im 17. [ahrhundert ein Bauernhof stand. Letzte Besitzer waren die Familien Ghtz, die das Bauernhaus nach einem Brand 1906 durch einen Neubau ersetzten. Der Bahnhofswirt Ewe kaufte ihn 1910 und heß das Erdgeschoss als Laden umbauen. Im oberen Geschoss wurden Mietwohnungen eingerichtet. Die Läden pachteten die Firmen Rugart (Textil), Breustett und Nitz (Lebensmittelgeschäft). Danach übernahm der Kaufmann Ludwig Blume das Geschäft. In dieser Zeit wurden die Geschäfte des öfteren umgebaut und erweitert. Es ist auch heute noch im Besitz der Familie Blume. Nachdem der Pächter (Sparrnarkt) den Laden 2001 aufgab, stehen die Ladenflächen zur Zeit leer.

53. Auf diesem Bild sehen wir den alten 'Vietshof" , der schon vor 1655 erwähnt wurde. Der letzte Hofbesitzer war Hermann Vettel aus dem Hof Suiwers. Er kaufte kurz vor 1900 den Vietshof mit den dazugehörigen Ländereien und bewirtschaftete ihn dreißig Iahre, Als er 1931 das Vermögen zum Kauf anbot, fand sich kein Interessent, der den erneuerungsbedürftigen Hof übernehmen wollte. Nachdem die Ländereien einzeln verkauft worden waren, übernahm die Gemeinde 1937 das Bauernhaus. Es diente noch einige [ahre als Übernachtungslokal und wurde 1953 abgerissen. Der massive Anbau an der Südseite stand bis zum jahre 1958 Der Bäckermeister JosefMertens baute 1958 das heutige Backhaus an dieser Stelle, ferner verläuft hier jetzt die Christian-SchützeStraße.

54. Das alte Fachwerkhaus Rudolphi, auf dessen Stätte im 17. [ahrhundert das Bauernhaus Konrad Lammers vulgo Koers stand. Franz Borchmeier kaufte um 1850 das Bauernhaus. Im Iahre 1872 kam durch Heirat der Erbtachter Gertrud mit [oseph Rudolphi dieser Name auf die Stätte. Das alte Bauernhaus wurde abgerissen und durch dieses Fachwerkhaus ersetzt. Nach dem Tod des Ioseph Rudolphi im Iahre 1912 vererbte die Witwe das Haus an die Schwestern vom 'Kostbaren Blut', die hier eine Niederlassung gründen sollten. In den Kriegsjahren 1914-191 8 war es den Schwestern jedoch nicht möglich und so verkauften sie es 1923 an die Lehrerin Bruns aus Neuenbeken. 1951 kaufte der Neffe Ioseph Rudolphi das Haus zurück. Nach seinem Tod ging es in den Besitz des Sohnes Josef über. Dessen Witwe Elisabeth verkaufte es dann am 29. April 1994 an den Bauunternehmer Manfred Raabe. Dieser ließ das Haus 1997 abbrechen.

SS. Das Fachwerkhaus Amelunxen vulgo Schuberns am Alten Kirchweg wurde im [ahre 1969 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Erbaut wurde es im jahre 1704 von Heinrich Rustemeier undAngela Höschen. Durch Heirat hat sich der Hausname im Laufe der [ahre geändert: Rustemeier, Altmiks, Claes und jetzt Amelunxen.

56. Das Fachwerkhaus Mikus vulgo Fischkers wurde im [ahre 1734 von Johan ]ürgen Borchmeier und Catharina Fornefeldt erbaut. Der Torbogen enthielt folgende Inschrift: Wer auf Gott vertraut, der hat wohl gebaut, worauf Johan ]ürgeu Borchmeier und Catharina Fornefeldt dieses Haus lasseu bauen. Dieses Haus war früher ein 'Fischerhaus', in dem die Forellenfischer des Fürstbischofs wohnten. 1953 wurde es abgerissen und durch ein massives Wohnhaus ersetzt. Heute ist es im Besitz des Bernhard Mikus, der noch heute 'Fischker-Bernhard' genannt wird.

57. Das schön restaurierte Fachwerk -Gasthaus Rudolphi wurde 1834 mit Gaststätte, Kolonialwarengeschäft und Bäckerei von Franz Borchmeier erbaut. Nach dessen Tod heiratete seine Witwe den Kaufmann Heinrich Pörtner, 1872 übernahm die Tochter das elterliche Geschäft und heiratete den Bäckermeister Joseph Rudolphi. Im [ahre 1896 vererbten sie den Besitz an den Neffen [oseph, der erhebliche Urnbauten vornahm. Der Erbsohn Heinrich ließ es im jahre 1958 abermals gründlich restaurieren, Heutiger Gaststät tenbesitzer ist der Sohn Thomas Rudolphi.

58. Schon im [ahre 1655 wurde diese Hofstätte mit einer Schmiede unter dem Namen 'Schmies' urkundlich erwähnt. Dieses abgebildete Haus wurde im [ahre 1792 vonAnton Gers erbaut.Als die Erbtochter Anna Catharina den Johan Arens heiratete, erhielt die Hausstätte einen neuen Besitzernamen. Der Sohn Anton erbte das Vermögen und später die Tochter Anna, die mit Josef Böddeker verheiratet war. Dessen Erben verkauften 1895 das Haus an Clemens Hoischen, der bereits im benachbarten Leineweberhof in einer Scheune als Hufschmied tätig war. Der Hof wurde im [ahre 1977 abgerissen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Lieferbedingungen | © 2009 - 2019 Europäische Bibliothek Verlag