Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten

Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten

Autor
:   Rudolf Koch und Hugo Düsterhus
Gemeinde
:   Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6699-7
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Altenbekener Höfe und Fachwerkhäuser aus früheren Jahrhunderten'

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59. Auf diesem Bild sehen wir die alte Schmiede des Clemens Horsehen. Im [ahre 1 895 wurde diese Werkstatt erbaut. Als er im Alter von 91 [ahren am 13. Mai 1959 verstarb, führte sein Sohn Josef den Betrieb und erweiterte ihn als Reparaturwerkstatt für landwirtschaftliche Maschinen. Dann übernahm Meinolf Sauerwald den Betrieb. Im [ahre 1977 wurde die Schmiede des Clemens Höschen abgerissen. Der neue Besitzer, Schmied und Landmaschinenmeister Meinolf Sauerwald, siedelte den Betrieb bei der Alten Kirche neu an.

60. Das Fachwerkhaus Drewes vulgo Rekers wurde Mitte des 1 9. jahrhunderts gebaut und im März 1980 abgerissen. Die Familien Drewes waren über mehrere Generationen als Stellmacher auf dieser Stätte tätig. Der pfarrer Hermann Drewes wurde am 24. August 1871 in diesem Haus geboren.

61. Das Haus des JosefNolte vulgo Fürmers, Adenauerstraße, wurde vor 1836 erbaut. Der alte Hausname ist 'Fûrrners'. Frühere Besitzer dieses Hauses waren [ohann Hasse undAlbert Nolte. Ein ehemaliger Besitzer gleichen Namens war 'Fermer' auf der Altenbekener Eisenhütte, daher der Beiname Fürmers. Dieses Haus wurde 1971 abgerissen und durch einen zweistöckigen Neubau an gleicher Stelle ersetzt.

62. Das Foto zeigt das Haus Iöhren / Dreier, auf dessen Wohnstätte früher das Bauernhaus des Anton Höschen, genannt Miksmeier, stand. Im [ahre 1876 verkaufte Letzterer sein gesamtes Vermögen und wanderte mit seiner Familie nachAmerika aus. Das Bauernhaus erwarb der Kaufmann Iöhren, der es um 1890 abbrechen ließ und dieses zweigeschossige Fachwerkhaus errichtete. Durch Heirat der Erbtochter hat die Hausstätte dann den Namen Dreier erhalten. Letzter Besitzer warWilhelm Dreier, der das Haus 1970 abreißen ließ und an gleicher Stelle ein Massivhaus errichtete.

63. Nach der Fertigstellung des Viaduktes im jahre 1853 kaufte JosefHahn ein nicht mehr benötigtes Fachwerkhaus, das den Bauarbeitern am Viadukt als Unterkunft diente. Das Haus wurde abgetragen und Am Wienacken (früher Rühenfelder Weg) wieder aufgebaut. 1885 kam der Name Georg in dieses Haus. Es wurde seit dieser Zeit nur noch Haus 'Georg' genannt. Im [ahre 1996 wurde das denkmalgeschützte Fachwerkhaus abgerissen, da es vom Pilz befallen war.

64. Das ehemalige Sägewerk mit Klammerfabrik wurde 1912 von Hermann Christian Müller erworben. Diese Fabrik har schon vor 1700 als Sägemühle bestanden. Um 1 825 war sie im Besitz des Sägemüllers Anton Lütkemeier aus Himmighausen. Im [ahre 1870 kaufte die Sägemühle joharm Vetter vulgo Suiwers für einen seiner Söhne. 1898 ging sie in den Besitz des Schlossermeisters Heinrich Gockel aus Borlinghausen über, der das vordere Gebäude aufstocken ließ und hier eine Schlossfabrik betrieb. Heute befindet sich auf dieser Stätte die Firma 'Muller Küchen', die sich zu einer beachtlichen Größe entwickelt hat.

65. Das schöne Fachwerkhaus erinnert an dasA1tenbekener Hammerwerk, das an dieser Stelle von dem damaligen Fürstbischof Dietrich mit Urkunde vom 4. Dezember 1 614 die Herren Heistermann und Ludwig genehmigt worden war. Da sie auch im 'oberen Dorf' in Altenbeken ein Hammerwerk betrieben, nannte man dies es Werk am 'Unteren Hammer'. Im Iahre 1875 verstummte die 'dröhnende Stimme', die 260 Iahre lang an den Berghängen des Eggetales widerhallte. Von dem alten Werk, das 1 774 und auch 1 830 noch vier Gebäude zählte, ist nur noch dieses Haus übrig geblieben. Es wird heute von der Familie Schulte bewohnt, die es liebevoll restauriert hat.

66. Das ehemalige Spritzenhaus mitTurm für die Trocknung der Schläuche wurde im [ahre 1928 an der Kuhlbomstraße errichtet. Im Mai 1968 wurde es abgerissen und heute steht hier die Vikarie.

67. Das Katholische Jugendheim in der KuhlbomstraBe wurde in der Amtszeit von pfarrer Bokel, der auch die neue Kirche mit Pastorat erbauen lieB, errichtet. Jahrzehntelang war es kultureller Mittelpunkt in Altenbeken. Viele Theaterstücke wurden hier aufgeführt und manche Feste gefeiert. In den unteren Räumen war ein Kindergarten eingerichtet und die ersten Baderäume im Keller sorgten für die Sauberkeit der Schuljugend. Im Mai 1974 wurde das Jugendheim trotz erheblichem Widerstand aus der Bevölkerung abgerissen. Heute steht hier das Katholische Pfarrheim.

68. Die Altenbekener Eisenhütte hat sehr viele Höhen und Tiefen erlebt. Die erste Hütte ist um 1610 von den Herren Heistermann und Ludwig errichtet worden. Das Eisenerz wurde anfangs im Tagebau und später durch Anlegen von Schächten gewonnen. Im jahre 1863 beschäftigte die Hütte 120 Arbeiter. 1926 wurde der Betrieb stillgelegt und im Iahre 1934 wurde mit dem Abbruch der Eisenwerke begonnen. Das Gelände teilte man in Parzellen auf, die dann von Bauwilligen erworben wurden. Die alte Hüttenvilla ging mit acht Morgen Land in den Besitz des Bauunternehmers Johannes Multhaupt über, der hier schon 1928 eine Gaststätte errichtet hatte (heute Gasthaus Friedenstal).

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