Annweiler am Trifels in alten Ansichten

Annweiler am Trifels in alten Ansichten

Autor
:   Dr. Hans Blinn
Gemeinde
:   Annweiler am Trifels
Bundesland
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5794-0
Seiten
:   112
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Annweiler am Trifels in alten Ansichten'

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86. Der in Ludwigshafen geborene Heinrich Holder, Mitbegründer des Pfälzerwaldvereins, nach dem der Holderturm, einer der bekanntesten Felsentürme im Wasgau, benannt wurde, war als Prokurist bei den Emaillwerken in Annweiler tätig. Holder, ein begeisterter Kletterer, stürzte am 24. Juli 1908, erst 32 Jahre alt, mit seinem Bergkameraden Albert Grimmeisen (ein Klettersteig am Asselstein trägt seinen Namen) am Wetterhorn bei Grindelwald (Schweiz) ab. Auf dem Annweilerer Bergfriedhof fand er seine letzte Ruhe.

Ich möchte nicht im Tal verderben, ein letzter Bliek beengt von Zwang, auf meinen Bergen möcht ich sterben

beim goldnen Sonnenuntergang.

Diese Zeilen finden sich auf seinem Grabstein. Die 'Holderquelle' am Adelsberg bei Gräfenhausen, zu dem der Grimmeisenpfad führt, erinnert ebenfalls an ihn.

87. 'Waldhaus Trifels am Fuße der Reichsburg' steht auf dieser Postkarte. Wir sind auf den Schloßäckem; von hier aus erreicht man bequem in 15 Minuten den Trifels, nachdem man sich bei der 'Braune Lenche' noch ein wenig gestärkt hat.

88. Die 'Burgschänke' auf den Schloßäckern - ursprünglich ab 1937 Baubude für die Arbeiter am Trifels - nahe jenem freien, lichten Platz ('Am Schafstall') zwischen dem obersten Kegel des Trifels und der mittleren Kuppe des Bergzuges, dem Anebos (einstige Burg, die ihren Namen wohl von der Ähnlichkeit des Felsens mit einem Amboß hat).

89. Die Burgruine auf dem Sonnenberg. 497 Meter über dem Meeresspiegel thront der Trifels, die wohl vornehmste Königspfalz der staufischen Zeit, auf langgestrecktem Felsengrat (145 Meter lang, 5-40 Meter breit und 50 Meter mißt der Steilabsturz der Felsenbarre an der Südseite).

90. Der 'Tanzplatz' mit vorgelagertem Wächterhaus. Die Denksäule im Vordergrund (1854 errichtet) trägt auf jeder Seite Inschriften mit den Hauptmomenten der Geschichte der Stadt und des Trifels. Am 30. August 1920 wurde sie nochmals errichtet, nachdem sie Besatzungssoldaten unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkrieges den Berg hinuntergeworfen hatten.

91. Die Reichsveste Trifels - ein in Stein geformter, sichtbar gemachter Höhepunkt mittelalterlicher deutscher Kaiserherrlichkeit. Von dem Mundartdichter Paul Münch (1879-1951) stammt der Spruch: 'Der Trifels, das war früher als, die scheenste Burg der ganzen Palz.'

92. Am 28. Juli 1929 flog 'Graf Zeppelin' über den Trifels. Der am 9. November 1866 gegründete Trifels- Verein hat sich seit über 125 Jahren große Verdienste um die Erhaltung des Trifels erworben.

93. Über eine Treppe gelangt man in den sogenannten Kaisersaal, der jenen Eindruck 'herrscherlicher Großartigkeit' vermittelt, der zu der Namensgebung geführt hat. Der Raum verfügt über eine großartige Akustik, so daß alljährlich bei Kerzenlicht TrifelsSerenaden stattfinden. Von hier gelangt man in die Königskapelle mit ihrem Vorraum, in der Eußerthaler Mönche die Reichskleinodien (heute als 'Nachbildungen' zu sehen) bewachten.

94. Die Gaststätte im Felsen wurde von Jakob Lingenfelder, Trifelswirt von 1914 bis 1938, betreut, der auch ein guter Zitherspieler war. 'Trifels, meine Heimat' komponierte er 1897 in der Fremde.

Annwei/er. Fefsenpartie beim Trifels.

95. Die mittlere der drei Burgen, Anebos (480 m NN), wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts erbaut, 1264 wohl schon aufgegeben. Nur noch Spuren sind auf dem Felsen vorhanden. Der 20 Meter hohe Felsklotz krönt den Scheitel des Berges. Es sind Überreste einer Burg, die einst königlichen Ministerialen und Gästen des Trifels als Wohnung diente. Ein kleiner Turm und eine Zisterne sind noch auszumachen. Der Name wird als 'Annenhügel' gedeutet, aber seiner Form wegen auch als 'Amboß'.

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