Annweiler am Trifels in alten Ansichten

Annweiler am Trifels in alten Ansichten

Autor
:   Dr. Hans Blinn
Gemeinde
:   Annweiler am Trifels
Bundesland
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5794-0
Seiten
:   112
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Annweiler am Trifels in alten Ansichten'

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aus Jnnweiler

artie aus der f{auptstrasse

26. Eine Partie aus der Hauptstraße: Rathausplatz mit Brunnen (von 1606) und das Keyser'sche Haus, das aus dem Jahr 1634 stammt, aber noch sein schönes Fachwerk unter einem eintönigen Putz versteekt. Das Wandbild am Erker, das ein Barbarossa-Bild trug, ist noch zu erkennen. Im Gasthaus mit Metzgerei von Johannes (Jean) Meyer konnte man Hunger und Durst stillen.

27. Ein Schmuckstück und fast ein Wahrzeichen der Stadt wurde dann das Keyser'sche Eek (Einmündung Altenstraße in die Hauptstraße), als man das schöne Fachwerk zu Gesicht bekam. Da wurde eines der wenigen Überbleibsel der alten Innenstadt zu den am meist fotografierten Objekten in Annweiler.

28. Wir verweilen noch ein wenig an dieser Stelle und schauen zurück in die Hauptstraße, wo wir gerade zwei Autos und ein Fuhrwerk ausmachen können. Der frühere Brunnen ist verschwunden, eine Litfaßsäule steht jetzt hier und preist den 'delikat schmeckenden' Kathreiner Kaffee an.

29. Am Rathausplatz stand auch die Wirtschaft 'Zum deutschen Haus' mit dem schönen Fachwerkerker, ein ebenso begehrtes Fotomotiv. Inhaber Johann Gerstie warb mit 'Eigener Schlachtung'. Eduard Jost, der Dichter des 'Pfälzer Liedes', soll hier oft verkehrt sein - und vergessen haben, seine Zeche zu zahlen. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg ein Opfer der Bomben.

30. Wenden wir uns nach links, so finden wir das Anwesen des Baders Georg Wack, der aus einem der Fenster schaut. Der Bader nahm auch 'Zahnoperationen, Nervtöten und Plombierungen' vor. Nach der Behandlung konnte sich sein Patient im Zwick'schen Tabakladen gleich eine beruhigende Zigarette oder Zigarre kaufen. Im Hintergrund steht der stätische Glockenturm, 1318 erbaut. Der Herr (mit Hut und Spazierstock) am Hauseck ist der spätere Ehrenbürger der Stadt (1976), Prof. Dr. Georg Biundo (1892-1988), der von 1932 bis 1946 die evangelische Pfarrstelle I. innehatte und eine Geschichte von Annweiler verfaßte.

31. Er gehört zu der am 29. Dezember 1944 völlig zerstörten protestantischen Pfarrkirche. An dieser Stelle wurde bereits am 16. Februar 1153 eine von den Hohenstaufen gegründete Kirche eingeweiht. Die in den Jahren 1928-1939 erfolgte letzte Instandsetzung kam einer völligen Erneuerung gleich. Rechter Bildrand: Treppenhaus des einstigen Rathauses.

32. Wir stehen am Kirchplatz, der von dem protestantischen Pfarrhaus und der protestantischen Pfarrkirche (rechts) begrenzt wird - gleich hinter dem Rathaus. Im Volksmund früher 'Klicker-Stadion', weil hier die Jugend dem Murmelspiel nachging. Das Fachwerkhaus war das ehemalige Gendarmeriegebäude.

33. Bevor wir uns dem Rathaus zuwenden, nochmal einen Bliek zurück in die Hauptstraße - wie sie einstens war: noch mit dem Rathausbrunnen und dem verputzten Keyser'schen Haus. Da konnten die Kinder noch ungestört auf der Straße spielen. Im Hintergrund erhebt sich der Große Adelsberg mit seinen 567 Metern, und am Wingertsberg konnte man noch 'herbsten'.

34. Nach Plänen des bekannten Münchner Architekten Richard Jakob August von Voit (1801-1870) entstand 1840-1844 das in romanisierenden Formen erbaute neue Rathaus. Die Baukosten betrugen über 20000 Gulden. Am 29. Dezember 1944 wurde es durch Fliegerbomben total zerstört. Ebenso trafen sie die daneben stehende Bäckerei Scholier.

35. Das Rathaus in seiner ganzen Schönheit. Am 8. Oktober 1840 wurde sein Grundstein gelegt und im April 1843, noch nicht ganz vollendet, wurde es durch den Bürgermeister Heinrich Mühlhäuser (von 1837 bis 1848) bezogen.

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