Annweiler am Trifels in alten Ansichten

Annweiler am Trifels in alten Ansichten

Autor
:   Dr. Hans Blinn
Gemeinde
:   Annweiler am Trifels
Bundesland
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5794-0
Seiten
:   112
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2 - 3 Arbeitstage (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Annweiler am Trifels in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

36. Nicht allzu weit entfernt finden wir die Einmündung Hauptstraße-Flitschberg. Bei Johann Christmann konnten sich die Annweilerer mit Wollwaren, Aussteuer-Artikeln und Wäsche-Konfektion eindecken.

37. Im Eckhaus gegenüber betrieb Franz Georgio ein Kolonialwaren- und Farbgeschäft. Im gegenüberliegenden Gasthaus 'Zum Tivoli' befand sich damals schon im Rückgebäude das Möbelmagazin von Daniel Voos, heute immer noch Möbel Voos.

38. Nun gehen wir wieder die Hauptstraße zurück und begeben uns erst einmal in die Wassergasse: ein romantisches Stück Alt-Annweiler, Und am Pumpenbrunnen holte man sich sein Wasser. Wir schauen nach Osten: das Queichwasser treibt die Mühlenräder, die Schornsteine der Thal-Brauerei rauchen, und weit im Bildhintergrund grüßt der zweigipfelige Hohenberg (552 m).

Annweiler,

.- .~,. - ~ueieh:partie:

39. Die Queichpartie, die oft gar nicht so romantisch aussah. Am oberen Ende der Wassergasse, vis-à-vis der Stadtmühle, erkennen wir das Wein-Restaurant Heinrich Trautmann, das ein großer Rebstock schmückte (Hauptstraße Nr. 305). Heute befindet sich hier das Friseurgeschäft Gerhard Lorenz.

40. Wenn wir uns umdrehen, erschauen wir die Reste der Stadtmauer 'Am Schipkapaß' und die Walkmühle, die noch innerhalb der Stadtmauer stand. Woher der Name 'Schipka' kommt, ist nicht eindeutig bewiesen, da in keiner Chronik ein Hinweis zu finden ist, wie es zu der Namensgebung kam (bekannter Balkanpaß, 1273 m hoch, spielte im russisch-türkischen Krieg 1877178 eine Rolle).

RNNWElbER (PfFlbZ). Scnipkapaö

41. 'Am Schipkapaß' mit der Walkmühle, vor der Jahrhundertwende. Damals drehten sich noch zwei Mühlräder (zwischen beiden Rest der Stadtmauer -zu erkennen), vom Wasser eines Queich-Nebenarmes angetrieben. Der Grundstein zu dem Haus des Lohgerbers Reinhart Gravet (ganz rechts) wurde 1704 gelegt; Gerberzunftzeichen in dem Hauswappen über dem Türsturz.

42. Das alte Mühlrad mal nah besehen. Das Haus beherbergte die ehemalige Schuhabsatzfabrik Brödel, für die das alte Mühlrad noch bis Kriegsende 1945 den Strom lieferte. In unmittelbarer Nachbarschaft steht das Geburtshaus von Prof. Dr. Ing. Theodor Künkele (1876-1970), Forstmann und Schriftsteller, in dem sich heute das Heimatmuseum (mit 'Waldmuseum') der Stadt Annweiler befindet.

43. So sieht der enge Durchgang 'Schipkapaß' (auch 'Schubkarrenpaß' genannt) von Osten her aus: Ein alter Stadtmauerrest, efeuumrankt, findet sich noch. In dem kleinen Häuschen (rechts) lädt heute die Weinstube 'Zum Schipkapaß' zur Einkehr.

44. Nun gehen wir die ganze Wegstrecke wieder zurück, überqueren die Hauptstraße und kommen in die Gerbergasse, wo längs der Queich das 'anrüchige' Gewerbe der Gerber seinen Sitz hatte. Die Vordächer dienten zum Trocknen der aufgespannten Häute. Die Gerberzunft blieb unter allen Zünften am längsten erhalten.

45. In der westlichen Gerbergasse. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurden hier die Gerber ansässig und bildeten eine bedeutende Zunft. 1753 wies die Gerberzunft 36 Stadtmeister auf, zwölf Gerbereien gab es noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Viele Gerberzeichen finden sich an den Häusern, zu denen auch Lohgruben und Lohmühlen gehörten.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Lieferbedingungen | © 2009 - 2019 Europäische Bibliothek Verlag