Annweiler am Trifels in alten Ansichten

Annweiler am Trifels in alten Ansichten

Autor
:   Dr. Hans Blinn
Gemeinde
:   Annweiler am Trifels
Bundesland
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5794-0
Seiten
:   112
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Annweiler am Trifels in alten Ansichten'

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46. Unweit davon verläuft die Altenstraße, die von jeher von der Hauptstraße zum Storehentor führte.

47. Wenden wir unseren Bliek nach rechts, so schauen wir in einen 'alten Winkel': es ist der 'Prangertshof'. Der Name kommt von der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit: Hier stellte man die 'Verbrecher' an den Pranger. Spitzweg-Romantik wird der Betrachter gewahr.

48. Die Zeit scheint hier stille zu stehen. Die Kinder freuen sich an den ersten Sonnenstrahlen. Der Winter war wohl nicht allzu hart gewesen, denn es liegt noch viel Holz vorm Haus. Bald wird auch der Rebstock wieder zartes Grün aufweisen und ein Schmuckstück für das alte Häuschen werden.

49. Gleich daneben stoßen wir auf das Gasthaus 'Zum gold'nen Löwen' von Carl Graf, der stolz vor seinem Anwesen steht und jedern Kunden gerne 'reinen Wein und ff. Biere' serviert. In dem 'altrenommierten Haus in der Mitte der Stadt' (erbaut 1619, 1836 umgebaut) befand sich später auch das Lebensmittelgeschäft Friedrich Ebel. Übrigens: den 'Löwen' gibt es immer noch, und hier treffen sich die Träger des 'Goldenen Löwen' (das ist die höchste Auszeichnung badisch-pfälzischer Karnevalsvereine ).

50. Diese Häuserzeile schließt sich an die Gaststätte an und hat bis heute ihr Gesicht kaum verändert. In der Bildmitte das Geburtshaus (Altenstraße 14) von Wilhelm Loewe. Der große Wohltäter der Stadt war am 21. Juli 1921 zum Ehrenbürger ernannt worden und starb mit 74 Jahren am 30. Dezember 1927 in New York. Das gelbe Gebäude mit der RotKreuz-Fahne ist das Alte Schulhaus (bis 1907), in dem sich später die 'Milch-Küche' befand.

51. Das ist das gern besuchte Gasthaus 'Zum Storchentor' von Jean Schalek am früheren Kornmarkt. Daneben verschönerte ein Friseur die Damen und Herren der Stadt. Hier stand die westliche Stadtmauer; ein Durchbruch des Storchenturmes erfolgte erst 1794 der Straße nach Wemersberg wegen.

52. In einer Nebenstraße der Altenstraße lag das Distriktskrankenhaus, das im Ersten Weltkrieg als Lazarett diente, im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer fiel. Es war am 1. Mai 1896 seiner Bestimmung übergeben und 1938 zum Kreiskrankenhaus umbenannt worden.

53. Eine ganz seltene Aufnahme: am Ende der Altenstraße befand sich die Bier- und Weinwirtschaft (mit Kegelbahn) von Jakob Huber, die 'Westendhalle' . Hier kehrten vor allem die Leute von Wernersberg und dem Gosserweilerer Tal ein, nachdem sie ihre Besorgungen in der Stadt erledigt hatten.

54. Ein Frontsoldat stellt sich mit seinen Angehörigen vor dem Gasthaus dem Fotografen zu einem Erinnerungsfoto. 'Jakob, schenk ein, die Dahlleit kummen!' soll die Frau Wirtin ihrem Mann immer zugerufen haben.

55. Am 8. Juli 1928 wurde das mit einem Kostenaufwand von 60000 Mark errichtete Annweilerer Freischwimmbad eröffnet, 'um allen Volks schichten Gesundheitsquelle zu werden'. Vorher gab es nur in der Queich Bademöglichkeiten.

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