Ansbach in alten Ansichten Band 1

Ansbach in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Adolf Lang
Gemeinde
:   Ansbach
Bundesland
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2552-9
Seiten
:   160
Preis
:   EUR 19.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Ansbach in alten Ansichten Band 1'

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49. Unter dem Markgrafen Georg Friedrich, der Ansbach manchen qualitätvollen RenaissanceBau schenkte, entstand auch das Gästehaus des Hofes. Baumeister war der Ulmer Gideon Bacher, der wiederum seine typische Handschrift hinterließ. Als Abschluß des JohannSebastian-Bach-Platzes gegen das markgräfliche Schloß besitzt das Anwesen eine wichtige städtebauliche Funktion. Mit 'neun Schlöten auf einem Dach' ist es ebenfalls ein Wahrzeichen der Stadt.

50. Ansbach beeindruckt nicht nur durch die Qualität und Dimensionen seiner Repräsentativbauten. Auch einfache Häuser der Bürgerschaft entwickeln Charme, wie dieses Gebäude am J ohann-Sebastian-Bach-Platz, das seine Bausubstanz des 16. Jahrhunderts nicht verleugnen kann. Die Barockzeit hat jedoch den Giebel umgestaltet und die abgetreppten Obergeschosse geschaffen. Es vermag sich in seiner Bescheidenheit in einer sonst anspruchsvolleren Umgebung zu behaupten.

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51. Der eigentliche Altstadtbereich wird am Schloßtor verlassen. Sorgsam trennt dieses 1737 entstandene Werk den repräsentativen Schloßplatz von der Bürgerlichkeit der Stadt. Der Durchblick (die beiden Fußgängeröffnungen links und rechts sind nicht original) ist auf das Präsidentenpalais gerichtet, vor dem der (inzwischen entfernte) PrinzregentLuitpold-Brunnen steht, Denkmal bayerischer Zeit in einer Umgebung, die bis dahin ausschließlich Hohenzollergeschichte reflektierte.

Präsidialgebäude mit f,nitpoldbrunnen.

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52. Das einstige Gesandtenhaus am Schloßplatz kann zu den elegantesten Ansbacher Barockpalais gerechnet werden. In ihm wohnte Hippolyte Clairon, die französische Schauspielerin und Freundin des Markgrafen Alexander. Nach 1806 nahmen hier die Regierungskomrnissäre und späteren Regierungspräsidenten ihren Sitz. 1908 wurde der jugendstilbewegte Prinzregent-Luitpold-Brunnen eingeweiht, der, später auf den Bahnhofsplatz versetzt, 1945 den Bomben zum Opfer fiel,

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53. Das Ansbacher Markgrafenschloß ist eine der ehrwürdigsten Stätten der Hohenzollerngeschichte in Süddeutschland. Sein Anfang geht auf das 14. Jahrhundert zurück, als eine Wasserburg die Rechte der damaligen Burggrafen sicherte, nachdem Ansbach 1331 an die Hohenzollern .gekomrnen war. Die Burg wurde später vielfältig umgebaut und erweitert. Seine heutige Gestalt erhielt das Schloß im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts. Immer noch aber erinnert der Graben an die alte Struktur.

Ansbach

Schloss mi! Kriegtrdenkmat

54. Drei Baumeister haben das Erscheinungsbild des Schlosses maßgeblich geprägt. Gabriel de Gabrieli als Gestalter der Hauptfassade und des Hofes, Carl Friedrich von Zocha und Leopoldo Retti als Vollender. Es gelang ihnen, aus einem asymmetrischen Gebilde einen vergleichsweise geschlossenen Monumentalbau im. Sinne des fürstlichen Absolutismus zu machen. Erst ein Besuch der Gotischen Halle oder aufmerksames Beobachten der Mauerstärken enthüllen, welche älteren Bauteile sich verbergen.

Rnsbach I. B.

Kriegeraenkmal.

55. Ansbach besitzt als traditionsreiche Garnisonsstadt eine Reihe von Kriegerdenkmälern. Nur wenige Meter vom Markgrafenschloß entfernt erhebt sich das Denkmal für den Krieg von 1870/71. Damals war das in Ansbach liegende 2. Ulanenregiment 'König' nach Frankreich gezogen und hatte an der Schlacht bei Wörth, den Belagerungen von Marsal und Toul, der Schlacht bei Sedan und der Einschließung von Paris teilgenommen. 1898 kam es dann zur Errichtung des Denkmals.

}nsbach

Kgl. Schloss mit Platen-Anlagen.

56. Noch zu Beginn dieses Jahrhunderts war der Schloßplatz wesentlich 'begrünter' als heute. Die Bäume des Schloßgrabens ragten weit heraus, die Platen-Anlagen reichten tief in den Platz hinein. Später wurde das Platen-Denkmal zurückversetzt, die Grünanlagen wurden reduziert. Weder die damalige noch die heutige Lösung vermochten zu befriedigen. Es ist deshalb nicht erstaunlich, daß um die Gestaltung des Schloßplatzes erneut gerungen wird.

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Rönigsparade am 12. ffiät1 1903.

57. Der Schloßplatz war durch die Jahrhunderte glänzende Kulisse für Veranstaltungen aller Art, vor allem Aufmärsche und Paraden. Gerade das 2. Königlich Bayerische Ulanenregiment 'König' vermochte davon immer wieder zu profitieren. Über fünfzig Jahre gehörte es zum Bild der Stadt, daß die Lanzenreiter in ihren schönen Paradeuniformen über den Schloßplatz defilierten. Ein eigenes Trompeterkorps hatte zu diesen Vorbeimärschen zu spielen.

Fnsbach i. B. flm Portal des Schlosses.

58. Optischer Hauptbezugspunkt des Schloßplatzes ist die Fassade des Markgrafenschlosses, wie sie Gabriel de Gabrieli konzipierte und zum Teil selbst ausführte. Seinen Nachfolgern earl Friedrich von Zocha und Leopoldo Retti war es vorbehalten, das Werk zum Abschluß zu bringen. Retti steuerte 1733/34 die Schilderhäuser und die danebenstehenden Figuren bei. In ihrer Gesamtheit ist die Fassade des Schlosses die spektakulärste Leistung des Barock in Ansbach.

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