Ansbach in alten Ansichten Band 1

Ansbach in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Adolf Lang
Gemeinde
:   Ansbach
Bundesland
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2552-9
Seiten
:   160
Preis
:   EUR 19.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Ansbach in alten Ansichten Band 1'

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ANS8ACH.

Hofgarten-Eingang.

79. Der Hofgarten hat von der Stadt zwei Zugänge, einen vom Schloßplatz, den anderen von der Bischof-Meiser-Straße, gegenüber dem geschichtsträchtigen Wohnhaus der Henriette Feuerbach, der Stiefmutter des Malers Anselm Feuerbach. Dort wurde ein kleiner Rosengarten angelegt, den zwei markgräfliche Dienstgebäude flankierten, von denen das rechte, zweigeschossige dem Jahre 1945 zum Opfer fiel. Heute steht hier ein erdgeschossiger Nachfolgebau.

Ansbach.

Partie an der Bahnhofstrasse mil Hundslurm.

80. Den vielleicht größten Verlust an Gebäuden durch die Bombenangriffe im Jahre 1945 erlitt die Bahnhofstraße. Dabei wurden wesentliche Teile der Firma Oechsler zerstört. Die Schornsteine in unmittelbarer 'Nähe des Hofgartens gehören seitdem der Vergangenheit an. Nachdem weite Strecken der Bahnhofstraße nicht mehr aufgebaut wurden, ergab sich die Möglichkeit, eine neue Nord-Süd-Allee in Richtung Orangerie anzulegen.

Ehem, Markgrän. Hundslurm

f'tnsbad1

81. Mit der Bombardierung der Bahnhofstraße ging auch der romantische Hundsturm unter. Seine wuchtige Bausubstanz reichte in das 16. Jahrhundert zurück. Der Heimatverein mit seinen historischen Gruppen in Kostümen des 18. Jahrhunderts verwendete ihn als Kulisse, vor allem für jagdliche Themen, die in Ansbach durch alle Zeiten eine erhebliche Rolle spielten. Und selbstverständlich war der Hundsturm eines der beliebtesten Fotomotive.

82. Industriestadt Ansbach, ein ungewohnter Anblick. Neben der Eisenbahn erstreeken sich die Fabrikationsgebäude der Firma Oechsler. Zwischen ihnen werden die Turmgruppen der beiden Hauptkirchen in der Altstadt sichtbar. Der größte Teil der Fabrikanlagen wurde 1945 zerstört, Damals, am 22. und 23. Februar, war das Bahnhofsgebiet Ziel zweier intensiver Bombenangriffe, die auch die unmittelbar benachbarten Straßen erfaßten.

Rnsbach I. B.

König!. Realschule. Thereslenstrasse.

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83. Ein weiterer reizvoller Turm des 16. Jahrhunderts stand im Westen der Bahnhofstraße, der gleichfalls vollkommen zerstört wurde. Ihm schräg gegenüber befand sich das Zocha-Sch1ößchen, das sich der markgräf1iche Baudirektor Carl Friedrich von Zocha geschaffen- hatte. Später beherbergte es die Ansbacher Oberrealschule, bis es 1945 schwer beschädigt wurde. Seine Reste mußten den Neubauten des heutigen Platen-Gymnasiums weichen.

Ansbach

84. Die Entwicklung größerer, neuer Bauquartiere begann in Ansbach praktisch erst zu Ende des letzten Jahrhunderts. Dies wird bei dieser Ansicht von Süden deutlich, wo die Bahnanlagen auf weite Strecke die Abgrenzung der Bebauung bilden. Auch im Norden, jenseits der beiden alten Pfarrkirchen, ist alles unbebaut. Einsam blickt das Wirtshaus zum Weinberg auf die noch recht entfernte Stadt herunter, die ihre Grenzen des 18. Jahrhunderts kaum überschritten hat,

(n.sb~ Bahnhof-

85. Ansbach ist seit über einem Jahrhundert an das überregionale Eisenbahnnetz angeschlossen. Dabei kreuzen sich wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen. Eine Ieistungsfähige Bahnanlage und ein repräsentativer Bahnhof waren deshalb notwendig, Bahnhof und' Postgebäude bildeten einstmals ein harmonisches Ensemble. Bei den Bombenangriffen gingen beide zugrunde, wie überhaupt das Bahnhofsgebiet fast vollständig zerstört wurde.

firuss aus Hnsbadt.

86. Vor dem alten, 1945 zerstörten Bahnhofsgebäude erstreckte sich eine schöne Grünanlage, Der Bahnhof selbst war durch eine bequeme Anfahrt unmittelbar erreichbar. Die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes nach 1945 kann diese alten Vorzüge nicht mehr vorweisen. Der jetzige Bahnhof in seiner erdgeschossigen Bauweise hat den Platz verkleinert; die verbliebene kleine Grünfläche wirkt eher zufällig, als in das Ensemble eingeplant.

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postamt und lJahnhof.

87. Rund einhundert Jahre würde heute das alte Bahnhofsgebäude (rechts) zählen, das einen beachtlichen Sinn für Repräsentation aufwies. Es ging im Bombenhagel zusammen mit dem Postgebäude unter, das 1902 durch Georg und Christoph Wörlein erbaut worden war. Die vor beiden liegende Grünanlage wurde umgestaltet, als der Prinzregent-LuitpoldBrunnen, dessen Standort vor dem Gesandtenhaus problematisch war, hierher versetzt wurde.

A T5BACH i. B. Partie beirn Gleis teg mit Kath. Kirche

88. Zu den liebenswerten Erinnerungen der Ansbacher gehört der Eisenbahnsteg, der Altstadt und Neue Auslage mit dem Süden der Stadt verband. Sein Verlust im Jahre 1945 bedeutet für die Fußgänger bis heute einen Umweg. An seinern nördlichen Ende erstreckte sich das Mardefeldsche Palais, von dem nur ein Fragment den Zweiten Weltkrieg überstand. Es hatte einst den repräsentativen optischen Abschluß der Karlstraße nach Süden gebildet.

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