Arolsen in alten Ansichten Band 1

Arolsen in alten Ansichten Band 1

Autor
:   Annemarie Noll
Gemeinde
:   Arolsen
Bundesland
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3042-4
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Arolsen in alten Ansichten Band 1'

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29. Auf dem Kirchplatz gegenüber der Kirche stand bis zum Zweiten Weltkrieg das Hotel 'Rheinischer Hof', später 'Hotel zur Post', mit seinem versierten Hotelier Oskar Engels. Der Anbau rechts war die 'Kaiserhalle'. Das Gebäude wurde später abgerissen und durch einen Neubau der Kreissparkasse ersetzt. Die Straßenlaternen wurden mit Gas aus der Arolser 'Gasfabrik' , der Gasanstalt, betrieben.

30. In der Rauchstraße (frühere Helser Allee) liegt der 'Hoppenhof' , der nach dem ehemaligen Hopfengärtner des Hofbrauhauses benannt wurde. Hier ist am 2. Januar 1777 der berühmte Bildhauer Christian Daniel Rauch als Sohn eines Kammerdieners des Fürsten geboren. Mit dreizehn Jahren kam Rauch bei dem Bildhauer in Helsen in die Lehre. Er mußte aber die künstlerische Laufbahn zunächst beenden, weil die Königin Luise von Preußen ihn als Lakai wünschte, nachdem sein Bruder Friedrich 1790 als Schloßkastellan von Sanssouci verstorben war. Die Königin erkannte seine Begabung und förderte ihn weiter. Er schuf den Sarkophag der Königin Luise, das Denkmal Friedrichs des Großen, Reiterstandbilder bekarmter Heerführer. Rauch schenkte Arelsen die Statuen Glaube, Liebe, Hoffnung.

Anläßlich seines Besuches in Arelsen wurde Rauch Ehrenbürger und die Bevölkerung bereitete ihm einen festlichen Empfang. Die Stadt kaufte 1856 sein Geburtshaus und schuf die Rauchstiftung, deren Zweck es war, älteren bedürftigen Einwohnern ein Unterkommen zu gewähren, Sie besteht heute noch. Rauch starb 1857 und ist auf dem Dorotheen-Friedhof in Berlin begraben. Die Stadt Arolsen richtete nach dem Zweiten Weltkrieg in seinem Geburtshaus eine 'Rauchgedenkstätte' ein. Die Büste des Ranchdenkmals im Garten schuf 1863 der Aro lser Bildhauer Karl Schulz.

31. Die 'Helser Allee' um 1880. Auf der rechten Seite das Löwenstein'sche Haus. Ganz links der Eingang zum Haus des Bürgermeisters Krummel, das damit zugleich Rathaus war. Jetzt dient es als Kindergarten.

32. Die Bahnhofstraße (Auf der Heide) von der Kirche aus gesehen. Im Hintergrund die alte Pappelallee, die bis zum Hebberg ging. Napoleon pflanzte gern an seinen Heerstraßen Pappeln, eine Mode, die auch damals in Arolsen Nachahmung fand. Etwa 1882 wurden diese Bäume durch Linden ersetzt. Die Bepflasterung aller Straßen erfolgte Anfang dieses Jahrhunderts.

33. Die Bahnhofstraße, zur Kirche hin gesehen. Die Aufnahme stammt aus 1878. Auch hier sind die Häuser im großen und ganzen unverändert geblieben.

34. Nach der Stadtgründung wurde 'Auf der Heide' (an der jetzigen Bahnhofstraße) der Alte Friedhof angelegt, der 1911 geschlossen wurde. Bis in die heutige Zeit sind die alten Grabsteine erhalten. Der Friedhof wird seit 1975 mit Unterstützung des Landeskonservators saniert. Auf dem Bilde sieht man das alte Eingangstor, das 1931 verlegt wurde.

35. Das große siebenachsige Haus gehört seit 1876 der Familie von der Emde, die hier eine Bäckerei betrieben hatte. Jahrzehntelang ist in diesem Hause mit seinen weitläufigen Stallungen und großem Garten die Arolser Fuhr-Post im erblichen Besitz der Familie Kneuper (von 1738-1867) gewesen.

AROLSE

Bannhotsstrasse

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36. In der Bahnhofstraße 34 wird seit 1837 das Sägewerk Blume mit einer Ho1zhand1ung und Zimmerei betrieben. 1907 wurde das Wohnhaus gebaut. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man noch die alten Kästen, in denen die städtischen Bekanntmachungen ausgehängt wurden.

37. An der Ecke Bahnhofstraße-Helenenstraße stand bis 1975 die 'Löwenburg', die vom Maurermeister Bödicker erbaut wurde und am Gesims mit zwei Löwen versehen war. Sie mußten im zweiten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts wegen Gefährdung der Straßenpassanten abgenommen werden. Hier steht jetzt ein modernes Geschäftshaus.

38. Die Große Allee ist mit Eichen bestanden. Sie wurde 1676 durch den Fürsten Georg Friedrich, den Türkenbezwinger, angelegt. Sie sollte eine Verbindung zwischen dem Renaissance-Schloß im früheren Kloster und dem Sommerschloß seiner Frau Charlotte 'Charlottenthal' (später Luisenthal) herstellen. Mit seinen sechs Reihen Eichen und 1,5 Kilometer Länge ist sie heute eine der größten und schönsten Alleen Deutschlands. Links im Bild das frühere Regierungsgebäude (Landesdirektorium bis 1929). Dort wurde 1932 das Realgymnasium untergebracht und 1964 fand hier das Rathaus seine neue Bleibe. Es wurde nach den Gemeindezusammenschlüssen der letzten Jahre ein zweites Dachgeschoß ausgebaut.

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