Asperg in alten Ansichten

Asperg in alten Ansichten

Autor
:   Theodor Bolay
Gemeinde
:   Asperg
Bundesland
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0159-2
Seiten
:   112
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Asperg in alten Ansichten'

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88. Die Schulneulinge 1933, Angehörige der Jahre 1926/1927, mit ihrem Lehrer Oberlehrer Elsenhans.

89. Während des Krieges 1870/1871 waren die kriegsgefangene Franzosen auf dem Hohenasperg untergebracht. Während der Gefangenschaft starben einige von ihnen, die in Einzelgräbern bestattet wurden. Einige Jahre nach Kriegsende wurden sie in ein Sammelgrab umgebettet. Dieses Grab ist heute noch auf dem Asperger Friedhof zu sehen. Die Pflege hat die Stadt Asperg übernommen.

90. Hinter dem Hohenasperg befindet sich eine natürliche Quelle. Sie wurde gefaßt und an dem 'Brünnele' holten sich viele Asperger, besonders nach dem Zweiten Weltkriege, ihr Trinkwasser, dem sie besondere Heilkraft zutrauten.

91. Ein Sühnekreuz aus früherer Zeit in einer Weinbergmauer am 'Sattel' zwischen Asperg und Tamm, das heute noch zu sehen ist. Die Sage berichtet darüber: Vor langen Jahren kam ein Schäfer mit seinen Schafen von Asperg die Steige herauf. Auf dem Sattel, dem westlichen Ausläufer des Hohenasperges, begegnete ihm ein Schäfer mit seiner Herde von Tamm herkommend. Die Straße war zu schmal, um beiden zu gleicher Zeit Durchfahrt zu gewähren. Keiner wollte weichen, und die Schafe liefen zusammen, Nun gerieten die Schäfer in Streit, wobei einer den andern erstach. Ihnen zum Gedenken wurde dieses Sühnekreuz an dieser Stelle errichtet.

92. Dieses Bild der sogenannten 'Juristischen Linde' habe ich im Vorfrühling 1923 aufgenommen, als noch der Bauschutt und das Baumaterial für den Aufbau des am 21. November 1921 abgebrannten Filialbaues im Festungshof lagerten. An dieser Linde wurden im Jahr 1755 die Rädelsführer einer Meuterei auf dem Hohenasperg in Gegenwart der gesamten Mannschaft am 21. Juli abends um sechs Uhr gehenkt. Seit dieser Zeit grünte diese Linde inmitten des Festungshofes, bis ihr ein Sturmwind am 7. Januar 1958 den Garaus bereitete und sie zu Fall brachte.

93. Diese Ansichtskarte aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zeigt den Westhang des Hohenasperges, ehe nach 1923 das Gelände vor dem Löwentor überbaut wurde. Die teilweise früher hier vorhandenen unterirdischen Festungswerke und die zahlreichen Erdfälle, Dolinen, die hier im Gipskeuper vorkommen, gaben Anlass zur Sage eines unterirdischen Ganges von Markgröningen ZUI Festung Hohenasperg.

94. Diese Aufnahme aus der Vogelschau stammt aus dem ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts. Rechts sehen wir den Wasserturm, der zu einem Aussichtsturm erweitert worden war und in dessen Grundgemäuer sich das Schubartgefängnis befindet. Nach links schließt sich an der Kasernenbau (Filialbau), das Festungstor, der Kellereibau mit Gastwirtschaft. Auf der Westseite der Arrestantenbau (Spital), dann der eigentliche Spital- oder Invalidenbau und der Kommandantenbau, damals als Irrenbau verwendet. Auf der Südseite schließt sich dann der Arsenalbau oder Festungsbau an.

95. Auf dem Bild sehen wir die gegen den Innenhof gerichtete Seite des Arsenalbaues, der ganz früher wegen der dort verwahrten Waffen auch Zeughaus genannt wurde. Spater waren in ihm Festungsgefangene, Duellanten, untergebracht, weshalb er auch Festungsbau genannt wurde. Im Dachstock befand sich um diese Zeit, 1910, die Arztwohnung. In einem dunklen Raum gegen den links sich anschließenden Stall war der Jude Süß 1737/1738 gefangen gehalten, ehe ihm der Prozess gemacht worden war.

96. Der Hohenasperg vor dem Ersten Weltkrieg.

97. Der Hohenasperg mit seinen Besonderheiten, wie er sich vor dem Ersten Weltkrieg dem Besucher zeigte.

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