Asperg in alten Ansichten

Asperg in alten Ansichten

Autor
:   Theodor Bolay
Gemeinde
:   Asperg
Bundesland
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0159-2
Seiten
:   112
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Asperg in alten Ansichten'

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58. Im Weingut Fink am Hohenasperg wird im Jahr 1930 'geherbstet'! Die Trauben, die in den Steilhalden des Hohenasperges genügend 'Öchsle Grade' erreicht haben, werden von Leserinnen geschnitten, in Eimer gelegt, damit sie der Buttenträger in seinen Butten leeren kann. Auf seinem Rücken trägt er den gefüllten Butten hinunter zum Feldzuber, der am Fuße des Weinberges auf dem Weg steht, er leert die Trauben in die Raspel, damit sie gemahlen werden. Die gemahlenen Trauben, die Maische, wird im Feldzuber in die Kelter gebracht. Nach der Kelterung erfolgt der Ausbau des Weines in Fässern in den Kellern bis zur Flaschenreife. Dann wird der Wein abgefüllt und in den Handel gebracht. Gerade die Weine aus dem Weingut 'Eisfink' in Asperg stehen bei allen Kennern in einem guten Ruf.

59. Bild aus der Weinlese 1928. Die Trauben waren gerade mit dem Wagen vom Weinberg in die Scheuer geführt worden und bildeten so eine willkommene Gelegenheit von ihnen zu kosten, ehe sie im anstehenden Feldzuber durchgetreten wurden, um Maische zu bekommen.

60. Das Gasthaus 'Adler' ging am 25. Mai 1897 von dem Metzger Friedrich Groß auf Christian Ottenbacher, Metzger und Wirt, gebürtig von Hoheneck, über. Am 1. Oktober 1897 eröffnete Ottenbacher seinen Betrieb, der sich bald eines regen Besuches erfreuen durfte, zumal, der damaligen Zeit entsprechend, eine Gartenwirtschaft mit Gartenhalle damit verbunden war. Im Oktober 1930 übergab er den 'Adler' seinem Sohn Richard, der 1938 die erste Erweiterung der Räumlichkeiten vornahm. Der 'Adler' wurde, heute noch im Familienbesitz, später zum Hotel erweitert und ist heute weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus als gepflegte Gaststätte bekannt.

61. Schon seit dem 19. Jahrhundert wurde der Gips im Gipskeuper des Hohenasperges von zahlreichen Gipsmüllern in Asperg abgebaut. Um die Jahrhundertwende wurde eine eigentliche Gipsindustrie ins Leben gerufen. Die gegenüber dem Bahnhof erbaute Gipsfabrik von Susset ging dann in den Besitz von Eugen Weidner. Aus der Fabrik entstand ein Industriewerk für die Herstellung von Gips und Gipsdielen. Eine eigene Zweigbahn wurde bis zum Steinbruch hinter dem Asperg, wo dann später die Brennöfen waren, im Jahr 1923 erbaut. Infolge anderwärtiger Baumaterialien war die Herstellung von Gipsdielen mehr und mehr eingeschränkt worden und mit dem 3. Oktober 1939 war das Ende der Gipsgewinnung erreicht und das Gewerbe eingestellt worden.

62. Druckerei Karl Wolf im Jahr 1920, mit alter Buchdruckschnellpresse zur Herstellung des 'Strohgäu Boten' und weiterer Drucksachen. Bis zum Jahre 1950 wurde diese Presse verwendet.

63. Dieses Bild zeigt, wie die Setzerei in der Druckerei Wolf im Jahre 1917 ausgesehen hat. Hier wurde der 'Strohgäu-Bote' zunächst gesetzt und hernach gedruckt. Da es ja die Zeit des Ersten Weltkriegs war, sind nur wenige Arbeitskräfte vorhanden. Es waren dies damals, von rechts nach links: Helene Kammerer, Maria Wörner, Fritz Vahinger und Karl Erfle.

64. Belegschaft der Firma 'Buchdruckerei Karl Wolf' in der Zeit zwischen September 1916 und Juli 1919. Da der Betriebsinhaber zum Kriegsdienst eingezogen wurde, führte die Frau des Firmeninhabers das Geschäft während dieser Zeit. Auch die Betriebsangehörigen waren vorwiegend Frauen. Fritz Vaihinger und Karl Erfle waren die einzigen männlichen Beschäftigten. Die weiblichen Betriebsangehörigen waren, von rechts nach links: Maria Wolf, Maria Wörner, Klara Brenner und Helene Kammerer.

65. Das Gebiet um die Landeshauptstadt Stuttgart eignete und eignet sich vorzüglich dank seines günstigen Klimas für den Gartenbau. Dies nützte Gärtnermeister Wilhelm Kaiser im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts aus, um an der Eglosheimerstraße eine Gärtnerei mit Gewächshäusern anzulegen. Es war ein schwerer Anfang, besonders zu Zeiten des Krieges und der Inflation, und bis in die zwanziger Jahre fuhr Frau Kaiser mit ihren gärtnerischen Erzeugnissen mit der Eisenbahn zum Stuttgarter Wochenmarkt. Auf dem Bild sehen wir das Ehepaar Kaiser bei Arbeiten im Vorfrühling an den Frühbeeten.

66. Der Gärtnereibetrieb Wilhelm Kaiser hatte sich bis in die dreißiger Jahre zu einem Familienbetrieb erweitert und alle Familienglieder arbeiteten gemeinsam an der Weiterentwicklung des Unternehmens. Auf dem linken Bild sehen wir Sohn und Schwiegersohn bei der Arbeit am Frühbeetkasren, auf dem rechten Bild sind Großmutter und Mutter glücklich über den kleinen Erdenbürger, der seine ersten Gehversuche zwischen den Frühbeeten mit aller Vorsicht unternimmt.

67. Drehermeister Ernst Kammerer, geboren 1863, gestorben 1941, liebte es im Feierabend in seinem Garten die Blumen zu pflegen. Hier sehen wir ihn beim Rosenschnitt, zirka 1930.

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