Bad Brückenau in alten Ansichten

Bad Brückenau in alten Ansichten

Autor
:   Leonhard Rugel
Gemeinde
:   Bad Brückenau
Bundesland
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6597-6
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Brückenau in alten Ansichten'

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9 In den Anlagen des Staatsbades sticht die sogenannte tausendjährige Eiche ins Auge, die sorgsam gepflegt und erhalten wird. Unter ihr soll König Ludwig sich oft mit seiner

Geliebten Lala Montez aufgehalten haben. Schwärmerisch hat er die schöne Frau bedichtet. Einige Zeilen geben einen Eindruck davon:

Süße Düfte strömt die Linde

In dem schönen Brückenau. Unter Zweigen, die sich neigen, Wallt die allerschönste Frau:

Lala Montez ...

Die Affäre mit derTänzerin hat den König 1848 die Krone gekostet.

10 In vielen Bauten hat Ludwig 1. den Charakter des Staatsbades neu gestaltet. Der Repräsentations-

bau, den die kolorierte Karte von 1902 zeigt, war der Kursaal, früher auch Conversationssaal genannt.

Geplant wurde er vom Hofarchitekten Iohann Gottfried Gutensohn.

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11 Das Innere des Kursaals läßt auf die Vorliebe des Königs für die Antike und deren monumentale Bauten schließen.

12 Der Blick zur Decke des Kursaals verrät den Befehl von König Ludwig, der Bau auf dem flachen Land solle nicht mit prunkvollen Gemälden, sondern nur mit einfachen Blumendekors geschmückt werden.

13 Wenn König Ludwig den Ortsteil Staatsbad auch umgestaltete, so blieben doch einige Reste aus der Zeit des Barock erhalten, wie dieser Logierbau mit dem Namen 'Widder', wie ihn eine Karte aus dem Iahre 1904 zeigt.

14 Ein anderes Relikt aus der Gründerzeit des Bades ist der 'Fürstenbau' , in dem die Fürstäbte von Fulda,

die damaligen Landesherren, bei ihren Erholungsaufenthalten residierten.

15 Diese Karte aus dem Iahre 1898 zeigt in der Hauptsache die von König Ludwig errichteten Gebäu-

de: Kellerbau, Badbau und Kursaal.

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16 Das bayerische Herrscherhaus blieb dem Staatsbad und der Stadt gewogen und gab manche Unter-

stützung. So wurden mehrere Ruheplätze und Gebäude nach ihnen genannt. Das heutige Dorinthotel,

erbaut um 1900, wurde zuerst 'Luitpold-Bau' genannt. Prinzregent Luitpold war in Bayern regie-

ren der Herrscher von 1886 bis 1 912.

Lu it pol d - ll.ur.

17 Ein weiterer, von Bayerns Herrscherhaus geförderter Bau war das PrinzRupprecht-Heim. Die

Karte vom Iahre 1903 erinnert an die Fertigstellung

des 'Prinz-Rupprecht-Erholungs- und Genesungsheims des Bayerischen Verkehrs- Vereins' . Das Haus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Arbeiter-

wohlfahrt als TuberkuloseHeim genutzt. Es ging 1958 an Dr. Erich von Weckbecker über, der es als Biologisches Sanatorium ausbaute und 1998 an den

Malteserorden übergab. Jahrelanger Gast war der Dichter RudolfHagelstange.

18 Der Badbau arn südlichen Rand der Westachse des Staatsbades wird auf der Karte von 1899 als

Neubau bezeichnet. Möglicherweise handelt es sich um den weiter nördlich liegenden Elisabethenbau.

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