Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Klaus Schmeil
Gemeinde
:   Bad Düben
Bundesland
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5887-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Düben in alten Ansichten Band 2'

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9. Diese Ansichtskarte stammt aus dem Jahr 1912. Zu sehen ist die als 'Kurhaus Waldschloß' bezeichnete älteste Gaststätte im Ortsteil Hammermühle. Die erste Erwähnung fand sie 1910 in einem Werbeprospekt des Leipziger Unternehmers OUo Giebner. Durch Ansichtskarten ab 1925 ist aus dem Text ersichtlich, daß sie dann Erholungsheim des Biochemischen Vereins Leipzig wurde und damit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war. In den fünfziger Jahren wurde es als FDGB-Heim - Haus Schwager- bekannt und war bis 1989 Ferienheim der SED-Bezirksleitung Halle.

10. Dies ist im Ortsteil Hammermühle ein Bliek in die Walther-Rathenau-Straße hinein, Diese zehn Einfamilien-Doppelhäuser wurden 1933/34 mit Hilfe des Freiwilligen Arbeitsdienstes als sogenannte Frontkämpfersiedlung errichtet. Der Grundstückseigentümer und ehemaligen Frontkämpfer Heinrich Bode aus Leipzig schenkte damals diese zwanzig Parzellen à 1 000 m2 seinen ehemaligen Kameraden. Der Rundbau im Bild vorn rechts ist ein Brunnenhäuschen, in ihm befindet sich der Gemeinschaftsbrunnen.

11. Das Waldkrankenhaus wurde 1943 auf Anordnung der Organisation Brandt, dem Leibarzt A. Hitlers, auf einem 14 ha großen Gelände im Ortsteil Hammermühle für Bombengeschädigte aus Köln, Aachen und Leipzig in Barackenbauweise errichtet. 1945 erfolgte die Umwandlung in ein Allgemeines Krankenhaus, das 1949 mit inzwischen fünfhundert Betten zur Landes-Tb-Heilstätte von Sachsen-Anhalt erklärt wurde. Mitte der sechziger Jahre wurden die Baracken - hier eine Aufnahme von 1949 - in Massivgebäude umgebaut. 1971 Eröffnung einer orthopädischen Station, 1973 Inbetriebnahme eines Dialysezentrums und 1975 zum Fachkrankenhaus für Orthopädie erklärt.

Erholungsheim. Villen kolonie HammermOhle b. Bad DOben a. M.

12. Sie sehen hier den Gebäudekomplex des heutigen Landschulheimes, früher Paul-Kaiser-Stift genannt. Es wurde 1914 als Stiftung des Leipziger Unternehmers Paul Kaiser gebaut und diente bedürftigen Kindern als Erholungsheim. Vor Ende des Zweiten Weltkrieges war das Haus Lazarett und wurde nach dem Krieg als Wohnhaus genutzt. 1956 ist es als Touristenstation eröffnet worden. Der Flachbau links im Bild mit dem kleinen Turmaufsatz diente als Kindergarten. Heute werden beide Gebäude als Landschulheim betrieben.

13. Auf halbem Weg zwischen Hammer- und Gleinermühle befindet sich rnitten im Wald eine Quelle. Sie ist in der Umgebung unter dem Namen Gesundbrunnen bekannt. Er bildet neben Alaunwerk und Hammermühle ein weiteres beliebtes Ausflugsziel für wanderlustige Dübener und ihren Gästen und Besuchern. Denn außer einigen Bänken war hier eine Schutzhütte vorhanden, die bei Gewitter entsprechend Schutz bot. Wie aus dem Spruch links unten hervorgeht konnten Familien dort auch ein Picknick abhalten.

14. Wer auf der Schmiedeberger Straße ostwärts wandert und vor dem Holz-Blockhaus linksseitig in den unbefestigten Weg abbiegt, stößt am Ende des Weges auf ein Haus mit eigenwilligem Baustil. Es ist auf dieser Ansichtskarte abgebildet und diese lädt zur Hasenjagd ein. Im Auftrag des Leipziger Fabrikanten Biagosch wurde es ab 1905 als Jagdhaus erbaut. 1927 erwarb es Dr. Seitz und seit 1991 wird es von seiner Tochter, Frau Ruth-Eva Schulz-Seitz, bewohnt. Das Haus verfügt über eine große Halle, die so lang wie das Haus ist und bis ins oberste Stockwerk reicht. Diese wurde zu DDR-Zeiten als Lager für Arzneimittel genutzt.

15. Geht man von der Hammermühle zurück nach Bad Düben, muß man zunächst den Schleif- oder Gleinerbach überqueren. Dieser fließt in westlicher Richtung zur Mulde und trieb früher drei Mühlen an: Ober-, Mittel- und Niedermühle. Kurz nach der Brücke zweigt vom Bach links ein Graben ab, der den Obermühlenteich speist. Diese Aufnahme zeigt einen Teil der Mühlengebäude mit dem davor angestauten Obermühlenteich, der früher je nach Jahreszeit zum Baden oder Schlittschuhlaufen diente. Der Bach fließt dann am Park vorbei und wurde vor der Mittelmühle erneut gestaut, um die Mittelmühle anzutreiben. Danach an der Niedermühle vorbei erreicht der Bach am Roten Ufer die Mulde.

Grub aus Düben

16. Diese Karte zeigt einen Lageplan des Dübener Kurparks etwa kurz vor der Jahrhundertwende. Der 1897 vom Leipziger Bürger Eckardt gestiftete Bismarckstein ist bereits eingezeichnet. Auf diesem Plan kann man den Lauf des Schleifbaches mit den beiden Mühlen, über- und Mittelmühle, und ihren Teichen gut erkennen. Ebenso ist das 'Kurhaus' mit der Kegelbahn deutlich sichtbar. Zu dieser Zeit war die Verbindung zwischen Gustav-Adolf-Straße und Bitterfelder Straße als nördliche Begrenzung des Parkes noch ein unbefestigter Sandweg. Dieser wurde 1933 wegen des zunehmenden Verkehrs unter starkem Protest seitens damaliger Parkschützer zu einer Betonstraße ausgebaut.

17. Bereits 1912 feierte die 'Privilegierte Schützengilde zu Düben' ihr 200jähriges Bestehen. Wobei man annehmen kann, daß schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts Dübener Schützen den in unserer Heimat wütenden Hussiten Widerstand leisteten. Dieses Bild zeigt die Dübener Schützengilde anläßlich ihres 225jährigen Jubiläums vor dem Schützenhaus. Außer meinen Vater und Großvater erkenne ich unter anderen noch: oberste Reihe von links der 2. in Zivil als Dr. Bünger, in der untersten Reihe in der Mitte sitzend in Zivil mit weißem Schnurbart Kaufmann Wilhelm Lippold und der 2. rechts von ihm mit gestreifter Schärpe Kaufmann Ernst Arndt.

18. Diese Aufnahme zeigt die sich 1911 neugebildete Schützengesellschaft zu Düben. Deren Fahnenweihe fand 1912 auf dem Marktplatz statt (siehe Band 1 NI. 18). Mit dem autoritären Führungsstil des Kommandeurs der Privilegierten Schützengilde nicht einverstandengründeten sie damals diesen zweiten Schützenverein in Düben. Nach dem Gründungsjahr nannten sie sich 'Schützengesellschaft von 1911 zu Düben', kurz die 'Ll-er Schützen' genannt.

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