Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Klaus Schmeil
Gemeinde
:   Bad Düben
Bundesland
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5887-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Düben in alten Ansichten Band 2'

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19. Die U-er Schützen beim Bau ihres 100 m langen Schießstandes. Zeitpunkt ist April 1926 und der Ort ist das Gelände zwischen Schleifbach und Kurpark in Höhe des Kurhauses. Die Einweihung fand im Mai 1927 statt. Der Mann vorn rechts sitzend ist Willy Kießling. Der Schießstand der Privilegierten Schützengilde mit 50 m Länge war an der Südseite des Schützenhauses, heute nur noch in seinen Konturen zu erkennen. Nach dem Krieg wurden beide Schießstände demontiert. Das Gelände des Schießstandes am Park wurde zu Auffangbecken für das ausgebadete Moor des Moorbades umgestaltet.

20. Das auf dieser Karte abgebildete 'Kurhaus' an der Gustav-Adolf-Straße und gegenüber dem Kriegerdenkmal von 1914-1918 ist den meisten Dübenern als das 'Haus 2' bekannt. In den ersten Jahren des Moorbades hieß es Villa Parkschloß und war als Pensions-Logierhaus eines Herrn Engemann ausgewiesen. Von 1942 an diente es als Hilfskrankenhaus für Diphtherie- und Scharlachkranke des Kreises Bitterfeld und hatte im ersten Jahr 21 Sterbefälle zu beklagen. Nach dem Krieg wurde es bis 1956 als Kinderheim genutzt. Ab 1956 gehörte es mit 56 Betten dem Moorbad an. Zur Zeit dient es Aussiedlern als Wohnstätte und soll in Zukunft erweitert zum Altenpflegeheim umgebaut werden.

21. Dieses Foto ist zwar im Laufe der Zeit stark verblaßt, doch kann man den Grund zu diesem Bild noch gut erkennen. Von 1914 bis 1915 hat die Dübener Moorbadgesellschaft mittels aufgebrachter Spenden das Moorbad errichten lassen. Die Einweihung fand am 10. Mai 1915 statt und die Beteiligten stellten sich dem Fotografen.

22. Nach fast zehn Jahren wurde das Moorbad am 2. Oktober 1924 durch Feuer so stark geschädigt, daß man es völlig neu gestalten mußte. Diese Aufnahme zeigt einen Teil des eingerüsteten neu entstehenden Moorbades. Obwohl es bereits im Mai 1925 wieder eingeweiht werden konnte, hat man es in den Jahren 1928/29 so modernisiert, daß es, wie die 'Leipziger Neuesten Nachrichten' am 27. Oktober 1929 berichten, durch eine Karlsbader Studienkommission lobende Anerkennung fand.

23. Nach der Renovierung in den Jahren 1928/29 präsentierte sich das Moorbad von außen mit diesem klaren, aber doch harmonischen Anblick. Diesen hat es nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Um für den ansteigenden Bedarf zusätzliche Räume zu gewinnen, wurde die Kolonnade des Haupteinganges zugemauert. Dadurch verlor das Gebäude sein architektonisches Ansehen.

24. In den Jahren 1930/31 wurde das Städtische Kurhaus im Kurpark einer Renovierung unterzogen. Anläßlieh der Wiedereröffnung am 1. April 1931 stellten sich die damaligen Stadtverordneten von Düben dem Fotografen (möglicherweise nach einer dort stattgefundenen Sitzung). Erkannt wurden, von links die Herren:

P. Winterstein (Kaufmann), Wild, Beutler (Ziegeleibesitzer), ?, H. Biermann (Fabrikbesitzer), F. Schädrich (Lehrer), C. Arnold (Moorbaddirektor), H. Voigt (Landwirt), A. Böhme (Landwirt), Denner (Geschäftsführer), H. Krüger jun. (Redakteur), E. Schultze (Drogerie), T, Wagner (Biervertreter) und E. Hübner (Rentier). Vielleicht kann jemand die Namen der beiden Unerkannten angeben.

25. Auf dieser Ansichts-Werbekarte sehen Sie die ehernalige Tankstelle direkt arn Kurpark. Sie befand sich von Wittenberg kommend stadteinwärts an der Straßengabelung der B 2 (Gustav-Adolf-Straße/Parkstraße). Im Vorfeld der Olympischen Spiele 1936 wurde die Idee dazu geboren. Der bekannte Dübener Geschäftsmann Hans Hartmann eröffnete 1936 die Großtankstelle am Stadtpark. Damit wurde sie eine von zwölf Tankmöglichkeiten in Düben. Durch die Eröffnung einer Minol-Großtankstelle 1989 an der Eilenburger Straße wurden die letzten beiden - am Park und am Markt - in der Stadt Düben aufgegeben.

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26. Dieses Bild zeigt links einen Blick in die Moorbadstraße. Eine Ahornallee von der ein Fußweg eine Verbindung von der Moorbadstraße zur Gustav-Adolf-Straße herstellt. Die beiden Häuser rechts im Bild stehen an der Straße 'Am Sportplatz', von dem man zwischen den Häusern und dem Zaun im Vordergrund ein Stück, die Südwestecke, sehen kann. Das war der zweite Sportplatz von 1925 bis 1956 in Düben. Von 1922 bis 1930 wurde als erster der auf dem Schwarzen Berg genutzt. Ab 1957 wurde den Dübenern Sportlern der Sportpark Muldeaue zur Verfügung gestellt.

27. Das ist ein Bild von der Dübener Stadtkapelle mit dem Stadtmusikdirektor Otto Kretzschmar in den zwanziger Jahren. Er setzte die Tradition der Musikschule von Herrn Römisch fort. Dessen Musikschule war in dem Haus Bitterfelderstraße-Ecke Schützenstraße. An ihm war der Spruch zu lesen: 'Ernst ist das Lebenheiter die Kunst.' Nicht nur zu freudigen bzw. traurigen Anlässen und zu Umzügen spielte die Stadtkapelle auf. Viel Freude bereitete sie den Dübenern und ihren Gästen mit ihren sonntäglichen Kurkonzerten am Kurhaus im Kurpark.

28. Nach dem Krieg wurde diese Tradition durch das Kurorchester Bad Düben unter Leitung von Otto Goitzsch fortgesetzt. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 1952 und wurde im Kurhaus aufgenommen. In diesem Jahr hatten die Musiker in Halle eine Prüfung hervorragend bestanden und durften sich seitdem - wie auf dem Bild ersichtlich - der 'Sonderklasse' zugehörig nennen. Der 1907 geborene Kapellmeister und Musiklehrer O. Goitzsch steht in der Bildmitte. Die Mitglieder des Orchesters, von links, stehend: W. Petersohn, H. Gille, H. Lapido (Klavier), F. Kind, Hoffman, O. Goitzsch (starb 1990), P. Kögel, A. Quandt, W. Mattersteig und E. Seiboth. Sitzend: Bittner, K. Krenke, Schuster, P. Glagla, Hillmann, Stein und Freddi Wess (Sänger).

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