Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Klaus Schmeil
Gemeinde
:   Bad Düben
Bundesland
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5887-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Düben in alten Ansichten Band 2'

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49. Das ist eine Ansicht des Hauses Markt 16 etwa im Jahr 1904. Am 5. Mai 1844 brannten am Markt fünf Häuser nieder. Nach dem Brand wurden durch Kauf nur zwei Häuser auf vier Brandstätten neu errichtet, Markt 15 (Apotheke) und Markt 16. Die Wasserpumpe mit zwei Ausläufen ist auch hier noch einmal zu sehen. Wie dem Schild an der rechten Hausseite zu entnehmen ist, war damals die Buchbinderei von Bernhard Hühnel hier. Sie wurde von Carl Fensch und dessen Sohn Bernhard als Buchhandlung im Haus Markt 2 weitergeführt.

50. Das ist das Haus Markt 14, das vom Leineweber Carl Peter nach dem Brand am 5. Mai 1844 wieder aufgebaut wurde. Als gelernter Fleischer übernahm sein Sohn Hermann 1932 die Fleischerei von Willy Söllner direktgegenüber im Haus Markt 5. Söllners hatten ihre Fleischerei in der Neuhofstraße eingerichtet. Markt 14 ging in den Besitz von Dr. Oltmanns über. Nach dem Krieg hatte Dr. Prikowski seine Wohnung und Praxis im Haus. Auffällig sind einmal mehr die in Düben typischen Dachgauben und die Weinstöcke an den Südseiten der Häuser.

51. Diese Aufnahme birgt noch ein Rätsel in sich. Wer kermt den Anlaß zu dieser Zusammenkunft auf dem Markt? Da die Fahnenträger eine Art Uniform tragen, jedoch weder Militär noch Schützen oder Feuerwehr darstellen, kann es vielleicht ein bestimmter Anlaß während des Parkfestes 1925 gewesen sein. An den Häusern im Hintergrund sind die damaligen Eigentümer auf den Schildern abzulesen: von links Alfred Holke, Schuhwaren, und Fritz Wode (Schneidermeister), Bäckerei von William Küchler, später Willi Krahmer, und Willy Söllner, Fleischermeister. Von den beiden Fahnen vor dem Rathaus ist die vordere die Stadtfahne (blau! gelb) mit der Reichsfahne dahinter (schwarz/rotJgold).

52. Im Haus Markt 6 war nach der Jahrhundertwende das 'Fahrradhaus' von Emi! Hartmann, der außerdem laut Schild mit Eisenwaren und Haus- und Küchengeräten handelte. Mit einem sogenannten Rollwagen werden gerade in Paletten verpackte Fahrräder angeliefert. Mit solchen von Pferden gezogenen Plattenwagen wurden die mit der Eisenbahn angelieferten Waren zu den Empfängern 'gerollt',

53. Diese Ansichtskarte zeigt dann die Firma Emil Hartmann Ende der zwanziger Jahre in der Ritterstraße 19. Zwischenzeitlich hatten die Gebrüder Hans und Kurt Hartmann ihr Geschäft in der Altstädter Straße 2. Mit dieser Karte werden neben Fahrrädern bereits Automobile, Motorräder, Reparaturen und Wagenwäsche angeboten. Außerdem wurde vor dem Ladengeschäft eine Tanksäule installiert. Das linke Seitengebäude ist über der Gesamtansicht noch einmal mit seiner Vorderfront dargestellt. Zwischen beiden kann man im Hintergrund die Flut- und Muldebrücke und die Burg Düben erkennen.

Dieses Foto von 1940 zeigt das Dübener Jungvolk bei einem Umzug durch die Stadt in der Friedensstraße (Breite Straße). Im Hintergrund sind drei Häuser zu sehen, die heute nicht mehr existieren. Es sind die Häuser NI. 6, 7 und 8. Letzteres war die Bäckerei und Konditorei Ernst Arndt. Bei einem Bombenangriff auf Leipzig am 7. Juli 1944 wurde ein angloamerikanisches Bombenflugzeug durch Flakgranaten so stark beschädigt, daß es von der Besatzung aufgegeben wurde. Es stürzte auf die Bäckerei Amdt und tötete vier Personen. Das Haus NI. 7 gehörte dem Bauer Kurt Strähnz. Dieses und Nr. 6 (es gehörte Schneidermeister Franz Schmeil) wurden vom Kohlehändler G. Baumgarten gekauft, abgerissen und an Stelle von NI. 7 baute er sich ein Wohnhaus.

Gruss aus Püben a. Mulde fltslädlerslrasse

54. Das ist ein Bliek von der Alten Post (Rathaus) durch die Altstädter Straße zum Paradeplatz um die Jahrhundertwende. Rechts an der Häuserfront das Hinweisschild vom Korbwarengeschäft und -hersteller Paul Krellig. An der linken Häuserfront eine Gaslaterne und dahinter ein Hinweisschild von König & Kademann (?). Außer den normalen Dachgauben gab es solche breiten wie hier bei Krellig in den Dächern von Geschäftshäusern. An dem zweiten Fenster von rechts im ersten Stock des Hauses Krellig ist ein 'Spion' angebracht. Mit Hilfe von Spiegeln konnte man den Hauseingang und die Straße einsehen.

55. In der Altstädter Straße zwischen der Fleischerei Wilhelm Jahn und dem Schuhgeschäft Alfred Holke befand sich bis Mitte der dreißiger Jahre dieses schöne Textilgeschäft von Erwin Böttger. Die Schaufenster waren mit schwarzem Glas eingefaßt, in dem die Beschriftung mit goldenen Buchstaben hervorstach. An den Gebäudeenden und zu beiden Seiten der Eingangstür waren außerdem Vitrinen angebracht. Aus der Beschriftung geht hervor, daß neben Aussteuer und Wäscheartikel, Damen- und Kinderkonfektion, Kurzwaren, Besätze, Gardinen, Möbelstoffe auch Herrengarderobe und Arbeitsbekleidung angeboten wurde (siehe Band 1, Nr. 59).

56. Das ist ein Bliek in umgekehrter Richtung vom Paradeplatz in die Altstädter Straße zum Rathaus. Links sieht man auf das Haus und Lebensmittelgeschäft von Emi! Wagner (vormals Otto Pallas, siehe Band 1, Nr. 57). Seine Angebote sind links am Haus: Tee, Kakao, Delikatessen, Konserven und Südfrüchte, am Giebel Zigarren und Zigaretten und im Schaufenster Kolonialwaren, Delikatessen. Konfitüren und Südfrüchte. An der Alten Post hängt ein Hinweisschi!d 'Stadtsparkasse im Rathaus Eingang Markt'. Davor sieht man die Tanksäule von Hartmanns. An der rechten Straßenseite am zweiten Haus kann man Paul Döring lesen.

57. Die Landbund- und Gewerbebank zog in den zwanziger Jahren in das Haus von Kar! Kaufmann. Sie wurde bis Kriegsende von Ernst OUo geleitet. Links am Bildrand kann man nochmals Paul Dörings Schild lesen. Im Bild rechts geht der Bliek in die Baderstraße hinein. An das Bankhaus schlossen sich der Reihe nach die Häuser von Schuhmacher Döhler, Böttcher Senftleben, Robert Noack, Dentist Müller und dem KohlehändIer Otto Koch und später Lothar Koch an. Das am Ende querstehende Haus gehörte zur rechten Straßenseite und war die Getreide- und Futtermittelhandlung von Otto Tillger.

58. Vom Markt in die Baderstraße gehend kam man rechts zur Bäckerei von G. Simon. 'Simons Brezeln sind die besten' ist allen alten Dübenern wohl bekannt. Auf diesem Bild ist bereits sein Nachfolger Oskar Wild zu lesen. Er übernahm von 1927 bis 1933 diese Bäckerei, ehe er bis 1939 seine Bäckerei in der Baderstraße 10 hatte. Er steht hier in Bäckerkleidung mit Ledermütze, links von ihm der Friseur Raschke und rechts außen der älteste Sohn der Möbelfabrik Fritzsche, Gerhard Fritzsche. Diese Bäckerei wurde 1933 von Bäcker Max Schade übernommen.

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