Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Bad Düben in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Klaus Schmeil
Gemeinde
:   Bad Düben
Bundesland
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5887-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Düben in alten Ansichten Band 2'

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59. Das ist die Ansicht der Bäckerei von Oskar Wild, die er 1933 übernahm. 1939 dienstverpflichtet verpachtete er sie an Bäcker Ehrlich, von dem er sie 1952 wieder übernahm. Ab 1961 führten seine Tochter Otti und Schwiegersohn Joseph Hartinger bis zu dessen Tod 1979 die Bäckerei weiter. Neben Backwaren hat Herr Wild, wie auf dem Schild am Fenster der oberen Etage zu lesen ist, auch 'ffSpeiseeis' angeboten. Und mit dem Eis-Wagen vor dem Haus konnte er sein Eis zu sämtlichen Veranstaltungen außer Haus bringen.

60. So konnte man von Görschlitz kommend vor den Bahnschranken nach links zum Bahnhof Düben sehen. Zwischen dem Wasserturm und dem Ortsschild Düben kann man den Bahnhof hinter dem Strauchwerk nur ahnen. Durch den Wasserturm war es möglich, den Wasservorrat der Dampflokomotiven auf ihrer Fahrt zwischen Eilenburg und Wittenberg und umgekehrt zu ergänzen. Im Februar 1995 jährt sich die Einweihung des Dübener Bahnhofes zum 100. Mal. Der Wasserturm sollte als technisches Denkmal weiterhin seine Existenzberechtigung haben. Vor den Gebäuden an der rechten Bildkante sieht man ein Stück der Eisenbahnbrücke über den Schwarzbach.

61. Vom Bahnhof aus in Richtung Eilenburg gesehen befanden sich links der Gleise diese Fabrikgebäude. Es war die ehemalige Holzverkohlungsfabrik von Paul Kaufmann. In den zwanziger Jahren ging Kaufmann in Konkurs und ein Herr Kreisel kaufte die Fabrik. Er verpachtete sie 1932 an den Bankkaufmann Fritz Schönefeld, der sie mit der Herstellung von Wasserglas rentabel machte. Wasserglas wird zur Herstellung von Wellpappe benötigt. Seitdem wurde die Fabrik als chemische Fabrik bezeichnet. Kurz vor Kriegsende mußte sie jedoch wegen Mangels an Rohstoffen stillgelegt werden. Nach dem Krieg wurde die Produktion nicht wieder aufgenommen.

62. Dieses Bild zeigt zu Beginn der Torgauer Straße rechts die Schmiede von Max Hennig, die er 1912 vom Schmied Klepel gekauft hatte, 1931 kaufte er die Schmiede gegenüber in der Torgauer Straße 4 von Franz Gütling dazu. Dessen Vater hatte 1886 den nördlichen Rest des 1847 abgerissenen Torgauer Tores, des östlichen Stadttores, von der Stadt gekauft und eine Schmiede eingerichtet. Neben dem obligatorischen Hufbeschlag wurden hier auch die Räder der Hand-, Hunde-, Pferdewagen und Kutschen mit eisernem Ring, der Radlauffläche, versehen. Die Schmiede Hennig wurde nach dem Krieg noch bis 1958 vom Schmied Rohde betrieben.

63. Zwischen Durchwehnaer Straße und Eigenheimstraße (heute Steinstraße ) wurde 1897/98 eine Gasanstalt gebaut. Auf diesem Foto haben sich die am Bau befindlichen Handwerker vor den bereits stehenden Gebäuden dem Fotografen gestellt. Im Hintergrund ist der große Gasometer sichtbar. Hier wurde Stadtgas für die Beleuchtung der Straßen und zur Versorgung der Haushalte hergestellt. Mit dem Anschluß Bad Dübens an das Ferngasnetz in den sechziger Jahren wurde der Betrieb eingestellt. An der Stelle des Gasometers stand bis 1882 ein Pulverturm. Beim Abzug der Brandenburgischen Kürassiere soll er durch Unachtsamkeit am 11. August 1882 explodiert und mit dem Wachtposten Franz Julius Wilhelm Zache (23 Jahre alt) in die Luft geflogen sein.

64. Anläßlich des Erhalts einer Motorspritze 1931 zeigen ein paar Feuerwehrleute noch einen Schlauchwagen und eine mechanische Schiebeleiter. Sie haben sich mit ihren Geräten vor dem alten Feuerwehrdepot autgestellt. Dieses befand sich in den Garagen an der Nordseite der Alten Post am Rathaus. Links an der Leiter erkenne ich Max Uhlig und am Schlauchwagen meinen Vater 0. Schmeil.

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65. Im Jahre 1929 wurde auf Initiative des Wehr!eiters Wilhelm Lippold eine Jugendfeuerwehr gegründet. Einige haben sich auf diesem Bild gegenüber dem alten Feuerwehrdepot vor der Drogerie von Willy Kießling zum Umzug anläßlich der 1000-Jahr Feier der Burg Düben aufgestellt. Alte Dübener erkannten auf dem Foto:

Kar! Heinz Langhammer an der Deichsel des Handwagens, davor mit heller Jacke Herbert Höhne, links von ihm Gerhard von Krahn, Josef Scheeren, Gerhard Lehmann und Kar! Rausch.

66. In den Jahren 1932/33 entstand am Turnplatz in der Kirchstraße ein neues Feuerwehrgerätehaus mit einem Schlauchtrockenturm. Anläßlich der Einweihung am 7. Mai 1933 wurde ein Gruppenfoto angefertigt. In der zweiten Reihe in der Mitte sitzend (mit weißem Schnurbart) der damalige Wehrleiter Wilhelm Lippold. Ihm zu Ehren hat man sein Konterfei in Stein über dem mittleren Tor angebracht. Er gab die Leitung der Wehr an den links neben ihm sitzenden Gustav Merkwitz weiter. Vonihm übernahm am 5. Juni 1936 O. Schmei! (rechts von Wilhelm Lippold sitzend) die Wehr. Dessen Nachfolger stehen in der vierten Reihe, 2. von links Albert Littmann und 5. von links Hans Frings.

67. Das ist ein Bliek von der Alten Post in die Kirchstraße hinein. An der rechten Bildkante ist die Ecke vom Uhrengeschäft Magnus Würker mit der Einmündung in die Baderstraße zu sehen. Danach folgt die Ecke der ehemaligen Möbelfabrik WilhelmlFelix Fritzsche. Den Abschluß bildet die Fleischerei von Oswald Jahn! Arthur Steiner mit dem großen Holztor. Die linke Seite beginnt mit der Drogerie von Willy Kießling. Daran schließt sich die Buchhandlung und Druckerei von Paul Streubel, Inhaber Willy Winkier (heute seine Töchter Adelheid Fritzsche und Anne-Gret Hofmann) an. Die danach aus der Häuserfront hervorspringenden zwei Wohnhäuser wurden etwa zehn Jahre nach dem Krieg abgerissen.

68.169. Diese Fotografien zeigen ein Gemälde der Holzwolle- und Kistenfabrik von Hermann Biermann. Sie befand sich in der Torgauer Straße vor der Bahnschranke links und hatte Gleisanschluß. An der linken Seite des Bildes stehen die Wohngebäude mit dem Kirchturm im Hintergrund. Rechts stehen die Fabrikgebäude mit einem Gleisanschluß außen. Nach dem Krieg wurde die Fabrik zu einem Betonwerk, das hauptsächlich Betonsteine herstellte, umgewandelt. Seit Mitte der sechziger Jahre dienten die Gebäude als Möbellager.

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