Bad Doberan-Heiligendamm in alten Ansichten Band 2

Bad Doberan-Heiligendamm in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Friedrich Rochow
Gemeinde
:   Bad Doberan-Heiligendamm
Bundesland
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5591-5
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Doberan-Heiligendamm in alten Ansichten Band 2'

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9. Das bereits 1796 fertiggestellte erste Badehaus auf dem Bild 8 wurde 1840 auf Veranlassung des Großherzogs Paul-Friedrich repräsentativaufgestockt. Damit kam man dem Wunsch vieler adliger Badegäste nach, nicht nur in Doberan, sondern direkt am Strand zu wohnen.

10. Im Herbst 1840 ließ Paul-Friedrich den Grund zu einer Villa für seine Gemahlin Alexandrine legen. Deshalb nannte man dieses Gebäude das 'Alexandrinen-Cottage'. Da die Fürstin von Liegnitz, Stiefmutter der Großherzogin Alexandrine, oft dort wohnte, erhielt die Treppe zum Meer den Namen 'Liegnitz-Steg' .

11. Die beiden mittleren Villen auf diesem Bild wurden ebenfalls um 1840 für die Mitglieder des Schweriner Hofes errichtet. Die relativ weite Entfernung zur Steilküste wurde deshalb gewählt, damit jeder nur denkbare Bliek auf das Damenbad unmöglich war. Ein bißchen 'gschamig' war man schon!

12. Hier gewährt uns der Zeichner einen Bliek in Richtung Osten. Wie schon im Bild 11 ist im Hintergrund die 'Burg Hohenzollem' zu sehen. Links im Bild vor allem aber das besagte, durch Bretterwände und Markisen streng abgeschirmte 'Damenbad'.

13. Die Konkurrenz anderer Seebäder, in denen man direkt am Strand wohnen konnte, zwang dazu, auch in Heiligendamm solche Wohnmöglichkeiten zu schaffen. Dadurch entstand zwischen 1840 und 1860 die sogenannte Ostbebauung Heiligendamms. Übrigens: das äußerst rechte, später als 'Großherzogin Marie' bezeichnete Gebäude hatte noch keinen Anbau.

14. Die beiden Gebäude auf diesem Bild wurden der Reihe der Villen auf Bild 13 nachfolgend hinzugefügt. Man nannte sie 'Hirsch' und 'Schwan', die Symbolfiguren des Doberaner Wappens.

15. Den Schluß der Ostbebauung bildeten die Villen 'Anker' (rechts) und 'Bischofsstab' (links). Letzterer Begriff ist ebenfalls ein Element des Doberaner Wappens. Man achte auf die standesgemäße Kleidung bei der Promenade am Strand!

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16. Dieses zeitgenössische Dokument belegt die Anfänge sportlicher Betätigung in Heiligendamm, etwa wie Tennis und Golf. Seit der Gründungdes Seebades Doberan-Heiligendamm gab man etwa in zweiwöchiger Erscheinungsweise sogenannte 'Gästeverzeichnisse' heraus. Auf diese Weise machte man sich als Badegast bekannt und wer wollte, konnte entsprechende Kontakte suchen.

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17. Die Lektüre dieser Listen gibt hinreichend Auskunft über die 'Sozialstruktur' des erlauchten Badepublikums. Die Hervorhebungen sind rein zufällig.

18. Mit der Erfindung der Fotografie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kommen wir auch in den Besitz fotografischer Dokumente aus der Geschichte des ältesten deutschen Seebades. Hier der Luftblick in Richtung Westen auf die 'Weiße Stadt am Meer'.

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