Bad Driburg in alten Ansichten Band 2

Bad Driburg in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Waldemar Becker
Gemeinde
:   Bad Driburg
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5196-2
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Driburg in alten Ansichten Band 2'

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29. Das alte Renteigebäude, das unterhalb des Josephinums lag, ist 1674-1676 als Herrenhaus der Familie von der Lippe errichtet worden. 1781 kaufte Caspar-Heinrich von Sierstorpff das Gebäude und ließ es für die Aufnahme von Kurgästen einrichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat es in Bad Driburg wegen der Erhaltung des Renteigebäudes bei der Stadtkernsanierung heftige Diskussionen gegeben. Schließlich wurde entschieden, das Gebäude, das sicherlich ein erhaltenswertes Stück Alt-Driburg verkörperte, abzureißen.

30. Die Wohn- und Geschäftshäuser an der Langen Straße unterhalb der katholischen Pfarrkirche waren am Ende der zwanziger Jahre noch Fachwerkhäuser. Beim alten Renteigebäude (rechts) ist das Fachwerk verputzt worden. Links neben dem Renteigebäude ist das frühere Krankenhaus, das Josephinurn, zum Teil zu sehen.

31. Der erste Driburger Kindergarten wurde als 'Kleinkinder-Bewahrschule' 1895 in einem Nebengebäude des Krankenhauses Josephinum eingerichtet. Die obige Aufnahme ist um die Jahrhundertwende gemacht worden. Im Jahre 1902 besuchten 56 Kinder den von den Schwestern des Josephinums betreuten Kindergarten.

32. Im Krankenhaus Josephinum befand sich im Ersten Weltkrieg auch eins der Teillazarette der Stadt. Aus der Aufnahme ist zu ersehen, daß einer der verwundeten oder kranken Soldaten gestorben ist. Der Sarg steht im Innenhof des Josephinums vor der Treppe am Haupteingang. An der Totenfeier nehmen neben den Lazarettinsassen auch Mitglieder des Driburger Kriegervereins rnit ihrer Vereinsfahne teil,

33. Die Ansichtskarte gibt einen Teil der Stadt Driburg um die lahrhundertwende wieder. Der Anstieg der Langen Straße unterhalb der katholischen Pfarrkirche wurde nach dem damaligen Besitzer des Hansahauses, dem Fachwerkhaus auf der linken Seite des Bildes, 'Todts Euwer' (Todts Berg) genannt. Links, unterhalb des Hansahauses (heute Gocke) ist die Einmündung der Dringenberger Straße, rechts die alte Lingenschmiede (Hagemann) und oberhalb der Lingenschmiede das Wohnhaus Dr. Lünnemanns (heute Baldur-Drogerie Hagemann) zu sehen. Die Lingenschmiede ist 1930 abgebrannt und durch ein modernes Geschäftshaus ersetzt worden.

34. Das Hansahaus (heute Gocke) an der Ecke Lange Straße/Dnngenberger Straße gehörte zu den älteren und größten Wohn- und Geschäftshäusern der Stadt. Der in den Bürgersteig der Langen Straße ragende Teil des Hauses und der kleine Vorbau an der Dringenberger Straße wurden 1933 abgerissen, weil sie den zunehmenden Straßenverkehr behinderten. Bei den gleichzeitigen Renovierungsarbeiten wurde eine alte Hausinschrift freigelegt.

35. Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul war von Anfang an der Mittelpunkt der Stadt Driburg. Unmittelbar neben der Kirche lag das alte Rathaus. Die kleine, niedrige mittelalterliche Kirche wurde 1894-1897 durch einen erheblich größeren Neubau ersetzt. Der Marktplatz oberhalb der Kirche fiel zur Langen Straße hin ab und erhielt erst 1927 zur Straße hin eine dicke

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Gasthof zur Post.

36. Der Gasthof 'Zur Post' stand am Marktplatz neben dem alten Pastorat, der heutigen Apotheke am Alten Markt. 1904 wird Heinrich Jakobs als Besitzer genannt, der das Haus von Hermann Zengerling gekauft hat. Der alte Gasthoffiel am 10. Oktober 1926 einem Brand zum Opfer und wurde im folgenden Jahr von Josef Jakobs neu errichtet.

37. Die Inschrift am Giebel des 1927 am Marktplatz errichteten Hotels Jakobs lautete: 'Herr segne dieses Haus und die da gehen ein und aus - 1927 - Das alte Haus verschlang der Brand das Neue steht in Gottes Hand.' In der Zwischenzeit ist diese Inschrift ein wenig verändert worden. 1931 erwarb Robert Kellner das Hotel und gab ihm den Namen Berliner Hof. 1937 ging das Hotel in den Besitz von Anton Brand über, der es als Gasthof 'Zur Egge' neu eröffnete.

38. In der Bad Driburger Werbewoche vom 21.-28. August 1927 waren die Geschäfte bemüht, ihr Angebot und ihre Leistungsfähigkeit in ihren Schaufensterauslagen zu zeigen. Fleischermeister Johannes Heinemann und seine Frau Therese (in der Bildmitte) zeigen stolz die in ihrem Geschäft angebotenen Fleisch- und Wurstwaren. Neben Joh. Heinemann und seiner Frau sitzen deren Sohn Robert und dessen Frau Fränzchen geborene Bornemann. Am linken Bildrand stehen Robert Heinemanns Geschwister Bema (später Frau Humborg) und Franz.

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