Bad Driburg in alten Ansichten Band 2

Bad Driburg in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Waldemar Becker
Gemeinde
:   Bad Driburg
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5196-2
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Driburg in alten Ansichten Band 2'

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49. Malermeister Ferdinand Focke steht mit seiner Familie vor seinem Haus, einem alten Fachwerkhaus, das neben der katholischen Kirche an der oberen Seite des Steinplatzes (jetzt Parkplatz am Jibi-Markt) gestanden hat. Ferdinand Fockes noch jugendlicher Sohn Alois (rechts, mit weißem Kittel) ist vielen heutigen Driburgern als 'Focken Pinsel' noch in guter Erinnerung. Die Aufnahme des Hauses und der Familie wurde 1915 mit der Aufschrift 'Parole Heimat' als Feldpostkarte an einen Kriegsteilnehmer aus dem Nachbarhaus verschickt. Das Haus Focke wurde ebenso wie das Nachbarhaus Billerbeck-Rux bei der Stadtkernsanierung abgerissen.

50. Das Geschäft, die Schlosserei und die Werkstatt Humborg (heute OpeJ-Humborg) lagen ursprünglich an der Ecke Pyrmonter Straße/Bachstraße (heute PräJat-Zimmermann-Straße). In dem Geschäft wurden Eisenwaren, Maschinen, Motorräder und Fahrräder verkauft. Die Bleche an der Hauswand wurden in der Schlosserei verarbeitet. Die Zapfsäule auf dem Bürgersteig vor dem Haus war die 'Tankstelle Humborg , die erste Tankstelle im Kreis Höxter.

51. Auf der Aufnahme aus dem Jahre 1928 ist die Werkstatt Humborg an der Pyrmonter Straße im Gegensatz zur heutigen Werkstatt an der Mühlenstraße noch recht klein. Die Personen in der linken Bildhälfte (von links nach rechts) sind: Theo Böger, Firmeninhaber B. Humborg, Kar! Rohe (am Motorrad kniend), Heinrich Böger (im Hintergrund) und August Kriegesmann.

52. Im Wirtschaftsleben der Stadt spielte der Glashandel neben der Glasfabrikation eine wichtige Rolle. Die etwa 1912 entstandene Aufnahme zeigt die Glasgroßhandlung Heinrich Ritzenhoff an der Pyrmonter Straße. 1976 siedelte das Unternehmen aus der Kernstadt in das Gewerbegebiet Herste um. 1985 feierte die Firma ihr 175jähriges Bestehen. Am rechten Bildrand ist einer der typischen alten Driburger Glashändlerwagen zu sehen.

53. Rektor Bernhard Zirnmermann, der Gründer des Studienheims St. Clemens, verlegte das Heim 1927/28 von Belecke in seine Heimatstadt Bad Driburg. 1929 betrug die Zahl der Schüler 180. Die Aufnahme zeigt Rektor Zimmermann (in der zweiten Reihe von vorn, fast in der Bildrnitte, rnit untergeschlagenen Armen) zusammen mit den Lehrern und Schülern vor dem Haupteingang des KIemensheims.

Bad Driburg

Pari ie am Kessetbach mi! Blick au! Kirche

54. Der Kesselbach (Küttelbach) durchfließt die Stadt von Westen nach Osten und versorgte früher innerhalb der Stadt drei Mühlen mit dem notwendigen Wasser. An der Mühlenpforte an der Dringenberger Straße lag die Pipsmühle (Heckers Mühle). Die inzwischen abgebrochenen Bauernhäuser Spork und Hecker sind am linken bzw. rechten Bildrand angeschnitten.

55. Die Aufnahme mit den Lehrern und Schülerinnen der wiedereröffneten Rektoratschule ist 1920 gemacht worden. Die Lehrer (in der hinteren Reihe von links nach rechts) sind: Anton Hagemann, Fräulein Sprenger, Dr. Schonlau und Schulleiter Dr. Schedler. Unter den Schülerinnen sind unter anderen zu erkennen: Bema Heinemann (später Frau Humborg; hintere Reihe 3. von rechts), in der mittleren Reihe (2. und 3. von links) Tinny Piekert (später Frau Hillebrand) und Else Pauly (später Frau Kanne), in der vorderen Reihe (1. von links) Ännchen Hittmann (später Frau Sohnius). Rechts im Hintergrund steht, von Bäumen fast verdeckt, die Johanneskapelle am Aliserbett.

56. Bei der Frage, ob die Stadt mit Gas- oder elektrischem Licht versorgt werden sollte, entschieden sich die Stadtverordneten schließlich für elektrisches Licht. Deshalb wurde von der Stadt am Kapellenberg ein Elektrizitätswerk gebaut und 1909 in Betrieb genommen. Nachdem der Kreis Höxter 1921 die Lieferung des Stroms übernommen hatte und mehrere Versuche, in dem ehemaligen Elektrizitätswerk Industriebetriebe anzusiedeln, gescheitert waren, wurden in dem Gebäude Wohnungen eingerichtet. Auf der Aufnahme, die etwa 1913/14 gemacht wurde, sind der Betriebsleiter Alexander Fritzsche (2. von links) mit seiner Frau und seinen beiden ältesten Kindern sowie die beiden Heizer Wiegand und Höschen (1. bzw. 3. von links) vor dem Elektrizitätswerk zu sehen.

57. Im Maschinenraum des städtischen Elektrizitätswerkes mußte 1910 für etwa vierhundert Wohnhäuser und sechs Industriebetriebe der notwendige Strom erzeugt werden. Dabei wurde mit Kohle gefeuert. Der Stromverbrauch betrug 1910 in der Stadt 35300 kWh. Auf der Aufnahme steht rechts hinten der Betriebsleiter Fritzsche, vorn links der Heizer Höschen.

Iîltssionshaus

58. Auf der Ansichtskarte ist das Missionshaus in seinem ursprünglichen Zustand - noch ohne Glockenturm und Kirche - zu sehen. Etwa 150 Arbeiter der Firma Föcking begarmen im April 1914 mit den Bauarbeiten am Missionshaus. Am 7. Dezember 1915 wurde das Haus durch den Bischof von Paderborn und den Generalsuperior der Gesellschaft des Göttlichen Wortes feierlich eingeweiht. Auf der Aufnahme ist auch zu sehen, daß zu dieser Zeit (etwa 1920) die Sachsenklause auf der Iburg noch nicht gebaut war und es in der Nähe des Missionshauses noch so gut wie keine Wohnhäuser gab.

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