Bad Driburg in alten Ansichten Band 2

Bad Driburg in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Waldemar Becker
Gemeinde
:   Bad Driburg
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5196-2
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Driburg in alten Ansichten Band 2'

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Bad Driburg Dreif6ftlg~elts~/oster

Iburg

Missionsh6US St Xaver

59. Auf dieser Aufnahme von etwa 1930 fallen gegenüber der vorigen Aufnahme einige wichtige Veränderungen auf. 1923 wurde das Dreifaltigkeitskloster, 1925 die Sachsenklause auf der Iburg errichtet. Das Missionshaus ist wenige Jahre zuvor (1924) erheblich vergrößert worden. In dem neuen Gebäudetrakt am rechten Bildrand befinden sich die Aula und darüber die Kirche. Gleichzeitig ist auch der Glockenturm gebaut worden.

60. Die Aufnahme aus dem Anfang der zwanziger Jahre zeigt einen Bliek auf Bad Driburg von der oberen Schützenstraße aus. Die Aliserbettweiden im Vordergrund wurden als städtische Viehweiden genutzt. Von 1915 bis 1929 fanden auf der oberen Weide an der Schützenstraße auch die Viehmärkte statt. Die tiefe Schlucht in den Weiden wurde von den Driburgern 'Drift' (Trift) genannt. Heute liegt in diesem Gelände das Iburg-Stadion.

61. Als die sporttreibenden Vereine, besonders der Turnverein, nach dem Ersten Weltkrieg von der Stadt immer dringender den Bau eines Sportplatzes forderten, beschloß der Rat, dafür die städtischen Viehweiden am Aliserbett zur Verfügung zu stellen. Da aber eine tiefe Schlucht das Gelände durchzog, waren, wie auf der Aufnahme zu erkennen ist, bei der Anlage des Sportplatzes umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Im August 1928 wurde der neue Sportplatz - das lburgStadion - feierlich eingeweiht.

62. Das Bürgerschützenfest gehört in der Stadt Driburg schon seit Jahrhunderten zu den Höhepunkten des Jahres. 1927 war Landwirt August Kriegesmann Schützenkönig; Schützenkönigin war Frau Maria Böger geborene Eilers. Zu August Kriegesmann heißt es am 26. Juli 1927 in der Driburger Zeitung: 'Er ist in den Kreisen der Driburger Schützenkönige einer der wenigen, die diese Würde das zweite Mal erlangten; im Jahre 1910 war Herr Ratsherr Kriegesmann schon mal Schützenkönig ... '

bei Bad Driburg vom Alisabeth aus gesehen

63. Am oberen Aliserbett beginnt der Aufstieg zur Iburg. Der untere Teil des Fußweges mußte nach dem Bau der Umgehungsstraße, die auf halber Höhe der Iburg verläuft, verlegt werden. Das im Vordergrund stehende Haus Sonneneck (heute Kuhn) an der Ecke Schützenstraße/ Kapellenberg gehörte dem Uhrmacher Carl Sievert ('Tipp-Topp'). Für vorbeikommende Spaziergänger war eine kleine Nachbildung des Hermannsdenkmals, die hinter dem Haus an einem Teich in der Nähe des früheren Weges zur Iburg stand, von besonderem Interesse.

Bad Driburg

Lûnncmdnn-Slcin am Fuße der Iburg

64. Am früheren Fußweg zur Iburg erinnert der Lünnernann-Stein, der aus zwei mächtigen Eggesandsteinblöcken besteht, an den Gründer des Eggegebirgsvereins. Die Inschrift auf dem Stein lautet: 'Seinem Gründer San. Rat Dr. Lünnemann der Egge-GebirgsVerein 1900-1925: Der Gedenkstein wurde am 19. Juli 1925 anläßlich des 25jährigen Bestehens des EGV feierlich enthüllt.

65. San. Rat Dr. Leopold Lünnernann, der zusammen mit seiner Frau auf der Aufnahme zu sehen ist, wirkte von 1894 bis zu seinem Tod im Jahre 1919 als Arzt in Bad Driburg. Dr. Lünnemann war auch langjähriger Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der Zentrumspartei, Mitbegründer des Driburger Verschönerungs- Vereins (des späteren Heimatvereins) und Gründer des Eggegebirgsvereins.

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66. Im Jahre 1904 errichtete der Driburger Verschönerungsverein nach Plänen des Baurats Herzig aus Hildesheim auf der Iburg den Kaiser-Karls-Turrn, der wegen seines schönen Ausblicks bald ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Wanderer wurde. 1908 wurde über der Eingangstür des Turmes eine Bronzetafel mit dem Bildnis Karls der Großen und der auf der Karte abgedruckten Strophe aus Fr. W. Webers 'Dreizehnlinden' angebracht.

Bad Driburg. Blidl eon der Iburg

67. Am Ende der zwanziger Jahre hatte der Spaziergänger von der Iburg aus diesen Bliek auf Bad Driburg. Zu dieser Zeit setzte eine rege Bautätigkeit ein, und die Stadt war dabei, sich stärker als in den vorhergehenden Jahrzehnten über die Altstadt hinaus auszudehnen. An der Eichenallee am oberen Aliserbett im Vordergrund sind die ersten zwei Häuser (Sievert und Wilmes) und auf der Brede am Nordrand der Stadt ebenfalls die ersten Wohnhäuser errichtet worden.

68. Zu Beginn des Jahres 1925 beschloß der Heimatverein, neben dem Kaiser-Karls-Turm auf der Iburg anstatt eines ursprünglich geplanten Blockhauses einen massiven Steinbau zu errichten. Die obige Aufnahme ist bei der feierlichen Grundsteinlegung am 7. Mai 1925 durch Carl Münstermann (hintere Bildmitte), den Vorsitzenden des Heimatvereins, gemacht worden. Unter den Ehrengästen waren (auf der linken Bildseite vorn von links nach rechts) Apotheker Herrnanns, die Oberpostmeister Heine und Halbfass, Vikar Thiem, Bürgermeister Stock, (auf der rechten Bildseite 3. u. 4. von rechts in der vorderen Reihe) Stud. Ass. Sachse und Dr. Bremer. Hinten rechts steht JosefBackhaus. der erste Pächter der Sachsenklause.

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