Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Autor
:   Axel Christoph Kronenberg
Gemeinde
:   Bad Gandersheim
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6708-6
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3'

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19. Blick auf den Stiftshereich

Nach der Aufhebung des Stiftes im Iahre 1810 wurde Gandersheim 1833 Kreisstadt und Sitz der Kreisverwaltung des neuen Landkreises Gandersheim. Das zog zahlreiche Behörden in die Stadt, die durch den Fortfall des Stiftes sehr an Bedeutung und Wirtschaftkraft verloren hatte. Die Kreisverwaltung bezog die Barock- und Renaissancegebäude der Abtei östlich der Stiftskirche. Hinter der Abtei steht die 1953 neu erbaute katholische Kirche gegenüber dem Plangarten und dem Hotel 'Römischer Kaiser'. Vor dem Westwerk der Stiftskirche sind dieTribünen der 1959 ins Leben gerufenen Gandersheimer Domfestspiele bereits aufgebaut. Im Hintergrund ist das 1961 in Betrieb genommene neue Krankenhaus und das Stadion des Gandersheimer Sportvereins 'Grün-Weiß' zu sehen. Aufnahme 1963.

20. Die Stiftskirche St. Anastasius und St. Innocentius

Der erste Bau der Stiftskirche wurde am 1. November 881 auf die Namen der beiden heiligen Päpste Anastasius und Innocentius geweiht, deren Gebeine in der Krypta ruhen. Drei Brände vernichteten in den [ahren 973, 1081 und 1170 die Kirchenbauten aus der Zeit der ottonischen und salischen Kaiser. Die jetzige romanische Basilika wurde 1 172 unter der sehr bedeutenden und kreativen Äbtissin Adelheid IV. von Sommerschenburg geweiht. Die gotischen Kapellen wurden Anfang des 14. Jahrhunderts angebaut. Vor dem Ostchor ist der 1962 von dem Hannoveraner Bildhauer Siegfried Zimmermann errichtete Roswitha-Gedenkstein zu erkennen. Aufnahme 1962.

2 1. Das Hauptschiff der Stiftskirche

Der Blick vom Fräuleinchor nach Osten zum Hohen Chor zeigt die romanische Basilika mit niedersächsischem Stützenwechsel nach dem Umbau im [ahre 1912. Damals wurde wieder ein Lettner mit zwei Durchgängen zum Hohen Chor eingebaut, der in sechs Nischen die aus dem 12. Jahrhundert stammenden Apostelfiguren aufnahm. Der alte Lettner war 1703 abgerissen worden. Die neuromanische Kanzel war Mitte 19. Jahrhundert aus Braunschweig in die Stiftskirche gekommen. Sie ersetzte die vorhandene schmucklose Kanzel vom Beginn des 19. Jahrhunderts. Die langen Bankreihen blieben bis in die 19S0er [ahre ungeteilt. Das verlangte von den Gottesdienstbesuchern ein ständiges 'Durchrutschen' zur Mitte hin. Aufnahme Adolf Röttger um 1920.

22. Weihnachten in der Stiftskirche

Der gotische Dreikönigs-Schnitzaltar vor dem Lettner aus der Zeit um 1480 wurde zum Weihnachtsfest mit Kerzen festlich geschmückt. Er stammte ursprünglich aus der gotischen Moritzkirche, die nach dem Brand von 1580 zum heutigen Rathaus umgebaut wurde. Zwei Tannenbäume mit ihren Kerzen und Lametta umrahmen den Altar. Die farbigen Transparente auf dem Lettner wurden von Schülern der Realschule unter ihrem Kunstlehrer Hans Georg Andres geschaffen. Der Lettner wurde bei den umfassenden Restaurierungsmaßnahmen der Stiftskirche in den [ahren 1992 bis 1997 abgebrochen, um die ganze Länge des Kirchenschiffes bis zum Hohen Chor wieder verfügbar zu haben. Aufnahme 1958.

23. Die Glocken der Stiftskirche kehren zurück

Gegen Ende des Ersten Weltkrieges mussten zwei Glocken der Stiftskirche abgegeben werden, um aus ihrem Metall Geschütze zu gießen. Nur die historisch besonders wertvollen Glocken blieben zurück. Am 1. November 1918 läuteten sie zum letzten Mal, bevor sie von der Hildesheimer Glockengießerfirma Radler abgenommen wurden. Dank des baldigen Kriegsendes entgingen sie dem Einschmelzen, so dass sie zurückkehren konnten. Am 6. Februar 1919 konnten die 'Betglocke' und die 'Große Puls' wieder an ihren angestammten Platz in der Glockenstube zwischen den Türmen hochgezogen werden. Die Glocken waren von den Schülerinnen der 1. Mädchenklasse mitTannengirlanden geschmückt worden. Beim Heraufholen riss ein Seil, aber glücklicherweise so früh, dass kein 'Sachschaden noch Unheil' entstand. Am Sonntag, 9. Februar 1919, ertönte das alte volle Geläut wieder, um die heimkehrenden Soldaten zu begrüßen. Aufnahme 1919.

24. Die romanische Stiftskirche St. Anastasius und St. Innocentius

Der erste Bau der Stiftskirche wurde nach 25-jähriger Bauzeit am 1. November 881 durch den Hildesheimer Bischof Wigbert (880903) geweiht. Brände vernichteten in den [ahren 973, 1081 und 1170 die drei Kirchenbauten kaiserlich ottonischer und salischer Zeit. Die jetzige romanische Basilika wurde 1172 geweiht. Die gotischen Kapellen wurden Anfang des 14. Jahrhunderts südlich und nördlich des Hauptschiffes angebaut. Das alte Bauamt (links im Bild) wurde 1958 abgerissen, um den Domfestspielen Platz zu machen. Zwischen der Kirche und dem Bauamt ist das ehemalige Stiftskalkhaus zu erkennen, an dessen Platz 1960 das neue MartinLuther-Haus der Kirchengemeinde gebaut wurde. Rechts hinter der Kirche steht das ehemalige Abteigebäude, in dem von 1833 bis 1977 die Verwaltung des Landkreises Gandersheim untergebracht war. Aufnahme 1954.

25. Abriss des alten Bauamtes

Um den Domfestspielen Raum zu schaffen, wurde das unansehnliche, das Westwerk der Stiftskirche teilweise verdeckende, Bauamtsgebäude abgerissen. Ehemals 1742 als Stiftskurie der Kanonisse Magdalene Sybille von Schwarzburg-Rudolstadt erbaut, war von 1828 bis 1929 die Knabenschule und anschließend das Bauamt in dem großen Gebäude untergebracht. An dem Platz des alten Bauamtes entstand 1960, etwas zurückgesetzt, das Ptarramt der evangelischen Stiftskirchengemeinde und dahinter das Gemeindehaus. Aufnahme 1958.

26.Abriss des Stiftskalkhauses

Nach demAbriss des so genannten Stiftskalkhauses im Süden und des alten Fachwerkhauses im Westen der Stiftskirche entstand 1959 das Wohn- und Bürogebäude der Stiftskirchengemeinde. 1960 wurde im Anschluss daran das Gemeindezentrum, das Martin-Luther-Haus, in flacher kreuzgangähnlicher Bauweise nach Entwürfen von Kirchenbaurat Dr. Bernd aus Wolfenbüttel erbaut. Das Foto aus dem [ahre 1959 zeigt die aus demAbriss gewonnen Kalksteine, die für den Neubau wieder verwendet werden konnten. Das Martin-Luther-Haus wurde im Iahre 1960 eingeweiht und der Kirchengemeinde übergeben. Aufnahme 1959.

27. Richtfest für das neu erbaute Pfarrhaus

Anstelle des kurz zuvor abgerissenen baufälligen alten Bauamtes entstand ein modernes zweistöckiges Wohn- und Bürogebäude der Stiftskirchengemeinde. Der schlicht gehaltene Bau passte sich gut dem wuchtigen romanischen Westwerk der Stiftskirche und den mittelalterlichen Häusern der Stadt an. Das Richtfest erfolgte am 30. Oktober 1959. Der Neubau wurde so weit zurück gelegt, dass die 1959 gegründeten Domfestspiele ausreichenden Platz für die Bühne und die Zuschauertribünen bekamen und noch Platz für das dahinterliegende 1960 erbaute Martin-Luther-Haus als Gemeindezentrum war. Aufnahme 1959.

28. Weihe des neuerbauten Martin-Luther-Hauses

Am 10. November 1960 wurde das neue Gemeindehaus der Stiftskirchengemeinde durch den Bischof der braunschweigischen Landeskirche Dr. Erdmann geweiht. Stiftskirchenpastor Dr. Kurt Kronenberg bittet den Bischof, die Tür des Martin-Luther-Hauses aufzuschließen und dieses zu weihen. Links dahinter stehen im Talar Pastor Ernst Helmke und Hans-Wilhelm Grüne. Der Neubau erinnert an einen mittelalterlichen romanischen Kreuzgang. Das weitgehend aus den Kalksteinen des 1958 abgerissenen alten Bauamtes erbaute flache Haus ist nachAußen fensterlos. Vom zur Außenwelt abgeschirmten Innenhof fällt durch große Fenster viel Licht in die Räume. Aufnahme 1960.

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