Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Autor
:   Axel Christoph Kronenberg
Gemeinde
:   Bad Gandersheim
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6708-6
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3'

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29. Österreichische Soldaten im Winterquartier

Nach dem Ende des Polenfeldzuges wurde die aus dem Burgenland stammende 44. Infanteriedivision nach Bad Gandersheim verlegt, um sich hier von den Verlusten zu erholen und auf den nächsten Einsatz vorzubereiten. Der Stab und das 1. Bataillon des Infanterieregiment 131 wurden mehrheitlich in Bürgerquartieren der Stadt untergebracht. In dieser Zeit entstanden auch Freundschaften zwischen den österreichischen Soldaten und Gandersheimer Quartiergebern. Die Soldaten erlebten letzte guteTage von Oktober 1939 bis März 1940 in der Roswithastadt, bis sie nach Westen abrücken mussten, um am Krieg gegen Frankreich und anschließend gegen die Sowjetunion teilzunehmen. Die Division wurde Ende 1942 in Stalingrad völlig vernichtet. Das Foto zeigt die österreichischen Soldaten der 44. Infanteriedivision Ende 1939 auf dem Gandersheimer Bahnhof. Die Aufnahme machte Adolf Kaipel (gefallen am 6. Juli 1942) aus RiedlingsdorfEnde 1939.

30. Roswitha-Gedenkstein

Der Bildhauer Siegfried Zimmermann aus Hannover arbeitete 1962 an dem von ihm einfühlsam entworfenen Gedenkstein an die erste deutsche Dichterin Roswitha von Gandersheim (ca. 937 - nach 973). Der etwa 2 Meter hohe Muschelkalkstein stammte aus einem Kirchheimer Steinbruch. Am 12. August 1962 erfolgte die Einweihung des Gedenksteins, der am östlichen Chor der Stiftskirche steht. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Kultur sowie viele Zuschauer nahmen an dem Ereignis teil. Damit erhielt die Stadt nach vielen [ahren wieder ein Kunstwerk von bleibendem Wert, das die bedeutende Gandersheimer Geschichte lebendig werden lässt. Von dem gleichen Künstler wurde 1978 der Roswithabrunnen vor dem Abteigebäude geschaffen, der in Bronze gegossen, Roswitha und Kaiser Otto 1. darstellt. Aufnahme 1962.

31. Weihe der Engelstür der Stiftskirche

In Anwesenheit von Dr. Heintze, Bischof der braunschweigischen Landeskirche, wurde am 6. Juni 1971 die 'Engelstür' in einem Festgottesdienst geweiht. Die 3,30 m hohe Bronzetür war vom Hamburger Bildhauer Claus Wallner nach den Entwürfen seiner 1969 verstorbenen Ehefrau Ursula Wallner-Querner gestaltet und in Düsseldorf gegossen worden. Dieser schuf ab 1959 auch die 22 farbigen Glasfenster in der Stiftskirche. Vor 1000 Gemeindemitgliedern auf den Tribünen wurde die Feier musikalisch durch den Posaunenchor und den Kirchenchor unter der Leitung des Kantors Paul Hoffmann mitgestaltet. Am Altar steht Ehrenbürger Pastor Dr. Kurt Kronenberg, links (sitzend) Pastor Grundke, Pastor Helmke und Bischof Dr. Heintze. Aufnahme Photo Puhlmann 1971.

32. St.-Georgs-Kirche mit St.-Georgs-Friedhof

Die pfarrkirche der Bürger im Mittelalter war bis zur Reformation im [ahre 1568 die in wesentlichen Bauteilen romanische St.Georgs-Kirche, die westlich vor den Mauern der Stadt jenseits der Gande lag. Die Stiftskirche war nämlich allein den Angehörigen des Stiftes vorbehalten, die gotische Moritzkirche am Markt (heute städtisches Rathaus) diente nur der persönlichenAndacht. Obwohl die St.-Georgs-Kirche nach 1568 nicht mehr benutzt wurde, wurde sie durch wohlhabende Bürger 1676 neu vermalt, reich ausgestattet und weiterhin gut gepflegt. Der Friedhof wurde 1864 geschlossen und erst im [ahre 191 1 wieder geöffnet, als der Salzberg-Friedhofbelegt war. Aufnahme 1955.

33. Feier im Reservelazarett Gandersheim

Die Gandersheimer Bürger bemühten sich sehr um die verwundeten Soldaten im Lazarett, das an der Northeimer Straße im Schützenhaus untergebracht war. Das Foto zeigt eine Feier, zu der sich die Soldaten und das Pflegepersonal festlich angezogen haben. Sie genießen die von den Bürgern geschenkten Getränke. Vorn in der Mitte sitzt der Gandersheimer Lehrer Hermann Ackermann mit Zigarre, der sich mit den Krankenschwestern sehr um die Pflege der Soldaten kümmerte. Hinten links oben steht Dr. med. Georg Zimmer (1859-1928), rechts von ihm Dr. med. Fritz Brunotte. Letzterer war die treibende Kraft beim Neubau des Roswitha-Solbades 1924. Die anderen zivilen Personen sind Gandersheimer Bürger undAngehörige des Vaterländischen Frauenvereins - Zweigverein Gandersheim -, die sich sehr um die Verwundeten bemühten. Das Lazarett wurde im [anuar 1919 aufgelöst. Aufnahme 1916.

34. Verabschiedung genesener Soldaten am Bahnhof

In Gandersheim befand sich seit dem 14. September 1914 während des Ersten Weltkriegs ein Reservelazarett im Schützenhaus, in dem verwundete deutsche Soldaten gesund gepflegt wurden. Nach der Heilung wurden sie entweder nach Hause oder wieder an die Front zurückgeschickt. Auf dem Vorplatz des Gandersheimer Bahnhofs wurden sie durch das Pflegepersonal und Gandersheimer Bürger verabschiedet. Das Foto zeigt neben den Soldaten rechts mit Hut den Lehrer Hermann Ackermann, der sich während der Kriegsjahre sehr um die Verwundeten bemühte. Hinter ihm steht der Gandersheimer Wachtmeister Sandvoß in Uniform mit Umhang. Aufnahme 1916.

35. Altes Kreiskrankenhaus

Die Einweihung des Evangelischen Kreiskrankenhauses Bad Gandersheim erfolgte am 4. März 1934 im ehemaligen Sanatorium Dr. Brunotte an der Hildesheimer Straße. Das neue Krankenhaus wurde vom Diakonissenmutterhaus Salem-Berlin in Pacht genommen, dessen Schwestern die Verwaltung und Krankenpflege übernahmen. Die Einweihung erfolgte in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Verwaltung und Kultur. Das Gruppenbild zeigt (2. von links mit Melone) Pfarrer Christiansen, den Leiter des Mutterhauses Salem Pastor Siegert, Kreisdirektor Sievers (in Uniform) und Kirchenrat Erich Tacke, Pastor der Stiftskirchengemeinde (2. von rechts), neben den anderen Einweihungsgästen. Aufnahme 1934.

36. Altes Kreiskrankenhaus

Das am 4. März 1934 eingeweihte Evangelische Kreiskrankenhaus entsprach den damaligen modernen Anforderungen hinsichtlich der Krankenzimmer und medizinischen Versorgung. Das Foto zeigt das damals übliche große Frauenpatientenzimmer, in dem acht Betten Platz hatten. Die Krankenschwestern waren Diakonissen des Mutterhauses Salem-Berlin, das das neue Krankenhaus vom Kreis Gandersheim gepachtet hatte. Die Größe der Räume in dem ehemaligen Privatsanatorium des Arztes Dr. Brunotte genügte den Anforderungen der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Von 1923 bis 1929 war das Gebäude als Internatsschule des Reformpädagogen Max Bondy genutzt worden. Aufnahme 1955.

37. Bau des Gandersheimer Gymnasiums

Das heutige Roswitha-Gymnasium, ab 1992 mit dem neuen Namen zu Ehren der berühmten Gandersheimer Dichterin, wurde zunächst als Realprogymnasium 1878 gegründet. Es führte erst ab 1928 zumAbitur; ab 1938 hieß es Staatliche Oberschule für Jungen. Mädchen waren aber seit Jahrzehnten ebenfalls als Schülerinnen an der Schule. Das Foto zeigt den fast fertigen Neubau der Schule an der Ecke Bismarckstraße - Roswithastraße. Die erste Turnhalle besaß einen mit Sägespänen ausgestreuten Fußboden und konnte mit einem Kohleofen geheizt werden. Hinter der Schule führte ab 1902 die eingleisige Eisenbahnlinie über Lamspringe nach Hildesheim, die zahlreiche Schüler des Gymnasiums aus der Umgebung für ihre Anreise zur Schule nutzten. Aufnahme 1894.

38. Mädchenschule

Das klassizistische Eckhaus am ehemaligen Wilhelmsplatz (heute Stiftsfreiheit) wurde 1846 erbaut. Es diente als 'Töchterschule', später als allgemeine Mädchenschule, bis es im [ahre 1920 an das Finanzamt vermietet wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren in dem massiven Steingebäude ab Mai 1945 die amerikanische, später die britische Militärverwaltung untergebracht. Seit 1948 dient es bis heute der niedersächsischen Polizei als Dienstgebäude. Aufnahme 1920.

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