Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Autor
:   Axel Christoph Kronenberg
Gemeinde
:   Bad Gandersheim
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6708-6
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3'

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39.StiftGandersheim 1100]ahre

Bad Gandersheim feierte mit einer Festwoche im Iuni 1952 die Gründung des ehemaligen Reichsstiftes Gandersheim im Iahre 852 durch den sächsischen Graf Ludolf und seine Gattin Gräfin Oda. Mit einem großen Festumzug der Bürger Bad Gandersheims durch die Stadt am Pfingstsonntag, dem 1. Juni am 1952, gedachte man an die bedeutende frühmittelalterliche Gründung, die ein langes und glanzvolles Leben bis zur Auflösung im [ahre 1810 hatte. Das Foto zeigt eine Reitergruppe des Festumzuges ('Reit-und Fahrabteilung Bad Gandersheim') in historischen Kostümen auf dem mit Fahnen geschmückten Wilhelmsplatz. Stellt die Dame im geistlichen Gewand auf dem Pferd die erste Äbtissin Hathumod, Tochter des Stifterpaares, dar? Photo Puhlmann 1952.

40. Gemischte Biirgerschulklasse

Eine Klasse der Bürgerschule mit ihren Lehrern, rechts Lehrer Hermann Ackermann und links von ihm dem Rektor Johannes Heege. Das gemeinsame Foto der Mädchen und Jungs (Abschlussklasse?) wurde an der Rückseite der Mädchenschule am Wilhelmsplatz, heute Polizeigebäude, gemacht. Die Aufnahme stammt aus der Zeit vor dem Neubau der Bürgerschule im [ahre 1929 an der Roswithastraße. Die Schülerinnen wurden in der Mädchenschule und die Schüler in der Knabenschule, dem anschließend als Bauamt genutzten Gebäude neben der Stiftskirche, unterrichtet. AufnahmeJohannes Nissen 1928.

41. Fiinfzig jahre Gymnasium Gandersheim

Mit zahlreichen Ehrengästen, den Lehrern und ehemaligen Schülern wurde das SO-jährige Bestehen des Gymnasiums an der Bismarckstraße festlich begangen. Der Direktor des Gymnasiums von 1925 bis 1929 Dr. Heinrich Müller steht in der Mitte vorn (ohne Hut), der beliebte Pedell Albert Probst sitzt vorn auf dem Boden. Die Schule der damaligen Zeit war eine Lernschule, die sich vor allem auf die mechanische Richtigkeit und das Erlernen des Lehrstoffes konzentrierte und die die strikte Beherrschung des Lehrplanes als entscheidend ansah. Ab 1919 hieß die Schule 'Reform-Realprogymnasium', dessen städtische Trägerschaft 1924 nach jahrelangem Ringen auf den Staat überging. Im Iahre 1926 erhielten alle Klassenräume elektrische Beleuchtung; 1929 mussten die Eltern pro Quartal3 7,50 Reichsmark Schulgeld bezahlen. Aufnahme Johannes Nissen 1928.

42. Abiturienten des Gymnasiums

Das Abschlussfoto zeigt auf den Stufen des neuen Erweiterungsbaus von 1954-1956 die erfolgreichen Abiturientinnen und Abiturienten mit ihren Lehrern im März 1960: 1. Reihe von links: Karin Steinhoff, Ursula Voß, Friederike [akobs, Ursula Obermann, Ingrid Eichhorn, Annemarie Huhn und Bärbel Günther. 2. Reihe: Wilhelm Strombeck, Handarbeitslehrerin Kurschus, Pastor Hartmuth Padel, Monika Nast, Ulrike Lepsien und Kunstlehrer 'Ickc' Fritz Schäfer. 3. Reihe: Christian Brettschneider, Fritz Dirks, Reinhard Funke, Axel Kronenberg, Oberstudiendirektor Dr. Karl Mielke, Wolfgang Schöne und Deutschlehrer Otto Splittgerber. 4. Reihe: Uwe Liebscher, Englischlehrer Hermann Grobleben, Werner Krehan, Lateinlehrer Dr. Gottfried Zeißig und Französischlehrer Albert Peters. Aufnahme Photo Puhlmann 1960.

43. Abschluss des Tanzstundenlehrgangs im Schützenhaus

Traditionell nahmen in den 19S0er und 1960er [ahren die 1 S-jährigen Schülerinnen und die 16 [ahre alten Schüler aus Bad Gandersheim und Umgebung an der Tanzstunde teil, die die Tanzlehrerin lnge Kiehne aus Seesen im Schützenhaus durchführte. Wöchentlich einmal wurden die Tanzschritte geübt. Das Abschlussfoto vom 15. Oktober 1955 zeigt 32 Mädchen und 3 1 Jungen in festlicher Ballkleidung mit ihrer Tanzlehrerin (Mitte) vor Beginn des Abschlussballes, der festlich in Anwesenheit der Eltern im altmodischen Saal des Schützenhauses am Lahberg statt fand.

44. Roswitha-Gymnasium

Der Altbau des Bad Gandersheimer Gymnasiums (Mitte links) an der Kreuzung Bismarckstraße - Roswithastraße wurde 1894 erbaut. 1935 wurde er durch einen Anbau erweitert. Dem wegen zunehmender Schülerzahlen gewachsenen Schulraumbedarf wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch Ergänzungsbauten mit Klassen- und Fachräumen entsprochen. Es entstanden 1954 der Neubau (hinten rechts), 1956 erweitert um den Anbau für Kunst und Musik. 1964 kam das Gebäude mit Fachräumen für Naturwissenschaften (Mitte vorn) hinzu. Die moderne Sporthalle (vorn links) ersetzte 1958 die alte Turnhalle mit ihrem Sägespäneboden und dem 'Bollerofeu'. Aufnahme um 1965.

45. Wahlkampfin unruhigen Zeiten

Anhänger der USPD marschierten im [ahre 1921 mit Musikbegleitung über den Marktplatz zur Kundgebung, auf der Josef (Sepp) Oerter sprach. Dieser gelernte Buchbinder und Redakteur aus Bayern war der einflussreiche Kopf der braunschweigischen USPD, Volkskommissar und Ministerpräsident im Freistaat Braunschweig von 1920 bis 1921. Eine zahlreiche Menge interessierter Gandersheimer Bürger - Anhänger und Gegner - beobachtete die Ankunft des Redners Oerter und wartete auf dessen Rede, die er dann lautstark vom Altan der Rathaustreppe aus hielt. Aufnahme 1921.

46. Protestzug gegen Ruhrbesetzung

Anlässlich der Besetzung des Ruhrgebietes durch französische und belgischeTruppen am 11.Januar 1923 fand in Gandersheim, wie im gesamten Deutschen Reich, ein Protestumzug gegen die alliierte Unterdrückungspolitik statt. Dem sommerliche Umzug vom Schützenhaus auf dem Lahberg über die Northeimer Straße herab in die Innenstadt schlossen sich zahlreiche junge und ältere Bürger der Stadt mit Plakaten und Parolen, z. B. 'Gandersheim und Ruhr, eine Herz und eine Seele', an. Das große Haus auf der rechten Seite war die alte Landwirtschaftsschule. Viele der Jungen im Vordergrund trugen den damals beliebten 'Matrosenanzug'. Das Foto wurde vom Bahndamm neben dem Viadukt der Eisenbahnlinie Gandersheim-Seesen aus aufgenommen. Aufnahme 1923.

47. Ehrung der Gefallenen des Ersten Weltluieges

Die Einweihung des Ehrenmals an derTummelburg für die vielen gefallenen Gandersheimer Bürger des Ersten Weltkrieges erfolgte am 3. Mai 1925. Das Denkmal wurde durch den Vorsitzenden des Denkmalsausschusses Oberbauverwalter Meiners (rechts) an den Bürgermeister der Stadt Gandersheim Dr. Homann (links) übergeben. Zahlreiche Bürger der Stadt und Ehrengäste, sowie eine Abordnung der Reichswehr, nahmen an der Feier teil. Im Hintergrund steht vor dem beliebten Gasthaus 'Prinz Wilhelm' das Salutgeschütz des Artillerievereins Gandersheim.

48. Roswithafeier im Iahre 1926

Gandersheim feierte in diesem [ahr den Geburtstag der ersten deutschen Dichterin Roswitha von Gandersheim, die nach damaliger Überzeugung vor 1 000 [ahren 926 geboren (heute gilt etwa 937 als Geburtsjahr) worden sein soll. Die Stadt war von den Bürgern prächtig mit Girlanden und Fahnen geschmückt worden. Der lange Festzug stellte mit vielen Festwagen und sehr großer Beteiligung der Bevölkerung besondere Ereignisse aus der Geschichte Gandersheim dar. Er bewegte sich auch durch die Stadt und über die Bismarckstraße stadtauswärts, wo aufHöhe der Alten Münze ein Tor mit Mauern aufgebaut worden war. Links vorn mündet die Straße 'Marienkloster' . Das Foto zeigt einen Festwagen mit Soldaten des Dreißigjährigen Krieges. Der Regen störte die zahlreichen Besucher und Bürger wenig. Aufnahme Johannes Nissen 1926.

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