Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Autor
:   Axel Christoph Kronenberg
Gemeinde
:   Bad Gandersheim
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6708-6
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2 - 3 Arbeitstage (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. Festwagen mit dem Stifterpaar

Ein Wagen im sehr langen Festzug der Roswithafeier trug Graf Ludolf und seine Frau Oda, die 852 das Reichsstift Gandersheim gegründet hatten. Sie waren einst nach Rom gereist, um die Zustimmung des Papstes und Reliquien für die Stiftskirche zu erhalten, deren Bau im [ahre 856 begann. Pagen in schmucken Trachten umgaben den Wagen, der sich nur mühsam seinen Weg über den Marktplatz bahnen konnte, da trotz Regenwetter zahlreiche Zuschauer den Weg des Zuges säumten. Zu denen gehörten auch viele Schüler, die an ihren bunten Schulmützen zu erkennen sind. Kein weiteres Fest wurde wieder mit einer solchen Begeisterung und Teilnahme der Gandersheimer Bürger gefeiert. Aufnahme Johannes Nissen 1926.

so. Umzug der Bürger am 1. Mai 1936

Der seit 1933 alljährlich am 1. Mai stattfindende Umzug, dem 'Tag der nationalenArbeit' , führte stets vom Wilhelmsplatz durch viele Straßen der Stadt zum Marktplatz. Nach morgendlichem Glockengeläut der Stiftskirche begann der Umzug auf dem Wilhelmsplatz und führte durch alle Stadtteile zum Marktplatz, auf dem Bürgermeister Reupke eine Ansprache hielt. Jedes Haus musste mit der Hakenkreuzfahne 'geschmückt' werden. Das Foto zeigt die Abordnung der Bauernschaft vor dem Wagen des Vermessungsamtes bei ihrem Marsch durch die Burgstraße und vorbei am 'Gasthof Gerichtsschänke' . Hinter dem Wagen ist im Hintergrund das alte Hotel 'Römischer Kaiser' zu sehen. Abends wurde im Schützenhaus am Lahberg gefeiert. Mit einem gemeinsamen Zug derTeilnehmer zurück in die Stadt endete das Fest. Aufnahme 1936.

51. Schuifest der Schüler der Volksschule

Alljährlich wurde im Sommer das traditionelle Schulfest der Volksschule veranstaltet. Dazu zogen die Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrern von der Schule an der Roswithastraße durch die Innenstadt hinauf zum Clusberg. Dort sorgten sportliche Wettbewerbe und Spiele für Unterhaltung und Freude. Es gab viele Preise für die jugendlichen Teilnehmer. Bei anbrechender Dunkelheit endete das bei den Schülern und Eltern sehr beliebte Fest. Das Foto zeigt die festlich gekleideten Schüler in Begleitung ihrer Lehrer in der Bismarckstraße in Höhe des Gasthofes 'Prinz Wilhelm' auf ihrem Weg durch die Stadt. Aufnahme um 1932.

52. Umzug Gandersheimer Bürger am 1. Mai 1937

Der jährlich von der nationalsozialistischen Stadtverwaltung organisierte Mai-Umzug zahlreicher Gandersheimer Bürger und Betriebe führte auch am 1. Mai 1937 durch die Stadt zum Marktplatz. Das Foto zeigt die Belegschaft des Gandersheimer Kreisblattes und der Druckerei c.F. Hertel beim Marsch über die Gandebrücke nahe der St.-Georgs-Kirche, durch die Straßen Schwarzer Acker, Neue Straße und Moritzstraße zum Marktplatz. Vorne in der zweiten Reihe marschiert Hans Otto Bosse, der Neffe von Margarete Hertel, der Ehefrau des Besitzers Robert Hertel, der ab 1980 die Geschäftsleitung des Verlages übernahm.

53. Maifeier der Belegschaft des Gandersheimer Kreisblattes

Das Foto zeigt den Besitzer des Gandersheimer Kreisblattes Robert Hertel jun. mit seiner zweiten Frau Margarete, geborene Mühe, auf der Bank und die Belegschaft beimAusflug 1939 ins Grüne mit musikalischer Begleitung. Nach dem Tod ihres Mannes am 25. [anuar 1949 übernahm Margarete die Verlagsleitung. Im Hintergrund des Fotos ist der 1934-1935 von Arbeitslosen angelegte Osterbergsee zu sehen. Hans Otto Bosse, der 1980 der Nachfolger seiner Tante Margarete Hertel in der Verlagsleitung wurde, steht hinten links in der hinteren Reihe. Ab 1943 musste das Gandersheimer Kreisblatt sein Erscheinen einstellen. Erst Ende 1949 konnte es erstmalig wieder neu erscheinen.

54. Besuch aus Hannover

Wohl die größteTafel der Stadt wurde am 1 S. Juli 1934 auf dem historischen Marktplatz vor dem Rathaus aufgebaut, als 960 Gäste mit einer 'Fahrt ins Grüne' aus Hannover mit einem Sonderzug mit 18 Wagen nach Bad Gandersheim angereist waren. Der kommissarische Bürgermeister Regierungsoberinspektor Rühling und zahlreiche Gandersheimer Bürger hatten den langen Zug auf dem Bahnhofbegrüßt und durch die fahnengeschmückte Adolf-Hitler-Straße (heute Moritzstraße) in die Stadt geführt. Die Gäste wurden nach der Besichtigung der Stadt mit Kaffee und Kuchen vor dem eindrucksvollen Westwerk der Stiftskirche von Gandersheimer Bürgern bewirtet. Ein Tanz zu Blasmusik auf dem Marktplatz beschloss den Besuch. Aufnahme 1934.

ss. Fahnenweihe der Steinweger Nachbarschaft

Nach dem Gottesdienst in der St.-Georgs-Kirche anlässlich des 7 5-jährigen Fahnenjubiläums am 29. April 1956 marschierte die traditionsreiche 'Steinweger Nachbarschaft' über den Steinweg durch die Straßen der Nachbarschaft, vorbei am ehemaligen Frauenhaus zum Heiligen Geist und am Kolonialwarengeschäft Petri, in Richtung Marktplatz zum Hotel Prinz Wilhelm. Hinter der Fahnenabordnung mit Fritz Pinne (links), dem Fahnenträger Karl Schünemann und Bruno Jungesblut (rechts) ging der Schaffer Hermann Wennige. Im Hintergrund ist das Frauenhaus zum Heiligen Geist zu sehen, dessen Gründung bis in das 13. Jahrhundert zurückgeht. Bereits im frühen Mittelalter entdeckte man die Heilkraft der in Gandersheim zu Tage tretenden Solequellen. Aufnahme 1956.

Bad Gandersheim a. Harz: Solbad am Osterbergsee

Aufo.: ZoUmaon, Bad Gan;tershelm .- Di~e Ansichtskarte ist ~.m Deutschiand-Bildheft Nr. 86 "Göttingen und das leineta'" "ntnommen

56. Der Osterbergsee

Der künstliche See wurde 1934 durch 30 Arbeitslosen angelegt, um den Kur- und Badebetrieb Bad Gandersheims zu fördern. Ein weiterer See wurde in den 1960er [ahren von Soldaten des Luftwaffenpatenbataillons aus Goslar gebaut. Das Foto, vom Osterberg aus aufgenommen, zeigt hinter dem See den 1900 erbauten Bahndamm der Eisenbahnlinie, die im Personen- und Güterverkehr Gandersheim über Lamspringe und Bodenburg mit Hildesheim verband. Der erste Zug fuhr am 1. Oktober 1902, der letzte Personenzug am 27. September 1975.Aufnahme Zottmann, um 1938.

57. Bau des Osterbergsees

Anfang 1934 wurde mit dem Bau des Osterbergsees östlich der Bahnlinie unterhalb des Kleinen Osterberges begonnen. Der Bau gehörte zu den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der nationalsozialistischen Regierung für Arbeitslosen. Das hochwassersichere Bootshaus wurde auf pfählen gegründet; aus ihm entstand später das direkt am See gelegene beliebte Ausflugsrestaurant 'Seererrassen ' . Das Foto zeigt das bereits ausgeschachtete Wasserbecken noch ohne Wasser mit den fertigen Uferbefestigungen. Aufnahme 1934.

58. Schwimmbad

Das Foto zeigt das Gandersheimer Schwimmbad, das seit 1882 unterhalb des Kleinen Osterberges in Betrieb war. Es wurde ursprünglich mit dem Wasser des Flüsschens Eterna gespeist, das unmittelbar daran am Freibad vorbei fließt, bevor es in die Gande einmündet. 1952 erhielt es dann Solewasser aus der so genannten Stahlquelle. Das Nichtschwimmerbecken war ausbetoniert, während das Schwimmbecken nur einen Lehmboden und mit Bretterwände eingefasste Uferbefestigungen hatte. Der Sprungturm war nur über einen Steg zu erreichen. Vor dem Bau des Schwimmbades badete man in einem Teich nahe der Hagenmühle. Aufnahme um 1935.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Lieferbedingungen | © 2009 - 2019 Europäische Bibliothek Verlag