Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3

Autor
:   Axel Christoph Kronenberg
Gemeinde
:   Bad Gandersheim
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6708-6
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Gandersheim in alten Ansichten Band 3'

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59. Das Soleschwimmbad

Ab 1952 wurde das Freibad mit seinen drei Becken komplett ausgebaut und gekachelt. Diese wurden zunächst mit Solewasser aus der Stahl-, später aus der Wilhelmsquelle, befüllt, vorher mit dem 'frischen' und kaltem Wasser aus der nahe vorbeifließenden Eterna. Die Brücke rechts führte über die Gande zur Liegewiese und dem ersten offiziellen Campingplatz der Stadt. Im [ahre 1976 kam das Hallenbad rechts der Gande an der Hildesheimer Straße hinzu. 1986 wurde das Schwimmbad auf den jetzigen modernen Stand als Sole-Waldschwimmbad gebracht. Aufnahme 1953.

60. Solbad Roswitha

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Pläne für den Entwicklung Gandersheims zum Kurbad durch Dr. med. Brunotte neu aufgegriffen und erfolgreich nach den beiden Fehlschlägen Ende des 19. Jahrhunderts in die Tat umgesetzt. Trotz der FinanzierungsprobIeme in der Inf1ationszeit bildete sich ein Konsortium zur Gründung eines Bades, das die nachgewiesene Heilwirkung der Solequellen nutzten sollte. Nachdem die Gebäude des 1898 fast vollendeten Kurbades des Apothekers Erich Bohlen abgerissen waren, entstand das neue Badehaus, das 1924 als Solbad Roswitha den Badebetrieb aufnehmen konnte. Wegen der erfolgreichen Entwicklung zum Kurbad erhielt die Stadt bereits 1932 das Recht verliehen, sich Bad Gandersheim zu nennen. Im Iahre 1972 wurde das unmodern gewordene Solbad Roswitha nach dem Bau eines neuen modernen Kurmittelhauses abgerissen. Das Foto zeigt das Solbad mit den später hinzugekommenen Wassertretbecken der Knei pp- Anlage. Aufnahme 1956.

61. Brunnenhäuschen im Kurpark

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm 1946 die aus Leipzig übergesiedelte 'Alte Leipziger Lebensversicherungsgesellschaft' ihren Sitz im ehemaligen Gasthaus 'Zur Wiek' in Bad Gandersheim. 1952 zog sie nach Frankfurt am Main um. Als Dank an die Stadt für die freundlicheAufnahme stiftete sie im November 1955, ihrem 125-jährigen Firmenjubiläum, das Brunnenhäuschen im neuen Kurpark an der Wilhelmsquelle nahe der Gande. In diesem fließt ständig Sole als Trinkwasser aus dem Brunnen, kostenlos für Kurgäste und Gandersheimer. Das torähnliche Gebäude wurde nach einem Entwurf des Goslarer Architekten und Kunstmalers Ernst Eichhorn, der auch in Scrafitto- Technik die Figuren in den weißen Giebeln anbrachte, von dem Bad Gandersheimer Bauunternehmer Marten erbaut. Das steile Dach ist sieben Meter hoch bei einer Grundfläche von vier mal sieben Metern. Die Brunnenfassung wurde mit einem farbigen Mosaik geschmückt. Aufnahme Photo Puhlmann 1958.

62. Neues Kurhaus

Als erster Neubau der sich nach dem Zweiten Weltkrieg rasch zum beliebten Kurort am Harz entwickelnden Stadt Bad Gandersheim, wurde im Osten der Stadt zwischen der Hildesheimer Straße, dem Lohmühlenweg und der Gande das Kurhaus erbaut. Am 17. Juli 1964 erfolgte die Eröffnung des 1,75 Millionen DM teuren, modernen und repräsentativen Hauses, das neben einer leistungsfähigen Gastronomie zahlreiche Räume für die vielfältigen Kur- und Kulturangebate bot. Das Foto zeigt das neue Kurhaus mit den neuen Außenanlagen und dem Springbrunnenteich. Erster Pächter war der Gastronom Bruno Kroll aus Braunschweig, der im Kurhaus seine Wohnung hatte. Aufnahme 1965.

63. Domfestspiele vor der Stiftskirche

Irn Sommer 1959 begannen die Gandersheimer 'Domfestspiele' vor der eindrucksvollen Westfassade der romanischen Stiftskirche, dem 'Dom', ihre erfolgreiche Entwicklung mit Hugo von Hofmannsthais '[cderrnann" in der Inszenierung des ersten Intendanten Eberhard Gieseler. Im [ahre 1964 - 87 000 Besucher hatten bereits die Festspiele besucht - wurde der '[ederrnann ' zum dritten Mal unter Gieselers Einstudierung in den Spielplan aufgenommen. Der Jedermann (am Tisch neben seiner Buhlschaft) wurde von Hannsgeorg Laubenthal gespielt, den Dicken Vetter stellte Arno Keil dar. Zahlreiche Gandersheimer Schüler verstärkten in den Anfangsjahren mit großem Einsatz und viel Freude am Theaterspiel die Schauspieler. Aufnahme Photo Puhlmann 1964.

64. Das Kurviertel entsteht

Das Luftbild zeigt die Aufbruchstimmung im Kurbereich zwischen Hildesheimerstraße und Gande, erste Erfolge in der Entwicklung der modernen Kur-Infrastruktur in Bad Gandersheim. 1964 wurde als erster zentraler Bau das Kurhaus mit den umgebenden Anlagen vor dem dahinterliegenden Bahndamm fertiggestellt. Noch fehlen die anderen Bauten und Sanatorien: 1973 kamen die Kurklinik am Habichtsfang und das Hotel Eterna, 1974 das Roswitha-Sanatorium und 1976 das Hallenbad hinzu. Links vorn sind die Villen der Gründerzeit zu sehen. Das Haus links (halb verdeckt) an der Bahnlinie nach Lamspringe war von 1934 bis 1961 das bisherige Kreiskrankenhaus. Das Gebäude kam nach dem Neubau des evangelischen Krankenhauses in den Besitz des Diakonissen-Mutterhauses Salem-Lichtenrade, die 1962 rechts davon ein Gästehaus anbauten. Das Mutterhaus hatte 1961 seinen Sitz von Berlin nach Bad Gandersheim verlegt. Aufnahme um 1965.

65. Das erste Kursanatorhrm entsteht

Der terrassenförmige Bau des Sanatoriums Roswitha erfolgte an der Hildesheimer Straße am Südhang des Clusberges, gegenüber dem 1964 erbauten Kurhaus. Die Grundsteinlegung nahm am 27. Mai 1973 Hilda Heinemann vor, die Gattin des Bundespräsidenten Gustav Heinemann, während dieser in der Stiftskirche das vom Hamburger Glasmaler Claus Wallner geschaffene Roswitha-Fenster enthüllte. Im Hintergrund ist auf dem kleinen Osterberg die damalige Zollschule, im Vordergrund sind die beiden Viadukte mit dem Bahndamm der Eisenbahnlinie nach Lamspringe zu sehen. Aufnahme Gandersheimer Kreisblatt 1973.

66. Das Hallenbad entsteht

Zwischen der Hildesheimer Straße und der Gande entstand der städtische Neubau des Sole-Hallenbades zur Erweiterung des Angebots an Schwimm- und Saunamöglichkeiten, besonders für das Winterhalbjahr, in der Roswithastadt. Das Foto zeigt den schon teilweise fertiggestellten Rohbau, dessen Baufortschritt zügig und planmäßig verlief. Seit demAbschluss der Baumaßnahmen des Hallenbades ist es mit dem Freibad verbunden. Der Zugang zu beiden Bädern erfolgt gemeinsam durch das Hallenbad. Die Liegewiese rechts im Bild - hier noch als Baustelle - verbindet den Neubau mit dem Freibad. Aufnahme 2S. November1976.

67. NATO- Manöver in Bad Gandersheim

Zwanzig Schützenpanzer 'Marder' der Bundeswehr wurden am 28. April 1975 am Güterbahnhof in Bad Gandersheim verladen, die an einer NATO-Übung teilgenommen hatten. Der Kompaniechefbespricht sich mit dem Bahnbeamten Schünemann. Im Verteidigungsplan der NATO gehörte die Region um Bad Gandersheim zum Bereich des 1. Britischen Korps. Die Stadt lag etwa 35 km westlich der Innerdeutschen Grenze zur Deutschen Demokratischen Republik, dem sogenannten Eisernen Vorhang. Die damalige Ost-WestKonfrontation zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt machte auch Bad Gandersheim zum 'Zonenrandgebiet' und damit zum besonders förderungswürdigen Ort im ehemaligen Grenzgebiet.

68.Jugendherberge am Kantorberg

Im [ahre 1928 wurde mit dem Neubau der Jugendherberge am Kantorberg ein Wunsch der Gandersheimer nach einer Ferienmöglichkeit für jugendliche Gäste in der Stadt erfüllt. 1967 -1968 wurde der Altbau (Foto) weitgehend abgerissen und die Kapazität mit dem Neubau des Gandersheimer Architekten Horst Sander erheblich auf 90 Betten in 15 Zimmern erweitert. Im August 1968 kamen die ersten Gäste in den modernen Neubau. Obwohl die Jugendherberge jahrelang gern und häufig besucht worden war, musste sie wegen deutlich rückläufiger Übernachtungszahlen und des baulichen Zustandes am 15. November 2000 geschlossen werden. Die letzten Herbergseltern waren Ute und Rainer Nuth. Aufnahme 1958.

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