Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2

Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Gregor Krämer
Gemeinde
:   Bad Hönningen
Bundesland
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1213-0
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Hönningen in alten Ansichten Band 2'

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19. Ein Bild von dem Festzug, der anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Junggesellenvereines durch die Straßen führte, zeigt das heimische Tambeurkorps an der Ecke Waldbreitbacherstraße/Friedhofsweg. Rechts steht noch das Gebäude Kohlbecker, links oben das Haus Pera, heute Graben. Links befindet sich heute ein mehrstöckiges Wohnhaus des Bauvereines Bad Hönningen.

20. Wenn in den vergangenen Jahrzehnten ein kirchliches Ereignis stattfand, so war der Kirchenschweizer Matthias Bündgen stets dabei und mühte sich um Ordnung. Auffällig ist dabei seine Kleidung: eine schwarzsamtene Mütze, ein roter Rock mit schwarzen Streifen und ein nicht zu übersehender Stab. Dieser wurde öfters benutzt, um etwas vorlaute Kinder anzustoßen. Links, zwischen den Fahnen, sind der ehemalige Pastor Helbach sowie Kaplan Busenbender zu erkennen. Mit Rochett und schwarzem Kragen sieht man die verstorbenen Kapläne Johannes Pütz und Peter Schiefer. Die Prozession bewegt sich am alten Pfarrhaus entlang.

21. Dieses Bild zeigt das Innere der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul vor der Renovierung und dem Umbau im Jahre 1919. Der Altar stand an der Seite, wo heute sich die Empore mit der Orgel befindet. Früher betrat man über eine Treppe die Kirche von der Rheinseite aus. Bei jedem Hochwasser entstanden große Schwierigkeiten beim Besuch der Gottesdienste. Nur über dicke Bohlen und meist durch das Küsterhaus Graben gelangte man trockenen Fußes ans Ziel. Auf diesem Bild sieht der Betrachter neben dem Hochaltar die beiden Nebenaltäre der Mutter Gottes und des heiligen Josef. Auffällig ist ebenfalls der große Kronleuchter, der nur zu hohen Festtagen Licht spendete.

22. Das Hönningen, über das hier berichtet wird, ist undenkbar ohne den überaus verdienstvollen Organist, Chorleiter und Küster Wilhelm Graben. Er war einer der bekam testen Persönlichkeiten des Ortes, seine Bereitschaft im Dienste der Kirche für die Menschen und seine geniale Einstellung zu seiner Umwelt machten sogar an den Grenzen seiner Privatsphäre nicht halt. Er absolvierte seine Studien an der Musikhochschule zu Köln. Im Jahre 1900 trat er die Stelle an der Peter und Paul Kirche an. Zweiundfünfzig Jahre lang machte er 'Chorgeschichte'. Was der Idealist Wilhelm Graben tat, war voll Liebe zu Hönningen und seinen Mitmenschen.

23. Hier postieren zu einem Foto geistliche Herren mit Schwertern und Gewehr zum zünftigen Motiv im alten Rittersaal auf Schloss Arenfels. Von links: Pater Peter Braun, Graf Ignaz von Westerholt, Kaplan Nikolaus Schneider und Pater Matthias Bündgen. Der Raum war über und über bestückt mit Raritäten, zum Beispiel eine sogenannte Maximilians-Vollrüstung aus dem Jahre 1500 und Harnische aus dem Jahre 1550. Man hat festgestellt, dass um diese Zeit die Durchschnittsgröße eines Ritters etwa 1,55 Meter betrug. Bei einer großen Auktion 1951 wurde fast das ganze Inventar des Rittersaales versteigert.

24. Als das Eisenbahnunglück am 25. Januar 1898 zwischen dem Rauchwarengeschäft Hohn und der Unterführung in Richtung Rheinbrohl die Hönninger in Atem hielt, war zufällig ein Fotograf in der Nähe und hielt das Ereignis für die Zukunft im Bilde fest. Hinter den ineinander verkeilten Loks und Weggons erkennen wir einige Fabrikschornsteine der Firma Kali-Chemie.

25. Der Besitz von Weinbergen war im vorigen Jahrhundert für viele Landwirte und Winzer die einigste Erwerbsquelle. Ein großer Teil dieser Rebanlagen wurde um die Jahrhundertwende auf Veranlassung einer von der 'Obrigkeit' eingesetzten Reblauskommission vernichtet. Später wurden die Weingärten wieder neu angelegt. Um 1900 betrug die Menge des in Hönningen geernteten Weines etwa 123 Fuder (ein Fuder = 1 000 Liter). Unser Bild zeigt eine Gruppe Hönninger bei der Neuanlage der Weinberge, als auf den gegenüberliegenden Hängen des Ölsbetges und am Höms noch keine Häuser standen.

26. Die aus Ziegelsteinen errichtete Kapelle am unteren Schlossweg wurde leider vor einigen Jahren Opfer der Spitzhacke. Auf dem 1922 entstandenen Foto sieht der Betrachter die Kapelle vor dem seit einigen Jahren dicht besiedelten 'Schloßfeld' mit den beiden Lindenbäumen. Vor dem kleinen Gotteshaus wurde in früheren Jahren bei der jährlich stattfindenden Christi Himmelfahrtsprozession der sakramentale Segen erteilt.

27. Ein schönes Panoramabild hat der Betrachter von den Sprudeln 'Artus' und 'Deutschland' vor sich. Auf diesem Bild gibt es noch keine Umgehungsstraße, die mittlerweile oberhalb des Meisterhauses und unterhalb des Arienheller Sprudels nach Rheinbrohl führt, Die Straße 'Im Strang' ist inzwischen zu einer modernen Zubringer-Fahrbahn ausgebaut worden. Im Hintergrund erkennt man den Nachbarort Rheinbrohl.

28. Mit höchst komfortablen Personenwagen besuchte man schon in früheren Jahren die Kur- und Badestadt. Schon damals gab es wenig Parkmöglichkeiten, so dass die Autos vom Thermalbad bis an die angrenzende Rheinpromenade geparkt werden mussten. Heute werden die wenigen noch vorhandenen alten Mobile auf Hochglanz poliert, da sie für Veteranentreffen noch begehrte Vehikel sind.

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